Freitag, 6. Oktober 2017

Rezension zu "ES"

Titel: ES
Autor: Stephen King, Übersetzung: Alexandra von Reinhardt und Joachim Körber
Verlag: Heyne
Erschienen am: diese Ausgabe am 14.08.2017, die erste bereits 1986
Seitenzahl: 1536 Seiten, Taschenbuch
Preis: 14,99 Euro
E-Book: 11,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
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Ab 28. September 2017 im Kino!

In Derry, Maine, schlummert das Böse in der Kanalisation: Alle 28 Jahre wacht es auf und muss fressen. Jetzt taucht »Es« wieder empor. Sieben Freunde entschließen sich, dem Grauen entgegenzutreten und ein Ende zu setzen.

Stephen Kings Meisterwerk über die Mysterien der Kindheit und den Horror des Erwachsenseins.
(Quelle: www.randomhouse.de)
Wenn man Stephen King hört, hört man immer, dass er ein Meister der Literatur ist und der König des Horrors. Schaut man genauer hin, merkt man jedoch auch: die einen lieben ihn, die anderen nicht.
Ich hatte bisher noch nie etwas von Stephen King gelesen und als es hiess, dass "ES" als Neuverfilmung in die Kinos kommt, wollte ich mich gern mal dran versuchen. Denn "ES" ist ein Klassiker und klingt wirklich spannend.
Die vielen Seiten des Buches schrecken zunächst tatsächlich ab, 1500 Seiten, das ist schon heftig.
Für mich muss ein Buch dann durchweg spannend sein und mich fesseln können, sonst werden so viele Seiten zur Qual.
Der Einstieg gelang mir zunächst gut, ich war sofort gefessel von den beiden Brüder Georgie und Bill, die Angst vor dem dunklen Keller war total nachvollziehbar für mich. Als Georgie dann das erste Mal auf "ES" trifft, war ich wirklich gefesselt. Stephen King schreibt sehr bildlich, man kann gar nicht anders, als alles in seinem Kopf entstehen zu lassen und Bilder vor den Augen zu haben.
Das ist einerseits toll und macht ihn wirklich zu einem Meister, aber andererseits schreibt er deswegen wirklich unglaublich ausführlich. Gar nicht unbedingt auf die Umgebung bezogen, sondern auf die Charaktere. Er schweift immer wieder ab, erzählt (für mich) teilweise unwichtiges Zeug. Seine Sätze fangen manchmal ganz normal an, dann schiebt er zig Nebensätze ein, und wenn der eigentliche Satz endet, wusste ich schon nicht mehr, worum es am Anfang eigentlich ging.
Er springt wild zwischen den Personen hin und her, jeder Hans hat einen Namen und ich verlor schnell den Überblick.
Zur eigentlichen Story zwischen den Freunden kam ich gar nicht erst, da ich das Buch leider abbrechen musste. Ich war hin- und hergerissen, musste mir aber eingestehen, dass sein Schreibstil zwar einerseits irgendwie toll ist, aber für mich stellenweise viel zu anstrengend, um Spaß daran zu haben. Ich fand es auch nicht so gruselig, wie erhofft, Stephen King legt viel mehr wert darauf, seine Charaktere der detailreich auszuarbeiten. Ich bleibe für mich lieber wieder bei Jugendbüchern, da ich das leichte lesen zum Abschalten einfach mehr genieße.
Für geduldige Leser, die auch kein Problem mit Abschweifungen haben, könnte dies das Richtige sein. Sehr bildhaft und stark ausgearbeitet, für mich jedoch zu anstrengend.

Rockt mein Herz mit 2 von 5 Punkten!


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