Sonntag, 3. Dezember 2017

Rezension zu "Princess Academy: Miris Gabe"

Titel: Princess Academy
Autorin: Shannon Hale, Übersetzung:
Verlag: Ravensburger
Erschienen am: 20.09.17
Seitenzahl: 352 Seiten, gebunden
Preis: 14,99 Euro
E-Book: 11,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von ?
Band 2 erscheint am: 18.02.18
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Ravensburger, Amazon

Miri lebt in ärmlichen Verhältnissen, Hunger und harte Arbeit kennt sie nur zu gut. Doch dann nimmt ihr Leben eine märchenhafte Wendung: Der Prinz verkündet, dass er seine zukünftige Braut unter den Mädchen ihres Dorfes wählen wird! Aber Prinzessin sein will gelernt sein! Darum wird auch Miri auf die Princess Academy geschickt. Doch hier geht es alles andere als vornehm zu. Zickenkrieg und Intrigen sind nur der Anfang ...
(Quelle: www.ravensburger.de)
Das Cover sieht wunderschön aus, der Titel klingt toll und auch der Klappentext klang nach einer abgewandelten Selection Geschichte. Das musste doch etwas für mich sein.
Ich weiß nicht genau was ich erwartet habe, wie gesagt, vielleicht etwas wie Selection - aber das hier nicht.
Der Einstieg fängt noch relativ harmlos an, Miri wohnt auf einem Berg in einer kargen Hütte und ihre Verhältnisse scheinen dem des Mittelalters zu entsprechen (oder sowas in der Art).
Da habe ich enttäuscht schon festgestellt, dass die Geschichte scheinbar weit in der Vergangenheit spielt. Vorallem die Namen störten mich irgendwie sehr. Peter, Britta, und noch mehr scheinbar deutsche, ein wenig für mich unpassende Namen. Ich blieb jedoch dran und fieberte auf den Moment hin, an dem Miri an die "Academy" kommt. Ich dachte mir, dass es ab da an bestimmt spannend werden würde.
Ähm... ja. Also Academy würde ich das nicht nennen, wo Miri hinkommt. Von einer kargen Steinhütte gehts in die nächste, die nur größer ist, aber ebenso trostlos. Hier wird Miri auch noch schlecht behandelt. Die Lehrer verteilen Schläge und haben scheinbar null Mitgefühl. Da wurde es mir ehrlich gesagt schon etwas zu krass. Es sollte sich hier um ein Kinderbuch handeln - und obwohl ich weiß, dass es damals so gewesen ist, finde ich es an dieser Stelle einfach unpassend.
Vorallem missfallen hat mir die kalte Emotionslosigkeit, mit der alles erzählt wird. Kaum Abschiedsschmerz von der Familie, kein Entsetzen über die Schläge der Lehrer, keine Mutlosigkeit oder Angst.
Ebenfalls seltsam fand ich die Tatsache, dass alle Mädchen zwischen 12 und 17 an die Academy sollten, der Prinz selbst war glaube ich 18 und soll ernsthaft in Betracht ziehen ein Mädchen mit nur 12 Jahren zu heiraten?
Für mich war die Geschichte ein absoluter Fehlgriff, was nunmal leider passieren kann. Ich habe anderes erwartet und konnte mich mit den Einstellungen und der Emotionslosigkeit der Geschichte nicht anfreunden, sodass ich das Buch letzendlich abgebrochen habe. Wer sich jedoch darauf einlassen kann, wird hier sicher eine leichte Lektüre für zwischendurch finden.
Ich habe hier leider etwas anderes erwartet, aber ich denke wer sich auf gewisse Einstellungen der Geschichte einlassen kann, der könnte Spaß an dem Buch haben.

Rockt mein Herz mit 2 von 5 Punkten!


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