Montag, 13. November 2017

Rezension zu "54 Minuten - Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe" [Er liest]

Titel: 54 Minuten - Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe
Autorin: Marieke Nijkamp
Verlag: FJB
Erschienen am: 21.09.17
Seitenzahl: 336 Seiten, broschiert
Preis: 14,99 Euro
E-Book: 12,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:
FJB, Amazon


Es sollte ein ganz normaler Schultag  an der Opportunity High im Bundesstaat Alabama werden. Als nach der Begrüßungsrede zum neuen Halbjahr der Direktorin die Türen der Aula sich nicht öffnen lassen, wird in diesem Jahr alles anders, als es je zuvor gewesen ist.

Das Cover ist passend zu dem ernsten Thema vorwiegend schwarz gehalten und nur die bunte Kreide, welche durch einen Schuss aus einer Waffe bricht, bringt hier den farblichen Kontrast. 
Der Einstieg in die Geschichte ist sehr einfach.  Dem Leser wird aus vier Perspektiven der Aufenthalt in der Schule beschrieben. Dabei lernt man gleich die vier Hauptpersonen Claire, Autumn, Tomas und Sylv kennen. Die Perspektive ändert sich in einem stetigen Wechsel, so dass man gleich vier Mal Spannung hat. Dann gibt es allerdings auch noch Hauptperson Nummer fünf Ty, dem hier als Amokläufer die eigentliche Hauptrolle zu Teil wird. Er taucht in allen Perspektiven sowohl aktiv als auch passiv, in Form von Erinnerungen und Rückblicken, auf.
Der Schreibstil ist leicht und verständlich, sowie durch kurze Sätze gekennzeichnet. Das Buch liest sich so sehr schnell von der Hand.
Der Amoklauf an sich nimmt meiner Meinung nach keinen großen Teil der Story ein. Es sind viel mehr die Erinnerungen und Hintergründe der Charaktere, welche immer wieder durch die aktuelle Situation, dem Amoklauf, unterbrochen werden. Wenn man den Amoklauf an sich betrachtet, wird man einfach in die Geschichte reingeworfen und weiß gar nicht so richtig, wieso das alles hier geschieht. Die Hintergründe erfährt man erst im Verlauf des Buches. Das hat mir nicht so gut gefallen. Natürlich ist die Spannung immer präsent, aber  als unwissender Leser macht es dann nicht ganz so viel Spaß der Story zu folgen, da einem ständig die Frage nach dem „Warum?“ im Kopf herumschwirrt. Immerhin ändert sich dies im Laufe der Geschichte, da man immer mehr und mehr Informationen erhält.
Das Ende ist dann relativ unspektakulär und wird für meinen Geschmack dann doch zu schnell abgehandelt.
Für mich war es das erste Buch mit einer solchen ernsthaften Thematik und ich war dann doch sehr ergriffen, besonders vor dem Hintergrund , dass solche Taten bereits des öfteren Realität waren und nicht nur Worte auf Seiten gedruckt.
Kurze Lesezeit mit viel Stoff zum Nachdenken. Ein packendes Buch für alle mit einem dicken Fell ab 14 Jahren.

Rockt sein Herz mit 3 von 5 Punkten!


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