Donnerstag, 25. August 2016

Rezension zu "Am Ende aller Zeiten" [Er liest]

Titel: Am Ende aller Zeiten
Autor: Adrian J. Walker, Übersetzerinnen: Nadine Püschel, Gesine Schröder
Verlag: Fischer Tor
Erschienen am: 25.08.16
Seitenzahl: 432 Seiten, broschiert
Preis: 14,99 Euro
E-Book: 12,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
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Der Familienvater Edgar ist 35 Jahre lebt mit seiner Frau Beth und ihren gemeinsamen Kindern in Schottland. Mit seinem Leben ist er alles andere als zufrieden. Er trinkt fast jeden Abend eine Flasche Wein und kommt dann abends betrunken ins Bett, was seine Frau nicht mal stört. Bei einem morgendlichen Sparziergang bemerkt Ed, dass es ungewöhnlich ruhig in der Siedlung ist. Im Fernsehen gibt es keine Berichte. Nur die Überschrift einer Tageszeitung „NOTSTAND AUSGERUFEN, AKUTE EINSCHLAGSGEFAHR“ lässt ihn alles vergessen und nach Hause eilen. Er verschanzt sich mit seiner Familie in den Keller, doch dabei sollte es nicht bleiben.
Das Cover erinnert an ein Notizbuch welches recht mitgenommen aussieht. In sehr großen Buchstaben, fast 75% der Titelseite, thront der Buchtitel. In dessen Buchstaben ist die Familie wiederzuerkennen, um die es in dem Buch geht. Besonders gut ist, dass beim Aufklappen auf der Innenseite noch handgeschriebene Auszüge aus dem Buch enthalten sind.
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir mühelos. Der Leser wurde mit den Gegebenheiten vertraut gemacht. Die Geschichte ist aus der Sicht von Ed geschrieben. Zunächst erfahren wir, dass er nicht gerade der perfekte Ehemann ist und sein Leben ihm nicht wirklich Freude bereitet. Kurze Zeit später kommt dann auch schon das Ende aller Zeiten, wie es ja der Titel schon vorgibt. 
Ab diesem Zeitpunkt baut sich Spannung auf, da man nicht sofort erfährt, was eigentlich passiert ist. Ständig fragte ich mich, was da genau passiert sein mag und so wollte ich immer weiter lesen. Langsam aber sicher lichtete sich dann das Geheimnis über die Asteroideneinschläge und die Tatsache, dass im Süden Schiffe die Menschen zur Evakuierung fort bringen.
Ed als Protagonist durchlebt Zeiten, wie man sie keinem wünschen würde. Getrennt von seiner Familie macht er sich mit anderen Leuten auf den Weg nach Süden. Das Ganze natürlich zu Fuß! Dabei durchläuft er eine positive Entwicklung. Er gewinnt immer mehr an Vertrauen in sich selbst und sieht in seiner Familie etwas für das es sich zu kämpfen lohnt.
Der Schreibstil des Autoren ist einfach und verständlich und stellt somit keine Altersbarriere dar. Auch wenn es an manchen Stellen doch etwas langatmig war, ist es möglich am Ball zu bleiben, da die Neugier daran, ob Ed wieder mit seiner Familie vereint sein wird überwiegt. 
Was mich etwas irritiert hat waren die Rückblicke aus Ed’s Kindheit oder auch jene wichtigen prägenden Momente, die seine Begleiter erlebt haben. Ich kann mir bis jetzt nicht erklären, welchen Sinn und Zweck diese Rückblicke hatten. Vielleicht sollte man einen besseren Einblick in diejenige Person bekommen, aber mal ganz ehrlich, in so einer apokalyptischen Zeit möchte doch keiner wissen, was für belanglose Momente in den Jahren davor waren.
Immer wieder musste ich im Laufe des Buches an TV – Serien denken, weil ich teilweise Elemente der Geschichte wiedererkannt habe. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich sehr viele Tv-Serien schaue. Aber was will man bei einer Endzeitstory auch großartig anders machen. Es gibt eben Dinge, die damit bedingungslos einhergehen.
Das Ende lässt bei mir offene Fragen zurück und ich war von den letzten Seiten des Buches aus inhaltlicher Sicht sehr enttäuscht.
Alles in allem ein Buch, dass man sich zur Hand nehmen kann, weil der Leser trotz einiger Schwächen bei der Stange gehalten wird.
Für mich ein mittelmäßiger Apokalypse / Katastrophen – Roman, dessen Geschichte zu durchsichtig ist, aber einen Protagonisten hat, den man gerne auf seinem Weg begleitet. Empfehlung für alle, die auf Endzeitromane stehen.

Rockt sein Herz mit 3 von 5 Punkten!

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