Dienstag, 11. April 2017

Rezension zu "Ich gebe dir die Sonne" [Gast: Zeilenliebe]

Meine liebe Stamm-Gastrezensentin Jane von Zeilenliebe hat heute wieder eine Rezension für euch. Wie immer findet ihr diese auch auf ihrem Blog.


Titel: Ich gebe dir die Sonne
Autorin: Jandy Nelson, Übersetzung: Catrin Frischer
Verlag: cbt
Erschienen am: 21.11.16
Seitenzahl: 480 Seiten, gebunden
Preis: 17,99 Euro
E-Book: 13,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:
cbt, Amazon


Allgemein:
Ich gebe dir die Sonne ist im November 2016 bei cbt erschienen. Das Jugendbuch wird ab 14 Jahren empfohlen und hat 480 Seiten. Autorin Jandy Nelson ist dem ein oder anderen eventuell bereits durch ihr Debüt Über mir der Himmel ein Begriff.
Normalerweise hätte ich das Buch nur durch das Cover oder die inhaltliche Beschreibung nicht gleich in die Hand genommen. Aber ich wurde durch die vielen positiven Rückmeldungen aus meinem Bekanntenkreis überzeugt.

“Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler …”
(Quelle: Verlagsgruppe Random House)
Wie bereits erwähnt, war ich anfangs nicht so überzeugt von diesem Jugendbuch. Nach der Lektüre muss ich euch jedoch raten, Ich gebe dir die Sonne unbedingt zu lesen. Es vereint so viele Elemente in sich, dass ich einfach beeindruckt bin und auch nach dem Lesen noch viel über das Buch nachgedacht habe. Das passiert mir selten bei einem “normalen” Jugendbuch, das nicht aus dem Fantasygenre stammt. Generell lese ich auch nur selten Bücher aus diesem Genre.
Doch was macht dieses Buch so besonders?
Die Antwort darauf ist nicht leicht. So viele kleine Dinge machen dieses Buch besonders, dass es mir schwer fällt, sie in Worte zu fassen. Zum einen gelingt es der Autorin vortrefflich, die beiden Protagonisten detailliert zu beschreiben. Ich kann mir bildhaft sowohl die weibliche Protagonistin, als auch den männlichen Protagonisten vorstellen. Beide wirken auf mich sympathisch und ich kann mich mit ihnen identifizieren. Obwohl sie durchaus auch beide etwas verrückt und außergewöhnlich sind. Aber gerade das macht sie mir so sympathisch. Sie wirken wie du und ich, sie könnten quasi unsere Nachbarn sein. Und das macht sie authentisch. Beide haben eine ganz eigene Sprache. Es wird sofort deutlich, wer die Geschichte gerade erzählt oder aus welcher Perspektive man die Erlebnisse gerade betrachtet.
Auch die gewählte Thematik passt einfach. Jeder von uns könnte die Erlebnisse und Probleme, die den beiden Teenager entgegentreten, haben oder erleben. Ich habe bisher fast noch nie in einem Jugendbuch gelesen, dass thematisiert wurde, wie es ist homosexuell zu sein oder zu werden. Ich finde es mutig und vor allem sehr wichtig, dass dieses Thema aufgegriffen worden ist. Und das Thema wird zum einen sensibel, aber auch zum anderen mit viel Humor betrachtet. Es wird nicht wie in einem Lehrbuch als Beispiel vorgestellt sondern wirkt einfach mitten aus dem Leben herausgegriffen. Da die beiden Protagonisten Zwillinge sind, empfand ich auch die Zwillingsthematik als spannend. Über vieles macht man sich als nicht-Zwilling einfach nicht so viele Gedanken.
Diesem Buch gelingt es, dich zum Weinen zu bringen, ein Lachen in dein Gesicht zu zaubern und dich zum Nachdenken anzuregen. Wenn du das alles möchtest, solltest du Ich gebe dir die Sonne lesen.

Rockt Zeilenliebes Herz mit 5 von 5 Punkten!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen