Dienstag, 19. April 2016

Rezension zu "Wir waren hier"

Titel: Wir waren hier
Autorin: Nana Rademacher
Verlag: Ravensburger
Erschienen am: 18.01.16
Seitenzahl: 352 Seiten, gebunden
Preis: 14,99 Euro
E-Book: 12,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:
Ravensburger, Amazon

Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.
(Quelle: www.ravensburger.de) 
 Als ich das Cover gesehen habe, dachte ich es handelt sich um eine Vergangenheitsgeschichte und irgendwas mit Liebe. Nachdem ich es dann aber genauer angeschaut habe, wurde klar, dass es eine Dystopie ist. Ich liebe Dystopien und musste diese, die in Berlin spielt, dann natürlich auch lesen.
Der Einstieg gelang ganz leicht, der Schreibstil von Nana Rademacher ist flüssig zu lesen.
Im Laufe des Buches stellte ich schnell fest, dass es hier  nicht um eine herkömmliche Dystopie handelt. Diese ist eher sehr realistisch und spielt in naher Zukunft. Es geht um Politik, Klimawandel und vieles mehr. Doch wir erfahren leider nicht besonders viel darüber, warum es so ist wie es ist.
Eigentlich hat mich ja gerade das Realitätsnahe an der Geschichte interessiert, doch war es genau das, was mir keinen Spaß gemacht hat. Ich stelle immer wieder fest, dass ich einfach gerne Geschichten lese, die in eine ganz andere Welt führen und nur einen Fuß dabei in der Realitität behalten, also nicht zu abgefahren wirken, um das Ganze glaubhaft zu machen.
Diese Geschichte war irgendwie zu real, es gab Schauplätze, die ich selbst schon in Berlin gesehen habe.
Der erste Teil des Buches ist wie eine Art Blog von der Protagonistin Anna geschrieben. Das ist zwar eine gelungene Idee, ging mir aber irgendwann ein wenig auf die Nerven.
Erleichtert war ich, als im zweiten Teil dann die übliche Schreibweise wieder auftaucht und die Geschichte so auch ein wenig Spannung aufnehmen konnte. Dennoch passierte irgendwie nicht viel und es wurde sehr viel mit Andeutungen gearbeitet, was mich nicht so richtig begeistert, da ich schon wissen möchte was Sache ist. Auch zu Anna konnte ich keine richtige Beziehung aufbauen, sie blieb irgendwie nicht greifbar für mich.
Das Ende ist einen dritten Teil gegliedert, der mich ratlos und enttäuscht zurückgelassen hat.
Definitiv mal eine andere Dystopie, die im nicht so fernen Berlin spielt. Dennoch konnte sie mich leider nicht so richtig packen und hat mich dann eher ratlos zurückgelassen.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!




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