Donnerstag, 27. April 2017

Rezension zu "Nova und Avon - Mein böser, böser Zwilling" [Gast: Alex]

Titel: Nova und Avon - Mein böser, böser Zwilling
Autorin: Tanja Voosen, Illustratorin: Petra Hämmerleinova
Verlag: Carlsen
Erschienen am: 03.03.17
Seitenzahl: 304 Seiten. gebunden
Preis: 11,99 Euro
E-Book: 7,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von ?
Hier zu kaufen:
Carlsen


Die dreizehnjährige Nova hält gar nichts von Magie und anderem übernatürlichem Zeug. Auch, wenn ihre Eltern sich nur zu gern damit beschäftigen und auch Nova mit ihrer Begeisterung infizieren wollen, glaubt sie nicht an Hexen, Flüche oder Zauberei. Doch dann wird sie auf eine Jahrmarkt von einer Wahrsagerin verflucht und plötzlich weiß sie nicht mehr, was sie glauben soll und was nicht. Denn als ob ihr Schulalltag durch Viola Alcott nicht schon schwer genug wäre, macht ihn der Fluch noch unerträglicher. Am laufenden Band passieren ihr Missgeschicke und dann zu allem Übel taucht auch noch Avon auf – ihre böse Doppelgängerin, die sie um alles in der Welt zu ersetzen versucht. Wer kann ihr jetzt noch helfen? Wird sie ihren Zwilling besiegen können oder für alle Zeiten verschwinden?
Nova und Avon kann alleine schon durch sein toll gestaltetes Cover punkten, doch auch der Inhalt trumpft mit viel Witz und Sprachgewandtheit auf. 
Der Schreibstil ist flüssig und durch das gewisse Quäntchen an Humor gut zu lesen. Es macht Spaß durch die Geschichte geführt zu werden und man möchte das Buch man liebsten gar nicht aus der Hand legen. 
Alles beginnt ganz langsam und der Leser wird gut in die Welt rund um Nova eingeführt. Ihre Eltern scheinen ihr das Leben schwer machen zu wollen und führen sich extrapeinlich auf – zumindest findet Nova das. Ich konnte mich gut mit der Protagonistin identifizieren, habe mich in vielen Situationen wiedergefunden und mit ihr mitgefiebert bis zu letzten Sekunde. Nova ist toll dargestellt und wirkt für mich mehr als nur authentisch.  Auch die Nebencharaktere sind gut gezeichnet und ich konnte mir jeden einzelnen wirklich gut darstellen. Vor allem Fee mochte ich sofort. Sie war mir super symphytisch und ist es bis zum Schluss hin geblieben. Genau so wie Fitz. Beide sind für mich so etwas wie die Kirsche auf der Sahne, haben die Geschichte abgerundet und alles glaubhafter, echter erscheinen lassen.
Die Themen, die behandelt werden finde ich sehr spannend. Von Freundschaft, über Magie und Flüche bis hin zur Familie, von allem ist etwas dabei. 
Im Verlauf der Geschichte, kommt Avon ins Spiel. Sie ist Novas böses Gegenstück und will ihr Leben übernehmen, die bessere von beiden sein. Doch das will Nova nicht zulassen und so versucht sie mit Fee zusammen gegen ihren bösen Zwilling anzukämpfen. Ich fand die „Gegenzauber“ ehrlich gesagt etwas ins lächerliche gezogen und hatte das Gefühl, dass sie irgendwie nicht wirklich ernstgemeint waren und das fand ich etwas schade. 
Generell war gegen Ende für mich zu wenig erklärt, wieso was jetzt genau funktioniert und wieso das andere eben nicht. Natürlich ist es ein Buch für jüngeres Publikum, doch ich bin mir sicher, dass hier noch Spielraum nach oben ist.
Alles in allem, trotz kleinen Abstrichen, eine tolle Geschichte, die ich gerne weiterempfehle. Ich freue mich auf Band zwei und bin gespannt, in welches Abenteuer Nova und Fee sich das nächste Mal stürzen.

Rockt Alex' Herz mit 4 von 5 Punkten!


Mittwoch, 26. April 2017

Rezension zu "Hygge - Das große Glück liegt in den kleinen Dingen" [Gast: Gedankenvielfalt]

Heute hat die liebe Stefanie von Gedankenvielfalt eine Rezension für euch. Diese findet ihr auch auf ihrem Blog!
Titel: Hygge - Das große Glück liegt in den kleinen Dingen
Autor: Marie Tourell Søderberg
Verlag: mvg Verlag
Erschienen am: 20.03.17
Seitenzahl: 224 Seiten, Taschenbuch
Preis: 14,99 Euro
E-Book: 11,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:
mvg, Amazon


HYGGE, das ist die dänische Formel zum Glück. Das Wort hat viele Bedeutungen: Gemütlichkeit, Wärme, Geselligkeit, Zufriedenheit. Doch was genau macht dieses Glück aus? Und funktioniert das Geheimrezept der Dänen auch bei uns? Ja, denn egal wann und wo, Hygge gibt uns das Gefühl, angekommen zu sein.
Während andere Bücher von diesem Phänomen nur erzählen, zeigt die gebürtige Dänin Marie Tourell Søderberg, wie auch Sie Hygge zu einem wundervollen Bestandteil Ihres Lebens machen können. Dafür hat die dänische Schauspielerin die besten Tipps ihrer Landsleute gesammelt und die Momente eingefangen, die Hygge ausmachen: im Winter in Decken gehüllt vor dem Kamin zu liegen, im Frühling den ersten Kaffee in der Sonne zu genießen und dabei die Kirschbäume blühen zu sehen, in lauwarmen Sommernächten am Lagerfeuer zusammenzusitzen und im Herbst lange Spaziergänge durch rot-braun-orange Wälder zu unternehmen.
Dieser Wohlfühl-Ratgeber ist eine Einladung, den Zauber im Alltag zu entdecken und die Augenblicke zu genießen, die man für Geld nicht kaufen kann.
Das Cover und das Thema haben mich direkt angesprochen, denn wer sucht nicht immer das "große" Glück? Genau, denn hier geht es um das kleine Glück, denn wie der Titel verrät: Das große Glück liegt in den kleinen Dingen. Man sollte nicht immer auf das ganz große Glück warten und dafür die kleineren Dinge vernachlässigen die unser Leben erst lebenswert machen.
Am Anfang wird uns der Begriff "Hygge" verdeutlicht und sehr schön erklärt. Das Wort Hygge hat viele Bedeutungen: Gemütlichkeit, Wärme, Geselligkeit, Zufriedenheit etc., selbst wie man es richtig ausspricht wird hier erklärt.
In dem Buch findet man viele kleine Berichte/Artikel und auch kleinere Zitate von anderen Dänen, die uns ihren speziellen "Hygge" verdeutlichen und was dieses Gefühl auslösen lässt.
Man wird an dieses Thema ganz langsam herangeführt und bekommt einen Einblick woher "Hygge" überhaupt stammt, was Hygge wirklich ausmacht und wie man Hygge unterstützt oder gar beeinflussen kann, denn dabei spielt sowohl die Wohnungseinrichtung, aber auch dessen Gestaltung eine große Rolle.
Wenn man diesen Ratgeber aufmerksam liest, erhält man wertvolle Tipps um diese Formel vom Hygge gekonnt einzusetzen. Viele Faktoren spielen eine Rolle u.a.: Das Beisammensein mit der Familie oder die "richtige" Ernährung. Es gibt unterschiedliche Typen von Menschen und jeder muss erstmal herausfinden, welche Formel und Faktoren bei einem das Gefühl von "Hygge" heraufbeschwört.
Der Ratgeber selbst ist schön gestaltet, man findet sehr viele Fotos darin und auch die Schrift ist sehr angenehm.
Ich finde, das Buch ist schon ein wahrer Wohlfühl-Ratgeber, allerdings war es mir teilweise doch ab und an zu ausschweifend und zu monoton, an manchen Stellen wäre eine Auflockerung schön gewesen, damit man sich wirklich hundertprozentig auf das Thema einlassen kann. Deshalb ziehe ich einen Punkt ab, denn etwas Pepp wäre wünschenswert gewesen.
Wenn man sich wirklich darauf einlassen kann, dann denke ich, wird einem dieser Ratgeber sehr helfen das persönliche Glück in kleinen Dingen des Lebens zu finden und das Leben lebenswerter zu finden.

Rockt Gedankenvielfalts Herz mit 4 von 5 Punkten!

Rezension zu "Water & Air" [Gast: Zeilenliebe]

Meine liebe Stamm-Gastrezensentin Jane von Zeilenliebe hat heute wieder eine Rezension für euch. Wie immer findet ihr diese auch auf ihrem Blog.

Titel: Water & Air
Autorin: Laura Kneidl
Verlag: Carlsen
Erschienen am: 03.03.17
Seitenzahl: 480 Seiten, broschiert
Preis: 12,99 Euro
E-Book: 11,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:
Carlsen


Allgemeines:
Water & Air ist im März 2017 als Softcover beim Carlsen Verlag erschienen. Einige von euch kennen Autorin Laura Kneidl vielleicht schon durch ihr erstes Jugendbuch Light & Darkness. Obwohl die Titel ähnlich erscheinen, haben diese beiden Bücher nichts miteinander zu tun. Kneidls neues Jugendbuch hat 480 Seiten und wird für Leser ab 14 Jahren empfohlen.
„Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel.“
(Quelle: Carlsen)
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich ein wenig durch dieses Buch gequält habe. Der Klappentext hat viel versprochen, es hätte eine interessante Geschichte werden können. Aber der Funke ist nicht übergesprungen. Natürlich wäre die Möglichkeit, das Buch abzubrechen in Betracht gekommen, aber ich hatte die Vermutung, ja vielleicht die Hoffnung, dass Kneidl die Geschichte noch zu einer guten Geschichte machen würde. Aber das hat sie meiner Meinung nach leider nicht geschafft.
Mich hat Water & Air an viele der Dystopien erinnert, die ich bereits gelesen habe. Zwei Welten, aber vielleicht auch mehr, festgefahrene Strukturen, die Sehnsucht nach Neuem und natürlich vor allem nach Freiheit. Rebellion gegen das System. Ausbruch. Neuerung. Einige Bausteine einer klassischen Dystopie. Aber normalerweise hauchen die Autoren ihren Dystopien das gewisse Etwas ein. Nicht immer, aber häufig. Ich lese sehr gerne Dystopien – Water & Air war für mich aber nichts Besonderes. Das klingt möglicherweise hart, aber ich möchte einfach ehrlich sein. Ich hatte während des Lesens schlicht und ergreifend das Gefühl, Water & Air bereits zu kennen. Es erinnert mich zum Beispiel vielfach an Breathe.
Eine Geschichte für zwischendurch, die man durch den flüssigen Schreibstil der Autorin gut lesen kann. Mir haben innovative Ideen und Einzigartigkeit gefehlt.

Rockt Zeilenliebes Herz mit 2 von 5 Punkten!

Montag, 24. April 2017

Rezension zu "Der nasse Fisch" [Er liest - Comic & Manga]

Titel: Der nasse Fisch
Autor: Arne Jysch, Volker Kutscher
Verlag: Carlsen Comics
Erschienen am: 28.03.17
Seitenzahl: 216 Seiten, gebunden
Preis: 17,99 Euro
E-Book: nein
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:
Carlsen Verlag

Berlin 1929: Politische Straßenschlachten, illegale Nachtclubs – ein Tanz auf dem Vulkan.
In den Zwanzigerjahren ist die Berliner Kriminalpolizei für ihre modernen Ermittlungsmethoden berühmt. Als der ehrgeizige, junge Kommissar Rath auf eigene Faust in einem Mordfall ermittelt, bringt er alle Seiten gegen sich auf.
(Quelle: Klappentext)
Dies ist meine erste Graphic Novel und ich war positiv überrascht. Vorweg möchte ich auch betonen, dass ich das Buch von Volker Kutscher nicht gelesen habe.
Das Cover, im schwarz-weiß Stil gehalten, zeigt die Hauptfigur Kommissar Rath im Vordergrund, während im Hintergrund das Treiben Berlins in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts seinen Lauf nimmt.
Als Einstimmung auf die Story gibt es zunächst einen Brief, der die Umstände von Kommissar Rath erläutert. Der Zeichenstil vermittelt gut den Charme der 20er oder anders gesagt, er wirkt zeitgemäß und ist nicht so, wie ich es von Marvelcomics gewohnt bin. Dies sorgt für Authentizität, die gut bei mir ankommt. Das Verhältnis zwischen Bild und Text ist optimal. Zwischendurch gibt es immer wieder Passagen, in denen man einfach nur den Zeichnungen folgen muss und sich treiben lassen kann. Der Schreibstil ist einfach gehalten und besonders auffallend ist die Übernahme des Berliner Dialektes. Dies gefiel mir gut und sorgte für differenzierte Charaktere. Inhaltlich ist die Gestaltung typisch für das Krimigenre. Die Story lies sich gut verfolgen und lies keine Genresfans mit einem leeren Gefühl die Geschichte beenden. Für mich persönlich muss ich jedoch sagen, konnte ich der Geschichte nicht viel abgewinnen, was vielleicht aber auch daran liegt, dass Krimis mich nicht so sehr mitreissen. Ich bin jedoch ein großer Fan der Stadt Berlin und war deswegen neugierig auf diese Graphic Novel.
Inwieweit die Graphic Novel mit dem Buch übereinstimmt kann ich natürlich nicht sagen, aber rausgekommen ist aufjedenfall eine gute Arbeit von Zeichner und Autor.
Mit „Der nasse Fisch“ hat Carlsen eine gelungene Graphic Novel herausgegeben, die durch Authentizität punktet. Jedoch im Bereich der Story ist es bei mir persönlich nicht so ganz angekommen.Für Krimi-Fans aber ein absolutes Muss, da die Umsetzung sehr gelungen ist.

Rockt sein Herz mit 3 von 5 Punkten!

Samstag, 22. April 2017

Rezension zu "Daytime Shooting Star Band 4 & Band 5" [Comic & Manga]

Titel: Daytime Shooting Star (Band 4)
Autor: Mika Yamamori
Verlag: Kazé
Erschienen am: 02.10.2014
Seitenzahl: 192 Seiten
Preis: 6,95 Euro
E-Book: nein
Teil einer Reihe: ja, Band 4 von 12
weitere Rezensionen: Band 1-3
Hier zu kaufen:
Kazé, Amazon
Titel: Daytime Shooting Star (Band 5)
Autor: Mika Yamamori
Verlag: Kazé
Erschienen am: 04.12.2014
Seitenzahl: 224 Seiten
Preis: 6,95 Euro
E-Book: nein
Teil einer Reihe: ja, Band 5 von 12
weitere Rezensionen: Band 1-3
Hier zu kaufen:
KazéAmazon

Band 4:
Suzume erfährt, dass zwischen Herrn Shishio und seiner Exfreundin nichts mehr sein wird. Sie verucht ihm aus dem Weg zu gehen, nachdem er auf ihr Liebesgeständnis nicht reagiert hat. Doch irgendwie benimmt er sich plötzlich seltsam in ihrer Nähe. Außerdem steht nun auch noch das Schulfest an...


Band 5:
Suzume muss allein über das Schulfest laufen, doch plötzlich tauch Herr Shishio im Waschbärenkostüm auf und begleitet sie. Er macht ihr ein Geständnis, mit dem sie nicht so recht umzugehen weiß...

Die Cover gefallen mir wieder richtig gut, ich mag diese blassen Farben und den Zeichenstil besonders gern. Ich finde sie sogar noch besser, als bei den ersten beiden Bänden, da nun immer eine Person im Vordergrund steht.
Der Einstieg gelang mir ganz leicht, es gibt nochmal eine kleine Zusammenfassung vorweg, die sehr hilfreich ist, um den Überblick zu bewahren, wenn man wie ich viele Mangas und Bücher liest.
Umso weiter die Geschichte fortschreitet, umso mehr entwickle ich Sympathien für die Protagonistin Suzume. Sie ist ein sehr starkes Mädchen, das sich nicht bemitleidet oder naiv ist. Sie ist sehr bondenständig und dennoch hat sie auch mit dem Verliebtsein zu kämpfen.
Ich bin außerdem ein großer Fan von Herrn Shishio, der sehr cool rüberkommt, aber jetzt langsam auch mal seinen verletzlichen Kern zeigt.
Die Geschichte entwickelt sich nur ganz langsam. Im vierten Band merkt man, dass Herr Shishio sich irgendwie Gedanken macht und ihn Suzumes Nähe doch nicht ganz kalt lässt. Das schafft Authenzität in der Geschichte und macht die Figuren glaubwürdig.
Auch die Nebenfiguren kommen nicht zu kurz und haben ihre eigenen Probleme, Yukuka, die einen Verehrer hat, obwohl sie in Daiki verliebt ist, und Daiki wiederrum, der scheinbar an Suzume interessiert ist. Das schafft ein typisches Highschool Chaos, aber irgendwie bleibt das Ganze trotzdem bodenständig.
Im fünften Band geht es um das Schulfest, eine Aktivität, die fast in jeder Mangareihe vorkommt. Suzume bleibt unglaublich locker und gefasst, obwohl man ihr die Enttäuschung schon anmerkt, dass sie allein umherziehen muss. Herr Shishio nähert sich ihr immer mehr und man weiß dennoch nicht so richtig, was das Ganze nun werden soll und deswegen ist Suzume sich auch bei seinem Geburtstag unsicher. Es macht Spaß mit anzusehen, wie die Beziehung nur langsam in Gang kommt und Unsicherheiten ausgelotet werden. Auch die Nebencharaktere entwickeln sich weiter und gehen ihren Weg. Am Ende von Band 4 gibt es noch eine Bonusgeschichte, die von anderen Figuren handelt. Ich bin eigentlich kein Fan davon, weil ich mich mehr nur für die Hauptgeschichte interessiere, aber diese Kurzgeschichte war wirklich süß und liest sich sehr schön.
Ich bin schon gespannt, wie es für alle Figuren weitergehen wird und freue mich auf die weiteren Bände dieser besonderen Shojo-Reihe.
Gelungene Fortsetzungen einer authentischen Reihe mit einer sehr starken Protagonistin. Shojofans, die mal etwas anderes wollen, sollten hier unbedingt zugreifen!

Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!

Rezension zu "Die Schöne und das Biest - Der Roman zum Film"

Titel: Die Schöne und das Biest - Der Roman zum Film
Adaptiert von: Elisabeth Rudnick
Nach dem Drehbuch von: Evan Spiliotopoulos, Stephen Chbosky und Bill Condon, übersetzt von: Antoinette Gittinger und Friedrich Pflüger
Verlag: Ravensburger
Erschienen am: 06.03.17
Seitenzahl: 296 Seiten, gebunden
Preis: 14,99 Euro
E-Book: nein
Teil einer Reihe: nein
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Ravensburger, Amazon

~ Ein altes Märchen über Abenteuer und Liebe, über Vorurteile und über die Schönheit und das Biest in jedem von uns ~

Die schöne junge Belle träumt von Abenteuern, wie sie in den Büchern stehen, die sie selbst so gern liest. Sie würde sich am liebsten von ihrem kleinen Heimatort wegwünschen. Doch dann wird ihr Vater von einem fürchterlichen Ungeheuer in einem verzauberten Schloss gefangen genommen und ihre Welt ist für immer auf den Kopf gestellt. Um ihren Vater zu retten, bietet Belle ihr Leben im Tausch gegen seines an. Auf dem Schloss freundet sie sich trotz ihrer Furcht mit den verzauberten Schlossbewohnern an. Sie lernt das Biest von einer anderen Seite kennen und erkennt, dass es ein gutes Herz besitzt ...

Der spannende Roman zum neuen Disney-Highlight mit Szenen aus dem Film mit Emma Watson!
(Quelle: www.ravensburger.de)
Das Cover ist im ersten Moment ein Hingucker, doch genauer betrachtet, lässt es mich zwiegespalten zurück. Es wirkt irgendwie etwas seltsam, dieser sehr dunkle, matte Hintergrund und dann der glänzende Fotodruck der Schauspielerin.
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich ein großer Disneyfan bin und dem Film schon länger entgegen gefiebert habe. Ich habe das Buch nach dem Kinobesuch gelesen, weil ich mich nicht spoilern wollte, wie die Neufassung umgesetzt wurde.
Die Innengestaltung des Buches ist sehr gelungen und auch die Schrift ist groß und leicht zu lesen. Besonders gefallen haben mir die Fotos aus dem Film in der Buchmitte, das lädt ein nochmal in Erinnerungen an den Film zu versinken.
Was mir allerdings gleich aufgefallen ist und mir nicht so sehr gefallen hat, war der Schreibstil. Die Sätze wirken meistens sehr abgehackt und fangen oft mit "Und" oder "Und dann" an. 
Im Laufe des Buches hatte ich das Gefühl, dass sich dies etwas bessert, aber man merkt einfach schon, dass es nur ein als Roman umgeschriebenes Drehbuch ist.
Die Geschichte an sich ist bezaubernd, wer den Film gesehen hat, weiß was ich meine. Mir gefällt die Neuinterpretation sehr gut, sie ist sehr nah an der ursprünglichen Disneyfassung und bringt trotzdem kleine Überraschungen ein. Diie Geschichte ist und bleibt ein Klassiker und doch hat sie in modernes Gewand bekommen ohne dabei der ursprünglichen Geschichte weh zu tun.
Das Buch lässt sich ingesamt sehr leicht lesen und man kann nochmal gedanklich in dem Film abtauchen, es hat mir gleich Lust gemacht, den Film nochmal anzuschauen. Ein paar Kleinigkeiten aus dem Film wurden hier weggelassen oder auch ergänzt, aber das finde ich nicht weiter schlimm.
Für alle Disneyfans und Liebhaber des Films ist dieses Buch eine tolle Ergänzung und Erinnerung an eine fantastische Neuverfilmung des Klassikers!

Rockt mein Herz mit 4 von 5 Punkten!

Freitag, 21. April 2017

Rezension zu "Wolf Girl & Black Prince Volume 1" [Filmreview]

Titel: Wolf Girl & Black Prince Volume 1
Basiert auf dem Manga "Wolf Girl & Black Prince"
Erschienen bei: Kazé
Erschienen am: 31.03.17
Preis: derzeit 39,95 Euro Bluray, 29,99 Euro DVD
Episoden: 4 Episoden je ca. 25 Minuten
Gesamtlaufzeit: 100 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Genre: Romance / Comedy
Sprache: Deutsch, Japanisch, Untertitel: Japanisch
Volume 2 erscheint am 26.05.17
Rezension zum Manga: Band 1, Band 2
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Kazé, Amazon

Episode 1:
Erika kommt in eine neue Klasse und möchte unbedingt Freunde finden, doch es haben sich schon Grüppchen gebildet. Zwei Mädchen reden über ihre tollen Liebhaber, und Erika lügt promt, um dazu zu gehören. Doch, als die Mädchen irgendwann Verdacht haben, dass Erika lügt, schießt sie einfach ein Foto von einem Fremden und sagt er wäre ihr Freund. Nur blöd, dass sich herausstellt, dass er in ihrer Parallelklasse ist. Kyoya ist bereit mitzuspielen, doch das hat seinen Preis...

Episode 2:
Erika ist es leid nur einen Fakefreund zu haben, der sie schlecht behandelt, sie möchte sie wirklich verlieben. Als Kyoyas Fanclub sie bedroht kommt ihr unerwartete Hilfe von einem Jungen namens Yoshito und sie verabreden sich zu einem Date. Doch ist Yoshito wirklich wegen Erika selbst gekommen? Und was macht Kyoya plötzlich da?

Episode 3:
Kyoya ist krank und Erika macht sich Sorgen und will sich um ihn kümmern, was ihm nicht so gut gefällt. Erika merkt langsam, dass sie scheinbar Gefühle für Kyoya hat und möchte ihm diese gestehen. Doch wird er sie ernst nehmen?

Episode 4:
Erika möchte weiterhin Kyoyas Herz gewinnen und bittet seinen besten Freund Takeru um Hilfe, der sich ordentlich ins Zeug legt und mit Erika verschiedene Pläne schmiedet, die alle in die Hose gehen - oder?

Ich bin ja schon ein großer Fan der Mangareihe und habe mich deswegen sehr gefreut, dass der Anime nun mit deutscher Vertonung hier rausgebracht wird.
Die Umsetzung des Animes gefällt mir aufjedenfall genauso gut wie die Mangareihe. Ich mag es, wenn alles aufeinmal Farbe bekommt und dem Manga Leben eingehaucht wird.
Erika und Kyoya sind genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe und auch die deutschen Synchronstimmen passen sehr gut.
Die Geschichte an sich ist einfach toll, die Idee ist zwar nichts Neues (Bad Boy, der das Mädchen rumkommandiert), aber die Umsetzung ist wirklich gelungen. Ich musste schon bei den ersten vier Episoden oft lachen, sogar öfter als bei den Mangas, weil es einfach viel realistischer rüberkommt.
Ich liebe die Figuren dieser Reihe sehr, da jeder seine Eigenheiten hat und man sie einfach lieb gewinnen muss. Die Hauptfigur Erika wirkt zwar zu Beginn etwas naiv, aber sie ist nicht auf den Mund gefallen und ist irgendwie einfach sympathisch.
Kyoya kommt sogar noch besser über als in den Mangas, es ist zu komisch, wenn sein Gesicht sich verändert und er gemein wird.
Der Anime bleibt genau beim Manga, soweit ich mich erinnern kann wurde bisher nichts geändert oder wichtiges weggelassen. Das gefällt mir sowieso immer sehr gut, wenn es nah an der Vorlage bleibt.
Wie das Genre schon sagt, es geht um Romance, Gefühle und Freundschaften, gepaart mit Witz und Charme. Ich finde dieser Anime ist der perfekt Einstieg für alle, die sonst nicht so viel mit Manga und Anime am Hut haben - aber natürlich auch geeignet für alle Fans von gutem Shojo.
Ich freue mich schon auf die weiteren Folgen und kann von der Geschichte gar nicht genug bekommen.
Absolut gelungene Umsetzung der Mangareihe, eine Romance-Comedy, die einfach Spaß und etwas süchtig macht, geeignet für alle Fans und Neueinsteiger!

Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!


Rezension zu "Spiegel des Bösen" [Er liest]

Titel: Spiegel des Bösen
Autor: Björn Springorum
Verlag: Thienemann-Esslinger
Erschienen am: 16.02.17
Seitenzahl: 384 Seiten, gebunden
Preis: 14,99 Euro
E-Book: 11,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:
Thienemann-Esslinger, Amazon


Sophies Vater ist Autor und für sein neues Buch begibt er sich mit der ganzen Familie in das Grandhotel Rabenfels. Schon bei der Ankunft hat Sophie eine seltsame Erscheinung. Als sie dann am nächsten Morgen im Hotelzimmer aufwacht, ist von ihren Eltern keine Spur mehr zu finden. Sie begibt sich in die Lobby, wo sie von jedem außer dem Concierge ignoriert wird. Immer mehr außergewöhnliche Dinge tun sich auf und es beginnt eine nervenaufreibende Suche nach Sophies Eltern.
Das Cover finde ich wirklich sehr gut gestaltet. Die Kombination aus rot und schwarz verheißen nichts Gutes und man assoziert damit schon eine Horrorgeschichte. 
Der Einstieg in das Buch verlief reibungslos. Der Schreibstil von Björn Springorum ist einfach und verständlich, sodass man der Geschichte problemlos folgen kann. 
Die Hauptprotagonistin Sophie und ihre Gefährten waren mir alle auf ihre eigene Art und Weise sympathisch. Max, der Sophie bei ihrem Vorhaben unterstützt, sowie der General, obwohl er dies gar nicht dürfte. Aber auch Margarete, die den Gegenpart stellt und nur negative Äußerungen verlauten lässt. Zwischen den Kapiteln kommen immer wieder Rückblicke vor, die dem Leser die Vorgeschichte häppchenweise darlegen, welches hilfreich für den aktuellen Handlungsstrang ist. 
Es wird im Laufe des Buches nicht wirklich langweilig und es tauchen auch keinen Längen während des Lesens auf, aber irgendwie konnte mich die Geschichte nicht so richtig packen. Ich hatte etwas mehr Spannung und Grusel erwartet. Vielleicht war ich aber auch einfach nicht die richtige Zielgruppe.
Alles in allem ist es aber ein gutes Buch mit einem tollen Schauplatz, der mir sehr gefallen hat. Außerdem hat der Autor einen angenehmen Schreibstil und das Buch hat gut ausgearbeitete, sowie abwechslungsreiche Charaktere.
Die Geschichte von Björn Springorum ist gut durchdacht und strukturiert. Mich persönlich konnte sie jedoch nicht vollends mitreißen. Trotzdem empfehle ich dieses Buch vorallem Lesern zwischen 12 und 14 Jahren, die mal was anderes lesen möchten.

Rockt sein Herz mit 3 von 5 Punkten!


Donnerstag, 20. April 2017

Rezension zu "Nächstes Jahr am selben Tag"

Titel: Nächstes Jahr am selben Tag
Autorin: Colleen Hoover, Übersetzung: Katarina Ganslandt
Verlag: dtv
Erschienen am: 10.03.17
Seitenzahl: 376 Seiten, broschiert
Preis: 14,95 Euro
E-Book: 11,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:
dtv, Amazon


Fallon wollte immer Schauspielerin werden, wie ihr Vater. Doch nach einem Brand ist ihr Gesicht vernarbt und die Chancen stehen schlecht. Fallon will trotzdem nach New York ziehen und ihr Glück am Broadway versuchen, was ihr Vater nicht gutheißt. Bei einem Streit mit Fallons Vater in einem Café, einen Tag vor der Abfahrt, mischt sich plötzlich Ben ein und spielt einfach ihren Freund. Die beiden entwickeln an einem Tag intensive Gefühle füreinander - doch Fallon zieht ja weg. Sie verabreden sich, um sich genau ein Jahr später wieder zu treffen - die perfekte Story für Ben, der Schriftsteller werden will...
Das Cover ist eines, nach dem ich denke ich nicht unbedingt greifen würde. Auch wenn es gut zur Geschichte passt, wirkt es für mich eher wie ein Zeitschriftencover oder ähnliches.
Ich muss gestehen, dass ich bis zu diesem Buch noch kein großer Colleen Hoover Fan war. Ich lese auch meistens eher Fantasy und Liebesgeschichten ohne Fantasy oder Dystopie können mich oft nicht erreichen. Ich habe erst zwei Bücher von der Autorin gelesen: Weil ich Layken liebe, welches mich nicht so überzeugen konnte, und Hope Forever, welches ich gut, aber etwas sehr dramatisch fand. Als Abwechslung hatte ich jedoch Lust auf mal etwas ohne Fantasy und der Klappentext klang doch besonders, auch wenn die Idee mich an den Film "Zwei an einem Tag" erinnerte.
Der Einstieg gelang mir leicht, es geht sofort los, ohne große Vorgeschichte. Die Autorin konnte mich mit ihrem Schreibstil bereits nach einigen Seiten fesseln und brachte mich immer wieder zum Lachen. Es hat einfach Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und die Seiten sind richtig vorbeigeflogen. Ich habe mich in die beiden Protagonisten Fallon und Ben total verliebt. Sie sind so süß miteinander und so witzig. Manchmal war das Ganze vielleicht wirklich ein wenig kitschig, aber wer von uns hätte nicht gern so einen Ben?
Mir hat auch gefallen, dass wir die Figuren wirklich nur jedes Jahr einmal wiedertreffen und es somit keine langen Passagen über deren Leben dazwischen gibt. Das sorgte für durchgehende Spannung ohne Längen. Die Autorin versteht es den Leser bei der Stange zu halten und immer neue Überraschungen einfließen zu lassen. Die Geschichte sprüht vor Witz, Charme, Drama und verschiedensten Gefühlen. Wie schon Hope Forver ist das Ganze natürlich stellenweise sehr dramatisch, aber das ist eben Colleen Hoover und das macht die Geschichte auch so unterhaltsam.
An einem Punkt gegen Ende war ich wirklich total geschockt von der Wendung, weil ich diese wirklich nicht kommen sah.
Ich war ein bisschen traurig, dass das Buch viel zu schnell vorbei war, ich habe die Charaktere sehr lieb gewonnen und die Geschichte ist eine, an die man sich noch länger erinnert.
Für alle CoHo Fans und die, die es noch werden wollen - lest es unbedingt! Eine sehr besondere Liebesgeschichte, die jeden fesseln wird!

Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!