Montag, 12. Juni 2017

Rezension zu Film und Buch - "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie"

Titel: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
Autorin: Lauren Oliver, Übersetzung: Katharina Diestelmeier
Verlag: Carlsen
Erschienen am: 23.08.2010
Seitenzahl: 448 Seiten, Taschenbuch
Preis: 8,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
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Titel: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
Regisseur: Ry Russo-Young
Schauspieler: u.a. Zoey Deutch, Halston Sage, Elena Kampouris
Genre: Drama
Laufzeit: 1 Stunde 38 Minuten
Kinostart Deutschland: 01.06.17


Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte ...

Klug, vielschichtig und von herzzerreißender Schönheit - das grandiose Debüt von Bestseller-Autorin Lauren Oliver!
(Quelle: www.carlsen.de)
Von diesem Buch von Lauren Oliver hatte ich damals kurz nach dem Erscheinen einiges Gutes gehört. Es stand jetzt ein paar Jahre im Regal rum, so wie viele andere Bücher, zu denen ich nicht komme. Da nun aber der Kinofilm anlief, hab ich mir das Buch geschnappt und einfach eingeschoben.
Der Einstieg war recht einfach, der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Man merkt schnell, dass es sich hier um das typische Teenie-Highschool-Drama handelt und auch was der Knackpunkt des Ganzen ist, wird schnell bewusst.
Ich fand das Thema an sich allerdings spannend, Sam hat mit ihren Freundinnen nach einer Party einen Unfall und wacht jedes mal danach wieder am selben Morgen auf. Die Idee ist nicht besonders neu, aber trotzdem möchte man als Leser wissen, wo das Ganze hinführt. Das ein bestimmtes Außenseitermädchen eine große Rolle bei dem Ganzen spielt, wurde mir sehr schnell klar.
Leider zog sich das Buch irgendwann ziemlich, da die Wiederholungen des Tages ein wenig zu nerven beginnen. Auch wenn Sam einiges ändert, so kommt nicht so richtig Spannung auf.
Nun zum Film. Ich finde die Rollen sind optimal besetzt, die Story wurde ein bisschen aufgehübscht und an die heutige Zeit angepasst, wo natürlich die sozialen Medien und der Kontakt über Smartphones eine wichtige Rolle spielt.
Ich finde, dass das Buch gut umgesetzt wurde, und auch die langatmigen Stellen wurden hier einfach gekürzt. Was mir etwas seltsam vorkam, war der Wandel von Sam, ich konnte den Auslöser nicht finden und es geschah mir etwas zu aprupt. Im ganzen Film fehlten mir vorallem die Emotionen, alles wirkte distanziert und kühl auf mich.
Die Botschaft die Film und Buch übermitteln ist sehr eindeutig - wo kann Mobbing hinführen. Trotzdem hätte das Thema viel tiefer behandelt werden können und dümpelt eher so auf der Oberfläche vor sich hin.
Das Ende ist ziemlich dramatisch - aber auch hier sehr gefühllos, wie ich finde.
Alles in allem kann ich sagen: Kann man sich gut mal anschauen, hat mich aber nicht umgehauen. Das Thema ja - die Umsetzung naja.
Eher oberflächliches Drama, dass die Gefühle nicht richtig zeigen kann. Trotzdem ein nettes Highschool Buch mit gut umgesetztem Film, den man gern mal zwischendurch schauen kann.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!



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