Mittwoch, 2. November 2016

Rezension zu "Die Lebes des Tao" [Er liest]

Titel: Die Leben des Tao
Autor: Wesley Chu, Übersetzerin: Simone Heller
Verlag: Fischer Tor
Erschienen am: 13.10.16
Preis: 9,99 Euro
E-Book: 9,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von 3
Band 2 erscheint am: 24.11.16
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Roen Tan führt ein durchschnittliches Leben als leicht übergewichtiger Programmierer, bis er eines Tages eine Stimme in seinem Kopf hört. Zuerst glaubt er, dass er verrückt sei, aber dem ist leider nicht so. Es ist Tao, ein sehr alter Außerirdischer der Prophus, der sich Roen unfreiwillig als neuen Wirt ausgesucht hat. Nun liegt es an ihm Roen zu einem tauglichen Agenten auszubilden. Denn in all den Jahren haben die Prophus sich starke Feinde gemacht, die es zu bekämpfen gilt.
Schon als ich das Cover das erste Mal gesehen habe, wusste ich, dass diese Buch etwas für mich sein könnte. Es ist relativ schlicht gehalten, wirkt aber durch die gegensätzlichen Farben für mich ansprechend und verdeutlicht durch den stehenden Soldaten, der zwei Waffen in den Händen hält, in welchem Genre man sich bewegen wird.
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir ohne weitere Probleme. Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen und mich von ihr mitreißen lassen. Besonders gut habe ich den spannenden Auftakt gefunden. 
Nach der guten Eröffnung ging es dann zu der Einleitung über, in der Roen und Tao den ersten Kontakt zueinander haben. Hierbei war es sehr gut, dass der Protagonist, sobald er auf etwas Unwirkliches oder Unmögliches gestoßen ist, es nicht bedingungslos akzeptiert hat. Das passiert in den meisten Fällen viel zu schnell und wirkt unrealistisch. 
Roen ist der passende Protagonist für diese Geschichte, denn vom intelligenten Couch-Potato macht er eine Verwandlung zum knallharten Agenten durch. Sein Charakter hat sich im Verlauf erheblich weiterentwickelt. Über die Dialoge mit Tao werden teilweise tiefsinnige Gedanken ausgetauscht. Wir haben hier also defintiv keinen flachen Protagonisten.
Der Verlauf der Geschichte ist gut durchstrukturiert und lässt den Leser ohne große Mühe folgen. Hinzu kommt, dass der Schreibstil von Wesley Chu einfach mitreißend ist. Vor jedem Kapitel schildert ein Absatz die  vergangenen Erlebnisse von Tao. Diese zusammen genommen ergeben einen kurzen Überblick, über die wichtigsten Ereignisse in Taos bisherigem Leben und sind für den  Handlungsstrang in der Gegenwart hilfreich, um Zusammenhänge besser schließen zu können. Ich fand diese Art der Rückblende für mich neu und habe sie gut aufgenommen. 
Langeweile ist beim Lesen nie aufgekommen. Ich hatte eher das Problem das Buch bei Seite zu legen.
Auch die Nebencharaktere sind gut besetzt gewesen. Besonders die liebenswerte Sonya, die Roen während seiner Ausbildung tatkräftig unterstützt oder auch Roens Mitbewohner Antonio, der ihn nicht ganz ernst nimmt, mochte ich sehr.
Zum Ende hin wurde es dann noch einmal so richtig spannend und dramatisch. Das hat es mir erst recht schwerer gemacht, dass Buch endgültig wegzulegen. Auf eine gewisse Art kann man das Ende als eine Pause ansehen, bei der aber so einige Fragen offen bleiben, die dann hoffentlich im zweiten Band beantwortet werden.
In meinen Augen ein sehr gutes Buch, bei dem es nichts zu bemängeln gibt. Keine Längen, keine Langeweile, sondern durchgehend eine gute Geschichte mit viel Spannung. Eine Empfehlung für Fans von Thriller, Spannung und Sci-Fi.

Rockt sein Herz mit 5 von 5 Punkten!

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