Dienstag, 21. Juni 2016

Rezension zu "Young World - Nach dem Ende (Band 2)"

Titel: Young world - Nach dem Ende (Band 2)
Autor: Chris Weitz, Übersetzer: Gerald Jung und Katharina Orgaß
Verlag: dtv
Erschienen am: 27.05.16
Seitenzahl: 320 Seiten, gebunden
Preis: 18,95 Euro
E-Book: 15,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 2 von 3
Band 1: Young world - Die Clans von New York
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Nachdem eine mysteriöse Krankheit alle Erwachsenen ausgelöscht hat, übernehmen Teenager das Kommando. In Manhattan organisieren sie sich in Clans. Donna und Jeff vom Washington Square Clan wagen sich auf die riskante Suche nach einem Gegenmittel. Gerade als sie zusammen mit einigen Freunden an ein Antiserum gelangen, wird die Clique getrennt. Jeff kehrt nach New York zurück, während es Donna nach England verschlägt. Dort wird sie vom britischen Geheimdienst immer wieder zu den Ereignissen kurz vor der Krise befragt. Und erst fast zu spät begreift sie: dort wo Jefferson ist, mitten in New York, liegt der Schlüssel zu einer noch viel größeren Bedrohung, als die Krankheit es jemals war.
(Quelle: www.dtv.de)
Ich war von dem ersten Band der Reihe wirklich total begeistert. Spannend, packend und düster war die Geschichte, mit immer neuen Wendungen und sympathischen Charakteren.
Von daher erhoffte ich mir viel von der Fortsetzung und habe mich auch sehr darauf gefreut.
Der Einstieg gelang mir nur, nachdem ich nochmal im ersten Band geblättert habe, da es ja doch lange her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe.
Leider ist der Anfang sehr langatmig. Die Geschichte ist abwechselnd von den Charakteren Donna und Jeff geschrieben und beide beschreiben ihren Aufenthalt auf dem Schiff sehr zäh und ereignislos.
Es kamen für mich auch nicht genügend Emotionen rüber und das obwohl die Handlung viel aus den Gedanken der Protagonisten besteht. Es geht zudem die ganze Zeit fast nur um Politik. Was ist genau geschehen auf der Welt, wie verhalten sich die anderen Länder nun und so weiter und so fort.
Das hat mich wirklich sehr gelangweilt, denn Politik war noch nie mein Thema. Sowas gerade am Anfang und so viel auf einmal einzubringen ist meiner Meinung nach schädlich für den Lesefluss. Fragen klären und Hintergrundwissen einbringen ist zwar löblich, aber für mich war es hier einfach zuviel des Guten.
Im Laufe des Buches ändert sich das zwar etwas, aber wir kehren defintiv nicht in die zerstörte Welt mit den Clans zurück, wie es im ersten Buch der Fall war. Schade, denn genau das hat dieses Buch für mich ausgemacht.
Es entwickelt sich mehr und mehr zu einem normalen Thriller: Wem kann man trauen, wem nicht, wie wird es weitergehen. Das apokalyptische geht dabei fast völlig unter - und genau das hat mich leider an der Geschichte so gereizt.
Ich bin mir nicht sicher, ob der dritte Band das wieder auffangen kann, da sich die Geschichte für mich in eine Richtung entwickelt hat, die mich nicht mehr so packen konnte.
Aber einen Blick reinwerfen werde ich vermutlich trotzdem, denn vielleicht kriegt die Handlung ja wieder die Kurve, wer weiß.
Leider nicht ganz so stark und packend wie der erste Teil. Etwas zäh und viele politische Erklärungen, die das Lesevergnügen für mich persönlich schmälerten.


Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!


1 Kommentar:

  1. Hach, mir ging es genauso... Politik war noch nie so meins und daher geriet Band 2 für meinen Geschmack zu trocken und langatmig. Klar sind einige Aspekte interessant, aber ich wünschte mir auch eine Rückkehr zum Hauptthema aus Band 1.
    Ich werde in Band 3 wohl reinlesen, aber es muss wieder anders werden, um mich zu fesseln.

    Liebe Grüße,
    Anna

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