Montag, 27. März 2017

Rezension zu "Die Prophezeiung der Hawkeed" [Gast: Zeilenliebe]

Meine liebe Stamm-Gastrezensentin Zeilenliebe hat heute wieder eine Rezension für euch. Wie immer findet ihr diese auch auf ihrem Blog.
Titel: Die Prophezeiung der Hawkeed
Autorin: Irena Brignull, Übersetzung: Sibylle Schmidt
Verlag: Sauerländer
Erschienen am: 16.03.17
Seitenzahl: 400 Seiten, gebunden
Preis: 17,99 Euro
E-Book: 14,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von ?
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Allgemeines:
Die Prophezeiung der Hawkweed ist am 16.03.2017 als gebundenes Buch von 400 Seiten bei den Fischer Verlagen erschienen. Es handelt sich um Brignulls erstes Jugendbuch und den ersten Band einer Reihe. 2017 wird die Fortsetzung auf Englisch erscheinen, einen Termin für die deutsche Veröffentlichung konnte ich noch nicht entdecken.
Durch die Gestaltung des Buches war ich eigentlich eher abgeneigt, es zu lesen. Für mich wirkt es so, als würde es eine recht junge Zielgruppe ansprechen. Aber: Dieser Eindruck trügt!
„Ember und Poppy kommen in derselben finsteren Gewitternacht in weit voneinander entfernten Teilen des Landes zur Welt. Durch einen mächtigen Fluch werden sie noch in der Sekunde ihrer Geburt vertauscht. So wächst das Mädchen Ember in einem Clan von Hexen auf. Und Poppy, die Hexe, in einer Kleinstadt in England. […] Immer und überall spüren die beiden, dass sie anders sind und nicht dazugehören. Doch von der uralten Prophezeiung, die ihr Schicksal bestimmt, ahnen sie nichts. Erst als sie sich eines Tages gegenüberstehen, wissen sie, dass es einen Ort geben muss, an dem sie glücklich sind. Und dass es höchste Zeit ist, für dieses Glück zu kämpfen.“
 (Quelle: Fischer Verlage)
Ich habe dieses Buch mit recht wenigen Erwartungen begonnen zu lesen. Natürlich klang es spannend, aber dadurch, dass es mich optisch nicht ganz so angesprochen hatte, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Kaum hatte ich es aufgeschlagen und die erste Seite hinter mir, hatte mich Die Prophezeiung der Hawkweed jedoch bereits in ihren Bann gezogen. Ich war überrascht von der faszinierenden Geschichte, dem Schreibstil und den Ideen der Autorin. Auch, wenn Brignull an einigen Stellen etwas vorhersehbar schreibt, entsteht beim Leser das Gefühl eine wahrhaftig gute Geschichte vor sich zu haben.
Die beiden weiblichen Protagonistinnen könnten nicht unterschiedlicher sein. Sowohl Ember als auch Poppy wirken in ihren Lebenswelten fremd, scheinen nicht dorthin zu passen, wo sie leben. Mir war von Anfang an Poppy sympathischer, im Laufe der Geschichte habe ich aber auch Ember zu schätzen gelernt. Poppy ist einfach die aktivere und auf gewisse Weise auch die stärkere der beiden, vermutlich mochte ich sie aus diesem Grund lieber als Ember. Durch einen geschickt eingesetzten Perspektivwechsel beginnt man aber, sich mit allen Charakteren zu identifizieren. Auch Leo ist ein interessanter Protagonist. Bisher ist er noch etwas blass gezeichnet, aber mit Sicherheit werden im zweiten Band viele offene Fragen – seine Person betreffend – beantwortet werden.
Hinter der offensichtlichen Geschichte, ist in Die Prophezeiung der Hawkweed auch ein modernes Märchen des Erwachsenwerdens zu entdecken. Geschickt flicht die Autorin Fragen und Herausforderungen in die Erlebnisse der Mädchen ein, vor denen vermutlich auch viele andere Jugendliche täglich stehen. Trotzdem wirkt die Geschichte dadurch nicht wie ein problematisierendes Jugendbuch, da die Einflechtung der Elemente auf subtile Weise geschieht. Gleichzeitig gelingt es Brignull eine neuartige Geschichte zu kreieren, die ich so noch nicht gelesen habe. 
Fantastische Elemente in Verbindung mit alten Überlieferungen – das funktioniert in diesem Buch einfach nur gut.
Vom Verlag wird Die Prophezeiung der Hawkweed ab 12 Jahren empfohlen – man sollte aber schon relativ viel Leseerfahrung mitbringen, um alles zu verstehen. Ansonsten empfehle ich es ab 14 Jahren und für alle, die gerne fantastische Geschichten über Hexen lesen.

Rockt Zeilenliebes Herz mit 5 von 5 Punkten!

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