Donnerstag, 6. Oktober 2016

Rezension zu "Die Insel der besonderen Kinder"

Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs, Übersetzerin: Silvia Kinkel
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen am: 01.09.16 (Taschenbuch in der Filmausgabe)
Seitenzahl: 416 Seiten, Taschenbuch
Preis: 12,00 Euro
E-Book: 9,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von 3
Band 2 : Die Stadt der besonderen Kinder
Band 3: Die Bibliothek der besonderen Kinder (noch nicht erschienen)
Hier zu kaufen:
Droemer Knaur, Amazon
Jacobs Großvater erzählt ihm seit seiner Kindheit jede Menge Schauergeschichten, die niemand ihm glaubt. Doch als sein Großvater Jahre später stirbt, gibt er Jacob mysteriöse Hinweise, die ihn auf eine Insel führen. Obwohl seine Eltern denken, er hätte ein Trauma, gibt Jacob nicht auf und versucht herauszufinden, was sein Großvater wirklich erlebt hat - und stößt schon bald auf etwas Unglaubliches.
Ich hatte schon sehr viel Gutes über das Buch gehört und da nun auch noch eine Verfilmung im Kino kommt, wollte ich es vorher noch gern lesen.
Das Cover der Filmausgabe wirkt viel fröhlicher, als das normale Cover, es passt, wie ich finde, viel besser zu den besonderen Kindern und erweckt auch mehr den Eindruck, dass es ein Fantasybuch ist.
Der Einstieg gelang mir relativ leicht, der Schreibstil des Autoren war immer sehr kurz angebunden und leicht zu lesen. Zu Beginn lernen wir den Protagonisten Jacob kennen und erfahren einiges über sein Leben und seinen Großvater.
Leider plätscherte die Geschichte im Laufe des Buches dann ziemlich vor sich hin. Ich habe immer wieder gedacht "Ja und wann geht es nun endlich los mit der Insel?". Zwischendurch gab es zwar einen kleinen Höhepunkt, als Jacob seinen Großvater besucht , aber dennoch zieht sich die Geschichte sehr, bis es wirklich richtig losgeht - was erst im letzten Drittel des Buches der Fall ist.
Ab diesem Zeitpunkt dann hatte ich wiederum das Gefühl, dass sich alles überschlägt und total übereilt ist.
Jacob als Protagonist kam für mich etwas unglaubwürdig rüber, zuerst glaubt er seinem Großvater kein Wort, und als er dann seine Entdeckung macht, tut er so als wäre alles was er sieht und erlebt ganz normal - keine Spur von Überraschung oder Fassungslosigkeit. Die Gefühle kommen aufeinmal zu kurz und Freundschaften werden in Sekunden geschlossen. Man hat gar nicht richtig Zeit anzukommen, da ein Ereignis das nächste fast schon überholt und mitten drin ist das Buch dann auch schon zuende.
Was auch noch erwähnt werden sollte, sind die Fotos. Der Autor hat in seiner Geschichte echte Fotos eingebunden, was viele gerade sehr gut finden. Mir hat das gar nicht gefallen muss ich gestehen. Es hat für mich so gewirkt, als hätte der Autor willkürlich ein paar alte Fotos gesammelt und versucht daraus eine Geschichte entstehen zu lassen. Manchmal kam es mir so vor, als hätte er dann ein Foto vergessen und versucht es noch irgendwo dazwischen zu schieben und mit einem nicht so richtig glaubwürdigem Nebensatz erklärt. Außerdem finde ich, zerstören die Fotos die eigene Vorstellung und passen ganz oft auch nicht zu dem, was sich in meinem Kopf abgespielt hat.
Auch wenn das jetzt viel Kritik war, ich finde die Idee toll und auch die Handlung an sich - nur die Umsetzung ist an einigen Stellen eben nicht so ganz nach meinem Geschmack.
Ich freue mich aber schon auf den Film, da ich mir vorstellen könnte, dass dieser mir gut gefallen wird. Den zweiten Band werde ich vermutlich auch lesen, da ich wissen möchte, wie es weitergehen wird.
Eine tolle Idee und eine gelungene Geschichte, deren Umsetzung mir jedoch in einigen Punkten nicht so ganz gefallen hat.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!

1 Kommentar:

  1. Hey Süße,

    ich glaube ich werde mir den Kinofilm zum Buch anschauen. Bisher habe ich das Buch leider nicht gelesen, aber es klingt einfach soooo vielversprechend. :)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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