Donnerstag, 9. Februar 2017

Rezension zu "Glück ist was für Anfänger" [Er liest]

Titel: Glück ist was für Anfänger
Autor: Ortwin Ramadan
Verlag: Coppenrath
Erschienen am: 12.01.17
Seitenzahl: 352 Seiten, gebunden
Preis: 16,95 Euro
E-Book: nein
Teil einer Reihe: nein
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Coppenrath, Amazon


Oleg kämpft sich von einem Job zum nächsten. Er lebt zusammen mit seinem Bruder Mark und seinem Vater, der in der Nachtschicht arbeitet und sich morgens in der Regel irgendwo mit Alkohol zuschüttet. Seine Mutter befindet sich in einer psychiatrischen Klinik.
Um aus diesem Leben zu fliehen und dem Traum von Australien nachzujagen, nimmt er an einem Einbruch teil, der von seinem Bruder und einem Freund geplant ist. Doch der geht alles andere als gut für Oleg aus. Während sein Bruder und dessen Freund fliehen können, wird Oleg vom Hausherren erwischt. Maximilian ist nicht viel älter als er und sitzt im Rollstuhl. Er schlägt Oleg einen Deal vor...
Das Cover zeigt einen Jungen, der seine Jacke etwas zur Seite zieht. Diese Körperhaltung kann man meiner Meinung nach als arrogant werten. Aber viel eher trifft es wohl auf meine erste Assoziation, die ich dazu hatte. "Clark Kent, wie er sein weißes Hemd aufreißt und das Superman-Outfit zum Vorschein kommt“.
Der Einstieg in die Geschichte gelang ohne Probleme. Am Anfang fragte ich mich kurz, wo ich denn hier gelandet sei, da man sich auf Olegs Arbeit befand, einem Schlachtereibetrieb. Nachdem man mit dem Umfeld von Oleg vertraut gemacht worden ist, wie z.B. Freunde und dem familiären Umfeld, liess die erste Begegnung mit Maximilian nicht lange auf sich warten.
Die Umstände dieser Begegnung hätte besser sein können, aber ich denke, dass dies den Unterschied der beiden Jungen vom gesellschaftlichen Status her verdeutlicht. Auf der einen Seite haben wir den Protagonisten Oleg, der gerade seinen Job verloren hat und auf der anderen den wohl behüteten Maximilian aus einer reichen Familie. Immer wieder ecken beide aneinander an und der ein oder andere Spruch fällt da schon mal.
Es machte mir Spaß die Entwicklung des Verhältnisses beider Protagonisten zu verfolgen. Auch wenn es von außen hin so wirkt, als könnten sich beiden nicht leiden, so ist es in Wahrheit anders. Immer wieder findet man Szenen, in denen dies bestätigt wird. Dem Verlauf der Geschichte konnte ich sehr leicht folgen. Der Schreibstil ist einfach und verständlich. Längen kommen in diesem Buch nicht auf. Hervorzuheben ist, dass die Geschichte wirklich gut durchdacht ist und es und immer wieder zu neuen Erkenntnissen kommt, die man sich nicht hätte vorstellen können. Bis zum Ende hin bleibt die Geschichte unterhaltsam.
Alles in allem ist es ein gutes Buch, welches die Thematik der Beziehungen zwischen Menschen mit und ohne körperliche Behinderung aufgreift und das Ganze in eine spannende und unterhaltsame Geschichte verpackt.
Ich kann das Buch vorbehaltlos empfehlen. Eine gute Geschichte mit Humor und Spannung, bei der man gern weiterliest. Suchtgefahr bestand jedoch nicht unbedingt, deswegen bleibt es bei guten vier Punkten!

Rockt sein Herz mit 4 von 5 Punkten!

1 Kommentar:

  1. Hey meine Liebe,

    ich habe das Buch auch gelesen und fand es nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Es hat von mir 3 Sterne gegeben. Dennoch würde ich sagen, dass es nicht verkehrt ist mal zuzugreifen ;)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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