Sonntag, 20. August 2017

Rezension zu "Aquila" [Gast: Zeilenliebe]


Meine liebe Stamm-Gastrezensentin Jane von Zeilenliebe hat heute wieder eine Rezension für euch. Wie immer findet ihr diese auch auf ihrem Blog.


Titel: Aquila
Autorin: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe Verlag
Erschienen am: 14.08.17
Seitenzahl: 432 Seiten, broschiert
Preis: 16,96 Euro
E-Book: 12,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:
Loewe, Amazon


Allgemeines:
Aquila ist wie Ursula Poznanskis andere Jugendbücher im Loewe Verlag erschienen. Es ist eine Klappenbroschur mit „ledergenarbter Oberfläche und Goldprägung“, die haptisch fühlbar ist. Ähnlich wie wie Elanus hat es 432 Seiten. Seit August 2017 könnt ihr es bei Loewe erwerben.
Autorin Ursula Poznanski könnte dem ein oder anderen von euch bereits durch ihren genreübergreifenden Erfolg bekannt sein. Sie schreibt nicht nur Jugendbücher, sondern ist auch im Krimi- und Thrillerbereich unterwegs. Auf meinem Blog könnt ihr ebenfalls Rezensionen zu Elanus, Fremd, Schatten und Layers finden. Vielleicht bin ich ein Poznanski-Fan?
„Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.
Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …
Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?“ 
(Quelle: Loewe Verlag)

Kurz gesagt: Sie kann es einfach. Rezension beendet. So einfach geht das. Oder?
Nein. Als eingefleischter Poznanski-Fan und Verschlinger all ihrer Bücher geht das natürlich nicht. Ich muss in jeder Rezension, die ich für eines ihrer Werke verfasse, versuchen, ihr gerecht zu werden. Das ist gar nicht so einfach. Denn sie zeigt mir immer wieder, was für eine großartige und wortgewaltige Autorin sie doch ist. Aber nun zu Aquila, welches ich innerhalb weniger Stunden verschlungen habe.
Aquila ist ein Buch, das mit relativ wenigen handelnden Protagonisten auskommt. Dafür sind diese Protagonisten extrem gut ausgearbeitet. Zum einen hätten wir dort Nika. Nika verbringt als deutsche Studentin Zeit in Siena – eigentlich, um dort ihrem Studium nachzugehen. Doch plötzlich überschatten unvorhergesehene Ereignisse das friedliche Idyll der italienischen Stadt. Die Dinge nehmen ihren Lauf und Poznanski wird einmal mehr ihrem Ruf gerecht. Auch, wenn Aquila ein Jugendbuch ist, konnte ich an keiner Stelle der Handlung vorhersehen, wie sich alles auflösen wird. Poznanski gelingt es perfekt, die Atmosphäre, die Stimmung, die Gefühle und die Ängste, die Nika empfindet, einzufangen und zu transportieren. Ich habe mit Nika gelitten, hatte Angst um sie und wusste selbst nicht, was Nika getan hat – und was nicht. Ihre Hilflosigkeit darüber, nicht zu wissen, was real ist, und wie sie ihre Umgebung einschätzen soll, war während des Lesens zum Greifen nah und hat mich das ein oder andere Mal erschaudern lassen. Eine Achterbahn der Gefühle – Angst, Verdrängung und Erkenntnis.
Interessanterweise spricht Nika nicht fließend Italienisch, hat sogar Probleme, sich zu verständigen. Stefano scheint ein Charakter zu sein, der aufgrund dieser Tatsache perfekt an ihre Seite passt. Erfrischenderweise wurde sein Männlichsein jedoch nicht dazu genutzt, Nika in eine kopflose Liebesgeschichte zu stürzen, aber das hatte ich von Poznanski auch nicht erwartet. Stefano ist ein waschechter Italiener, der mir bereits nach wenigen Seiten sympathisch war, dem ich aber natürlich auch immer mal wieder misstraut habe. Aber wenn man das in Poznanskis Bücher nicht tut, dann kennt man diese Autorin schlecht.
Keine der Lösungen, die dem Leser in Aquila begegnen, erscheint unrealistisch, überzogen oder zu drastisch. Der Autorin gelingt es einfach, den Dingen, denen man selbst überhaupt keine Ordnung geben konnte, ein System der Logik zu verleihen. Immer, wenn ich gepuzzelt habe und anschließend etwas aufgelöst worden ist, fand ich es schlicht und ergreifend stimmig. Obwohl es stets überraschend war oder den ein oder anderen Plottwist beinhaltete, passte es einfach, schockierte und faszinierte.
Leider ist auch Aquila ein endliches Buch, das irgendwann einfach nicht mehr weiterging. Poznanski hat mich gut unterhalten und mit ganz viel Lust auf mehr zurückgelassen. Mehr von Nika, mehr aus dieser Welt. Nach mehr Fällen wie denen von Nika. Und nach viel mehr aus ihrer Feder. Also: Alles wie immer.

Rockt Zeilenliebes Herz mit 5 von 5 Punkten!

Samstag, 12. August 2017

Rezension zu "Fangirl"

Titel: Fangirl
Autorin: Rainbow Rowell, Übersetzung: Brigitte Jakobeit
Verlag: Hanser 
Erschienen am: 24.07.17
Seitenzahl: 480 Seiten, gebunden
Preis: 18,00 Euro
E-Book: 13,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
Dazu empfohlen: "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow"
Hier zu kaufen:
Hanser, Amazon

Cath und Wren sind Zwillinge und schon immer unzetrennlich gewesen. Beide teilen Sie ihre Leidenschaft für die Simon Snow Bücher und schreiben gemeinsam Fanfiction. Doch als es ans College geht will Wren plötzlich ein eigenes Zimmer. Jungs, Alkohol und Partys sind ihr wichtiger als Simon Snow. Cath hingegen zieht sich immer mehr zurück, auch wenn es dort am College Menschen gibt, die sich in ihr Herz schleichen wollen...
Ich habe von Rainbow Rowell bisher nur "Eleanor & Park" gelesen, war von diesem Buch aber so begeistert, dass ich mich wahnsinnig auf "Fangirl" freute, gerade auch weil die Story eine Protagonistin behandelt, die sich gern in Bücherwelten zurückzieht.
Schon gleich zu Beginn hat es das Buch geschafft mich völlig in sich aufzunehmen. Ich bin Einzelkind und muss gestehen, dass ich diese Bindungen zwischen Geschwistern nicht kenne und deswegen oft Probleme mit Geschichten habe, so es um Geschwister geht. Die Autorin schafft es jedoch so nah, so authentisch zu schreiben, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre Cath. Ich konnte absolut alles mitempfinden und mich in ihr Leben und ihre Gefühlswelt hinein versetzen.
Rainbow Rowell hat ein sehr außergewöhnliches Talent, dass sich nur schwer beschreiben lässt. Ihr Schreibstil ist einfach fantastisch. Jemand sagte mal, ihre Bücher wären ein eigenes Genre. Das stimmt irgendwie, ich kann ihre Bücher einfach mit nichts vergleichen. Sie schreibt so locker leicht, dass man sich im Buch verliert und erschafft so eigene Persönlichkeiten, dass man gar nicht glauben kann, dass diese nicht exisitieren mit all ihren Kanten und Ecken. Cath zieht sich gern zurück und sie wirkt für mich dabei gar nicht naiv oder albern, sondern ich konnte sie immer gut verstehen.
Im Laufe des Buches passiert eigentlich nicht so sehr viel. Es ist kein spannendes oder übertrieben dramatisches Buch. Und doch kann man es einfach nicht aus der Hand legen, es ist an keiner Stelle langatmig. Ich habe Cath dabei begleitet, wie sie in ihrer Leidenschaft aufgeht und diese nicht wie Wren aufgeben will, wie sie eigentlich nicht erwachsen werden möchte und einen Weg findet, trotzdem ihr Leben zu meistern. Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Charakteren sind so greifbar und echt, so dicht gewebt, dass sie zum Leben erweckt werden. In meinem Kopf entstanden trotz wenig detailierten Beschreibungen so bildhafte Szenen, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre dabei.
Die Geschichte ist leise, ruhig, manchmal witzig, manchmal etwas traurig und geht vorallem ans Herz. Es machte so viel Spaß mit Cath und ihren Freunden zusammen zu sein, sich wie sie zu fühlen, dass ich unfassbar traurig war, als das Buch endete.
Ein wundervolles Buch über Leidenschaften, Geschwisterliebe, Freundschaften, das Erwachsen werden und die erste Liebe. Es ist einfach fantastisch geschrieben - lest es!!

Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!



Freitag, 11. August 2017

Rezension zu "Subaru - My dirty Mistress Band 1"

Titel: Subaru - My dirty Mistress Band 1
Autor: Lynn Okamato & Mengo Yokoyari
Verlag: Tokyopop
Erschienen am: 21.07.17
Seitenzahl: 228 Seiten
Preis: 6,95 Euro
Achtung, erst ab 18 Jahren!
E-Book: nein
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von ?
Hier zu kaufen:
Tokyopop, Amazon


Akira kann den ganzen Tag nur noch an seine Kindheitsfreundin Subaru denken, doch diese zeigt ihm bloß die kalte Schulter. Aus ihren Fantasien kann sie ihn jedoch nicht streichen. Und so kommt es, dass beide sich eines Tages das Gleiche wünschen: Sie wollen sich in ihrer Freizeit näher sein! Das hat Folgen, denn plötzlich verbinden sich ihre Zimmer miteinander. Doch jeder Zauber hat seinen Preis, sodass Subaru nun jeden Tag für eine Stunde ihre Selbstkontrolle verliert und all ihr schmutziges Verlangen nicht mehr zügeln kann ...
(Quelle: www.tokyopop.de)
Ich mag ab und zu als Abwechslung zu dem unschuldigen Shojo auch mal eine erotisch angehauchten Manga lesen, bei dem es mehr knistert. So kam ich also auf diese Juli Neuerscheinung, die ab 18 Jahren ist.
Ich ahnte noch nicht, was mich erwarten sollte - aber dass dieser Manga ab 18 Jahren ist, ist wirklich gerechtfertigt. Das war ein Fehlgriff für mich!
Zu Beginn scheint alles noch ganz harmlos, Akira ist in seine Kindheitsfreundin Subar verliebt, die perfekt zu sein scheint und somit unerreichbar für ihn. Eines Tages wünscht er sich, sein Zimmer wäre direkt neben ihrem. Er ahnt nicht, dass Subaru sich dasselbe gewünscht hat und sie somit einen Zauber freigesetzt haben. Doch der Preis dafür ist hoch, Subaru verliert dafür jegliche Selbstkontrolle.
Soweit so gut, doch dann wird alles sehr übertrieben wie ich finde. Subaru verliert nicht nur ein bisschen Kontrolle, in echt wird sie zu einem sexsüchtigen Monster, dass es sich jederzeit und überall selbst macht. Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber glaubt mir, es ist wirklich übertrieben. Die Geschichte und Liebesbeziehung zwischen den Protagonisten leidet ungemein darunter und ich war froh, als der Manga zuende war. Der Manga schließt an sich rund ab, die Geschichte könnte so zuende gehen, jedoch war dies erst der Auftakt einer Reihe, die ich nicht weiter verfolgen möchte.
Da gibt es wirklich schönere Erotikmangas, bei denen die Geschichte auch nicht zu kurz kommt. Ich glaube dieser Manga spricht auch eher männliche Leser an.
Leider etwas zuviel des Guten, sehr übertrieben und für mich ein absoluter Fehlgriff! Der Zusatz "ab 18 Jahren" ist hier wirklich gerechtfertigt.

Rockt mein Herz mit 1 von 5 Punkten!


Donnerstag, 10. August 2017

Rezension zu "Beast Boyfriend Band 13" [Comic & Manga]

Titel: Beast Boyfriend Band 13
Autor: Saki Aikawa
Verlag: Egmont Manga
Erschienen am: 03.08.17
Seitenzahl: 192 Seiten
Preis: 7,00 Euro
E-Book: 5,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 13 von 13
Weitere Rezensionen: Band 8Band 9Band 10Band 11, Band 12
Hier zu kaufen:
Egmont, Amazon

Himari möchte Keita zurückgewinnen und endlich zu ihrer Liebe stehen. Sie möchte auch den Eltern endlich klar machen, dass die beiden zusammen gehören. Werden Himari und Keita zusammen sein können?

Ich war vom ersten Band an Fan dieser Reihe und war etwas traurig, als ich hörte, dass es mit Band 13 nun zuende gehen wird. Da Band 12 mich jedoch schon mit ein paar Wiederholungen nicht mehr ganz so mit sich ziehen konnte, akzeptierte ich, dass es bessere wäre mit Band 13 dann abzuschließen.
Der Einstieg gelang mir leicht, es wird nochmal kurz zusammengefasst, was bisher passiert ist und der letzte Band schließt nahtlos an das Ende vom vorigen Band an.
Himari nimmt die Sache endlich mal in die Hand und steht zu ihren Gefühlen, da habe ich auch wirklich lange drauf gewartet.
Sonderlich viel passiert dann eigentlich nicht mehr, der Schulausflug wird noch beendet und dann stehen Himari und Keita vor der Hürde mit ihren Eltern zu sprechen.
Für mich lief im Finale nun alles etwas zu reibungslos ab und es gab nicht mehr wirklich viel Spannung. Trotzdem sind mir die Charaktere im Laufe der Reihe ans Herz gewachsen und ich habe mich gefreut mitzuerleben, wie es nun im Finale für sie ausgeht.
Es ist alles in allem ein runder Abschluss, mit dem man die Reihe sehr gut beenden kann.
Ich mag die Zeichnungen und Geschichten der Autorin sehr und hoffe bald schon etwas Neues von ihr lesen zu können.
Ein runder Abschluss einer meiner absoluten Lieblingsreihen, die nun leider zuende geht, aber nun wirklich auch einfach zuende erzählt ist.

Rockt mein Herz mit 4 von 5 Punkten!


Rezension zu "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" [Gast: Zeilenliebe]

Meine liebe Stamm-Gastrezensentin Jane von Zeilenliebe hat heute wieder eine Rezension für euch. Wie immer findet ihr diese auch auf ihrem Blog.
Titel: Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow
Autorin: Rainbow Rowell, Übersetzung: Brigitte Jakobeit
Verlag: dtv Verlag
Erschienen am: 04.08.17
Seitenzahl: 528 Seiten, gebunden
Preis: 19,95 Euro
E-Book: 16,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
dazu zu empfehlen: Fangirl
Hier zu kaufen:

Allgemeines:

Am 04. August 2017 ist bei dtv ein magisches Hardcover erschienen: Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow. Ursprünglich hat Autorin Rainbow Rowell den Roman Fangirl geschrieben. In Fangirl geht es um ein Mädchen, das Fanfiction über ihren absoluten Lieblingshelden Simon Snow schreibt. Immer wieder werden Abschnitte aus Simon Snows Abenteuern gezeigt. Der Protagonist dieser eigentlich gar nicht existierenden Geschichte hat die Autorin nicht losgelassen. Und aus diesem Grund ist seine Geschichte – Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow – entstanden.
Mir gefällt das Cover des Buches leider überhaupt nicht. Aber unter dem Cover verbirgt sich ein wahrhaft magisch gestaltetes Buch!

„Simon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ist ja Watford da, das Zaubererinternat. Für Simons Zimmergenossen Baz – Vampir aus angesehener Familie und Simon in freundlichem Hass zugetan – ist er, der Auserwählte, eine wahre Fehlbesetzung. Am liebsten würde Baz den Magie sprühenden Simon mit seinen spitzen Zähnen ein für alle Mal erledigen. Doch dazu kommt es nicht, vorerst zumindest. Denn die verfeindeten Jungs tun sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer blitzgescheiten Schulkameradin Penelope den Mord an Baz‘ Mutter aufzuklären. Für Simon beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Und die Welt der Zauberer steht fortan nicht nur in Liebesdingen kopf.“ 
(Quelle: dtv)
Ein Zauberschloss, in dem die Handlung spielt. Ein männlicher Protagonist, der der Auserwählte genannt wird. Freunde, die ihn unterstützen. Mindestens eine davon weiblich. Die weibliche Person ist sehr schlau. Ein Gegner, der alles verkörpert, wofür der Protagonist nicht steht. Ein Schulleiter, der als Mentor dient, und ein Vorbild für den Protagonisten ist. Eine Welt voller Magie, die neben der Welt der Normalen existiert. Moment, heißen die nicht Muggel? Und heißt Harrys Freundin nicht Hermine? Ach ja der Schulleiter, der heißt Dumbledore. Auch Hagrid fehlt nicht, nur hütet der jetzt als Frau Ziegen. Und das Schloss, das heißt Hogwarts. Ach nein, ich rezensiere gerade gar nicht Harry Potter. Entschuldigung, da habe ich mich vertan. Denn ich rezensiere das unglaubliche Abenteuer von Simon Snow und seinen Freunden. Und dieses Abenteuer ist eigentlich gar nicht wie Harry Potter.
Es gibt viele Parallelen zu Rowlings großartiger Geschichte und zu Beginn der Lektüre war ich tatsächlich frustriert. Ich dachte, die Autorin hätte einfach nur einen Abklatsch von Harry Potter geschrieben. Aber das hat sie nicht. Sie hat eine Geschichte mit unglaublich authentischen Charakteren entwickelt, die in einer Welt spielt, die Harry Potters Welt ähnelt, aber sich nur an deren Grundpfeilern bedient. Die Begebenheiten in Rowells Welt sind grundsätzlich anders, die Stützpfeiler stammen jedoch von Rowling.
Simon Snow, Penelope, Agatha und Baz sind Protagonisten, die mir so bisher selten begegnet sind. Alle stehen von Zeit zu Zeit im Mittelpunkt der Geschichte, wobei natürlich Simon Snow der wirkliche Protagonist ist. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Manchmal sind die Perspektivwechsel sehr schnell, das führt dazu, dass man als Leser das Gefühl hat, beinahe beim Geschehen dabei zu sein. Mir hat das gut gefallen. Dabei verkörpern die Protagonisten unterschiedlichste Typen. Baz ist nicht einfach nur Draco Malfoy. Baz ist schlau, gefährlich und böse – oder? Agatha ist nicht Ginny und Penny ist nicht Hermine.
Nach und nach bin ich in diese Geschichte so gut hineingekommen, dass ich Angst hatte, dass sie zu Ende gehen würde. Simon Snow ist als Einzelband angelegt. Aufgrund dieser Tatsache wusste ich, dass ich vermutlich nicht mehr in seine Welt zurückkehren würde und das hat mich beinah traurig gemacht. Denn der Autorin ist es gelungen, eine Geschichte zu schreiben, die unterhält. Und diese Geschichte unterhält nicht nur, nein. Sie erzählt von Freundschaft, von Mut, von Werten, von Dingen, für die man einstehen sollte und von Dingen, von denen man sich abwenden sollte. Es ist eine moderne Geschichte, die mit vielen humoristischen Elementen den Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow erzählt.
Ich habe die Geschichte von Simon Snow und seinen Freunden sehr gerne gelesen und würde sie auch jedem empfehlen. Mein einziger Wermutstropfen, ist, dass Rowell sich bei Rowling bedient hat, um die Grundstory ihrer Welt zu kreieren. Mit Sicherheit hätte Rowell als die großartige Autorin, die sie ist, auch eine eigene Welt voller Magie erschaffen können.

Rockt Zeilenliebes Herz mit 4 von 5 Punkten!

Mittwoch, 9. August 2017

Rezension zu "12 Jahre" Band 1 [Comic & Manga]

Titel: 12 Jahre Band 1
Autorin: Nao Maita
Verlag: Carlsen Manga
Erschienen am: 01.08.17
Seitenzahl: 192 Seiten
Preis: 5,99 Euro
E-Book: nein
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von ?
Hier zu kaufen:
Carlsen


Hanabi ist 12 Jahre alt und entdeckt gerade das Thema Jungs für sich. Takao ist ja gar nicht so blöd wie die anderen , wie wäre es wohl ihn zu küssen? Ihre beste Freundin Yui ist manchmal etwas vorlaut, doch trotzdem mag Hanabi sie sehr. Doch warum streitet Yui sich eigentlich immer mit Hiyama?
Als ich die Vorschau zu diesem Manga gesehen habe, haben mich die Zeichnungen gleich überzeugt, sie wirken so süß und rund. Etwas skeptisch war ich dennoch, ob eine Geschichte über eine 12-jährige mich vielleicht mittlerweile doch nicht mehr ganz ansprechen kann.
Der Einstieg gelang mir ganz leicht, wir lernen am Anfang erstmal Hanabi kennen. Schnell merkte ich, dass die Protagonisten in diesem Manga wirklich unreifer sind, als bei typischen Shojos. Sie sind alberner und unbeholfener. Wenn man sich aber darauf einlässt, stört das nicht. Es geht auch in dieser Altersgruppe um Liebe und Freundschaft, genau wie in anderen Shojo Mangas. Das die Figuren noch jünger sind, macht die Geschichte nur noch niedlicher, wie ich finde.
Jeder von uns war mal 12 Jahre alt und weiß, wie es ist mit der besten Freundin zu streiten oder sich zum ersten Mal zu verlieben.
Mir gefällt auch gut, dass nicht nur Hanabi im Laufe des Mangas eine bedeutende Rolle spielt. Auch Yui wird in den Mittelpunkt gestellt und allgemein ihre Freundschaft.
Es geht darum langsam zu einem Teenager zu werden und Gefühle zu entdecken. Ich mag die kindlichen Gesichter bei den Zeichnungen sehr und trotzdem werden die Gefühle authentisch und berührend rüber gebracht.
Der Manga bietet gelungene Abwechslung mit immer neuen Situationen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
Ein wirklich sehr süßer Shojo Manga - nicht nur für junge Teenies, sondern auch für alle, die wissen, wie es ist mal 12 Jahre alt gewesen zu sein!

Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!

Dienstag, 8. August 2017

Rezension zu "One Week Friends Band 3" [Comic & Manga]


Titel: One Week Friends Band 3
Autor: Matcha Hazuki
Verlag: Carlsen Manga
Erschienen am: 01.08.17
Seitenzahl: 146 Seiten
Preis: 6,99 Euro
E-Book: nein
Teil einer Reihe: ja, Band 3 von ?
Band 4 erscheint am 31.10.17
Weitere Rezensionen: Band 1, Band 2
Hier zu kaufen:
Carlsen

Kaori scheint sich langsam immer mehr zu erinnern und braucht immer weniger ihr Tagebuch. Sie und Yuki scheinen sich langsam näher zu kommen, entwickeln die beiden Gefühle füreinander? Doch wer ist der neue Schulkamerad der nach den Sommerferien auftaucht und was ist plötzlich mit Kaori los?
Ich mochte die ersten beiden Bände dieser Mangareihe, da sie anders waren von der Geschichte und auch vom Zeichenstil. Bisher ist jedoch im Verlauf der Reihe nichts besonders viel passiert - das ändert sich jetzt in diesem dritten Band.
Zum Einstieg gibt es leider keine Vorstellung der Charaktere und auch keine Zusammenfassung der bisherigen Geschichte, was ich etwas schade finde. Es ist immer hilfreich, wenn man viele Mangas liest und 2-3 Monate auf den neuen Band warten muss, dass man dann nochmal eine Zusammenfassung lesen kann.
Im Laufe des dritten Bandes merkt man langsam, dass Kaori und Yuki Gefühle entwickeln. Mir gefällt es, dass alles sehr langsam geht und auch die Beziehungen zu den Nebenfiguren weiterhin eine Rolle spielen. Es geht viel um Freundschaft und in diesem Band brechen nun auch die Sommerferien an, sodass das Setting mal von der Schule zu anderen Orten wechselt. Das bringt gelungene Abwechslung ein, die Band 1 und Band 2 bisher nicht unbedingt hatten.
Weiterhin gibt es Passagen, wo die Geschichte mit untereinander gesetzten Bildern erzählt wird, statt im normalen Mangastil. Das finde ich immer wieder verwirrend und total unpassend. Trotzdem habe ich mich jetzt beim dritten Band dran gewöhnt.
Das Ende ist wirklich gemein, es bringt Spannung ein und endet mit einem fiesen Cliffhanger, sodass ich den nächsten Band kaum erwarten kann.
Die Zeichnungen finde ich einfach toll, die Charaktere sind so süß gezeichnet, sie wirken irgendwie immer etwas verschlafen und schüchtern.
Der dritte Band bringt endlich etwas Schwung in die Geschichte und ich kann kaum erwarten, wie es weitergehen wird!

Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!


Montag, 7. August 2017

Rezension zu "Sakura - Die Vollkommenen" [Gast: Zeilenliebe]

Meine liebe Stamm-Gastrezensentin Jane von Zeilenliebe hat heute wieder eine Rezension für euch. Wie immer findet ihr diese auch auf ihrem Blog.

Titel: Sakura - Die Vollkommenen
Autorin: Kim Kestner
Verlag: Arena Verlag
Erschienen am: 06.06.17
Seitenzahl: 408 Seiten, gebunden
Preis: 16,99 Euro
E-Book: 13,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:


Allgemeines:
Sakura – Die Vollkommenen ist im Juni 2017 im Arena Verlag erschienen. Der Arena Verlag veröffentlicht vorwiegend Kinder- und Jugendbücher. Für mich steht der Arena Verlag normalerweise eher für jüngere Bücher. Sakura hat 408 Seiten, ist gebunden und wird vom Verlag ab 14 Jahren empfohlen. Autorin Kim Kestner war mir bisher nicht bekannt. Kennt ihr bereits Bücher der Autorin?
„Es ist die einzige Chance, die sie je haben wird: Als der Kaiser zur „Blüte“ aufruft, weiß Juri, was sie zu tun hat. Aber das Auswahlverfahren, bei dem am Ende nur die Vollkommenen einen Platz an der Oberfläche erhalten, ist hart und unbarmherzig – und Juri nicht makellos genug, um daran teilzunehmen. Trotzdem kann sie nichts davon abhalten. Die dunkle Höhle, in der sie ihr ganzes Leben verbringen musste, will sie um jeden Preis verlassen. Verkleidet als Junge, schmuggelt sie sich unter die Probanden. Doch ausgerechnet der Sohn des Kaisers wird auf sie aufmerksam. Hat er Juris Tarnung durchschaut? Oder spielt auch der Prinz ein doppeltes Spiel?“ 
(Quelle: Arena Verlag)
Bevor ich mit der Lektüre begonnen habe, habe ich bereits viel über Sakura gehört. Es wurde medial wirklich präsent gemacht und man konnte eigentlich gar nicht umhin, Werbungen für dieses Buch zu entdecken und anzuschauen. Da es sich um einen Einzelband handelt, war ich bereits darauf eingestellt, ein in sich vollendetes Buch zu lesen. Und das ist bei Sakura auch der Fall. Für mich ist das eine angenehme Abwechslung, denn ich lese sehr gerne Reihen und Trilogie, aber ich finde es auch erfrischend, wenn ein Buch in sich abgeschlossen ist.
Eine Rezension zu Sakura fällt mir ein wenig schwer. Für mich ist Sakura eigentlich kein Buch, das ich gerne weiterempfehlen möchte. Da muss ich leider ehrlich sein, denn in Sakura fehlt es mir an vielen Dingen, die dieses Buch einzigartig, gut und besonders gemacht hätten. Ich habe einige Kritikpunkte, die ich euch gerne in dieser Rezension vorstellen möchte, damit ihr meine Meinung nachvollziehen könnt.
Zum einen ist die in Sakura verwendete Sprache für mich ein großer Punkt, der mich unbefriedigt zurückgelassen hat. Nach dieser Lektüre kann ich auf jeden Fall das Wort „Kindermacher“ nicht mehr hören. Kestner greift zu Wörtern, die repräsentieren sollen, aus welchen Schichten ihre Protagonisten kommen. Das heißt, dass Protagonistin Juri häufig eine sehr einfache Wortwahl an den Tag legt. Doch diese Wortwahl ist immer wieder gespickt mit beinahe vulgär anmutenden Ausdrücken. Auch, wenn es sich um ein Jugendbuch handelt, bin ich dafür, dass, wenn es um das Zeugen von Kindern und um Geschlechtsteile geht, dann auch davon gesprochen werden sollte. Ausdrücke wie „Kindermacher“ oder „Elfter Finger“ wirken für mich eher kindisch, gewollt und zu primitiv. Des Weiteren werden diese Begriffe einem Buch, das mit der japanischen Geschichte und Kultur spielt, auch nicht gerecht. Zum anderen wird völlig konträr dazu sprachlich und inhaltlich eine Brutalität ohnegleichen ausgedrückt, die gar nicht zu der Tatsache passt, das Sex nicht namentlich erwähnt wird. Das geht sogar so weit, dass ich dieses Buch als Verfilmung nicht anschauen könnte. Und das, obwohl es ein Jugendbuch ist, und ich 25 Jahre alt bin. Manchmal ist es wichtig, als Autor auch brutal zu sein, aber manchmal ist Brutalität in ihrem gewählten Ausmaß unnötig. In Sakura fließt zu viel Blut, es existiert zu viel Brutalität und es geschieht zu viel Leid. An mindestens zwei Stellen des Buches habe ich mich dadurch so geekelt, dass ich das Buch zur Seite legen musste. Das sollte in einem Jugendbuch meiner Meinung nach nicht so sein und ab 14 Jahren würde ich es daher nicht empfehlen.
Auf inhaltlicher Ebene lesen wir mit Sakura keine neue Geschichte. Es hat mich sehr an Silo, Die Tribute von Panem oder an dessen Vorlage Battle Royale erinnert. Das Grundgerüst der Geschichte wirkte auf mich natürlich zunächst sehr interessant, aber es ist leider auch vorhersehbar. Eine typische Dystopie, die nicht anders ausgehen könnte, als sie ausgehen wird. Prüfungen, Rituale und Arenen sind Dinge, von denen wir wahrscheinlich alle schon viel gelesen haben. Schön wäre es gewesen, wenn Kim Kestner eigene und neue Elemente hinzugefügt hätte, um der Geschichte mehr Tiefgang zu verleihen. Viele Details bleiben ungeklärt und an diesen Stellen hätte die Autorin wunderbar ausbauen können. Ihre Ideen sind da, bleiben aber leider oft unausgereift und mit wenig Erklärung für den Leser. Ich hatte mir vor der Lektüre einfach etwas mehr von Sakura erhofft – ich denke, das könnt ihr verstehen.
Was mir gut gefallen hat, ist die Protagonistin Juri. Sie ist nicht perfekt, sie ist nicht mal eine Schönheit. Das liest man selten in Jugendbüchern. Zudem ist Juri auch keine einfache Persönlichkeit und muss als Junge um ihr Überleben kämpfen. Weil Juri in dieser Geschichte dabei ist, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und habe trotz meiner Vorbehalte immer weiter gelesen. Sie war das gewisse Etwas, das ich an diesem Buch wunderbar fand.
Sakura – Die Vollkommenen ist eine Geschichte, die man lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss. Kim Kestner liefert leider keine neuen Elemente innerhalb des Dschungels der Dystopien. Als erfahrene Leserin kennt man vieles leider schon und kann schnell vorhersehen wie dieses brutale Jugendbuch ausgehen wird. Einzig Protagonistin Juri ist etwas wirklich Besonderes.

Rockt Zeilenliebes Herz mit 2 von 5 Punkten!

Rezension zu "Sparkly Lion Boy Band 1"

Titel: Sparkly Lion Boy Band 1
Autor: Yoko Maki
Verlag: Tokyopop
Erschienen am: 20.07.17
Seitenzahl: 192 Seiten
Preis: 6,95 Euro
E-Book: 3,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von ?
Hier zu kaufen:
Tokyopop, Amazon


Miwa liebt den Manga "Twinkle Heart" und vorallem den Helden Sei-sama. Sie kann von nichts anderem mehr reden - doch dann begegnet sie Kiriatsu, der Sei-sama irgendwie echt ähnlich sieht. Ihre Freundin Nika versucht sie zwar vor aufdringlichen Jungs zu beschützen, aber Miwa und Kiriatsu kommen sich immer wieder nah...
Das Cover hat mich direkt angesprochen, da es einfach schon nach typischem Shojo aussieht und der Zeichenstil wirklich niedlich ist. Auch der Inhalt klang vielversprechend und die Autorin hat ja bereits mit ihrer reihe "Romantica Clock" Erfolg gehabt.
Der Einstieg gelang mir relativ leicht, wir werden gleich in die Geschichte geworfen und lernen die Protagonistin Miwa kennen, die einen etwas naiven und schüchternen Eindruck macht. Sie lebt in ihrer eigenen Welt und steht auf einen Mangacharakter. Ihre Freundin Nika hingegen ist die stärkere und versucht Miwa immer zu beschützen.
Es dauert nicht lange da lernen wir auch den männlichen Part kennen, Kiriatsu, der natürlich perfekt ist und dazu noch wie Miwas liebster Mangacharakter aussieht.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich für meinen Geschmack viel zu schnell und auch alles andere läuft viel zu perfekt ab. Die Geschichte könnte quasi hier schon zuende sein, deswegen frage ich mich nun, was noch kommen mag.
Es ist typischer Shojo, der im ersten Band mit viel Kitsch und Niedlichkeit überzeugt, aber bei dem mir noch das gewisse Etwas fehlt.
Ich bin gespannt, was für Ideen die Autorin im Laufe der Geschichte noch einbringt und ob sie mich vielleicht noch überraschen kann.
Typischer Shojoauftakt, der zwar sehr süß aber auch noch steigerungsfähig ist! Ich bin gespannt, wie es sich entwickeln wird!

Rockt mein Herz mit 4 von 5 Punkten!