Freitag, 18. November 2016

Rezension zu "Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten" [Er liest]

Titel: Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
Autorin: Becky Chambers, Übersetzerin: Karin Will
Verlag: Fischer Tor
Erschienen am: 27.10.16
Seitenzahl: 544 Seiten, Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro
E-Book: 8,49 Euro
Teil einer Reihe: nein
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Rosemary möchte um jeden Preis ihr altes Leben und ihren Heimatplaneten Mars verlassen. Da kommt ihr das Jobangebot auf der Wayfarer gerade recht. Dies ist ein Tunnelerschiff mit einer Besatzung, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Captain Ashby nimmt einen neuen Auftrag an, der darin besteht einen Raumtunnel zu einem weit entfernten Planeten anzulegen, der von kriegerischen Toremi bewohnt wird. Dieser Auftrag stellt sich als Rosemarys größtes Abenteuer heraus...
Das Cover von dem Buch ist gut gestaltet und passt zu der Handlung. Es ist eine junge Frau zu sehen, bei der es sich wohl um Rosemary handelt, die in den klaren Nachthimmel schaut, der voll von Sternen und anderen Planeten ist.
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir problemlos. Direkt zu Anfang wurde man mit Rosemary vertraut gemacht und wusste, in welcher Situation sie sich befindet. Dabei ergaben sich einige Fragen über ihre Vergangenheit, die jedoch im Verlauf der Geschichte beantwortet wurden. 
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und verständlich, was zu einem angenehmen Lesen führte. Hin und wieder wurde ich von einigen interstellaren Ausführungen ins Grübeln versetzt, aber dies tat der Freude beim Lesen keinen Abbruch.
Besonders die ganze Crew der Wayfarer ist mir sofort ans Herz gewachsen. Zum einem bestand sie aus den unterschiedlichsten Spezies und jeder war auf seine eigene Art und Weise sympathisch und zum anderen hatte jeder für sich seinen positiven Eindruck bei mir hinterlassen. 
Im Laufe der Geschichte wurde jeder einzelne der Crew näher betrachtet und man hat einen guten Einblick von jeder Person erhalten. Dies hat mir gut gefallen, da wir so nicht nur von einer Person alles Mögliche erfahren, sondern von allen, die in der Geschichte wichtig waren. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass sich keine Person in den Vordergrund gestellt hat, sondern in der Geschichte war die gesamte Crew der Wayfarer der Protagonist. Alle Crewmitglieder haben während der Geschichte einen Reifeprozess, bedingt durch die gemeinsamen Erlebnisse, durchgemacht. Der Hauptstrang der Geschichte, welcher aus dem einem Auftrag bestand, wurde durch die Nebenstränge, welche sich um die einzelnen Crewmitglieder drehte, aufgelockert. Besonders das Setting für die Geschichte war mal etwas anderes, da es hauptsächlich auf dem Raumschiff, in Weltraumhäfen oder auf fremden Planeten war. Generell hat die Autorin eine tolle neue Welt erschaffen, in der neben Bots, die einem tatkräftig unterstützen oder gefühlsfähiger künstliche Intelligenz (KI) auch noch alte Relikte aus der Vergangenheit wie Briefe Platz gefunden haben. Beim Lesen kamen keine Längen auf und der Hauptstrang wurde zum Ende hin auch sehr spannend. 
Das Ende an sich lässt nur wenige Fragen offen. Die Autorin arbeitet derzeit an einem zweiten Buch, das im Wayfarer-Universum spielen wird.
Alles in allem war es ein gelungenes Buch, bei dem es nichts auszusetzen gab und somit von mir mit der vollen Punktzahl belohnt wird.
Ich selbst musste zwischendurch auch immer wieder an "Per Anhalter durch die Galaxis" denken, wovon ich allerdings nur den Film gesehen habe,
In meinen Augen ist " Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten" ein gutes Buch. Eine Empfehlung für alle, die auf unterhaltsame Weltraumgeschichten mit Humor, Spannung und auch einer gewissen Ernsthaftigkeit stehen.

Rockt sein Herz mit 5 von 5 Punkten!

1 Kommentar:

  1. Hey meine Liebe,

    es ist zwar kein Buch für mich, aber ich finde schon alleine der Name ist einfach herrlich. Schon alleine deswegen lohnt sich eigentlich das Buch oder nicht ;)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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