Freitag, 4. März 2016

Rezension zu "Die Welt wär besser ohne dich"

Titel: Die Welt wär besser ohne dich
Autorin: Sarah Darer Littman, Übersetzerin: Franziska Jaekel
Verlag: Ravensburger
Erschienen am: 18.01.16
Seitenzahl: 384 Seiten, gebunden
Preis: 14,99 Euro
E-Book: 12,99 Euro
Teil einer Reihe: nein
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Lara hat endlich abgenommen und wurde sogar ins Cheerleader Team aufgenommen. Plötzlich scheint alles perfekt, als auch noch so ein gutaussehender Typ ihr bei Facebook schreibt. Lara verliebt sich schnell in ihn - doch eines Tages zieht er auf ihrer Facebook-Pinnwand plötzlich über sie her. "Die Welt wäre besser ohne dich", schreibt er. Viele kommentieren mit ebenso gemeinen Sprüchen... Lara versteht gar nichts mehr und fällt tief...
Eigentlich wollte ich erst noch andere Bücher lesen, aber als dieses Buch ankam, hatte es irgendwie eine magische Wirkung auf mich. Das Cover und der Titel haben mich neugierig gemacht. Ich habe sofort reingeblättert und mir ist zuerst aufgefallen, wie leicht es zu lesen ist. Aus "nur mal kurz reinlesen" wurden dann drei Stunden, in denen ich das Buch inhaliert habe.
Der Einstieg gelang ganz leicht, der Schreibstil ist wirklich toll und flüssig, die Seiten fliegen richtig dahin. Wir lernen die Protagonistin Lara und ihre Familie schnell gut kennen. Das Buch ist unterteilt in mehrere Sichtweisen, sowie in "Davor" und "Jetzt".
Es beginnt damit, dass wir die schlimme Situation im jetzt erleben, um dann ins "Davor" zurückzukehren und erleben, wie es überhaupt dazu kam. Im letzten Drittel dann kehren wir wieder zurück ins "Jetzt".
Das hat mir gut gefallen, weil wir so schon wissen, worum es geht und dann langsam an das Geschehen heran geführt werden.
Die Protagonistin Lara tat mir einfach nur Leid und ich hätte sie einfach gern in Arm genommen. Was mir jedoch auch gut gefallen hat, war, dass man auch gezeigt bekommt, wie es der Familie, den Angehörigen und auch dem weiteren Umfeld dabei geht. Laras Schwester beispielsweise war total genervt davon, dass es immer um Lara geht, wenn diese krank ist.
Im Laufe des Buches wird schnell klar, was mit dem Buch ausgedrückt werden soll. Es geht um Mobbing, das Verletzen von anderen Menschen "aus Spaß" oder aus eigenem Frust - und was das bei dem Anderen anrichten kann. Andererseits geht es aber auch um Selbstjustiz, was diese auslösen kann und das es auch oft Gründe gibt, die den "Täter" dazu führen jemand anderen schlecht zu machen.
Vorallem aber zeigt es die Macht von Menschen untereinander und wie schnell sie gegenseitig ihre Leben zerstören können. Menschen die entweder mitziehen, wenn jemand lästert oder auch Menschen die dann schnell den Täter verurteilen und schlecht machen, ohne das Dahinter zu kennen oder sich bewusst zu sein, was das für Auswirkungen auf sein Leben hat.
Ihr merkt schon - das Buch hat mich sehr berührt und mitgerissen. Ich erlebe gerade in der Onlinewelt immer wieder Lästern, Mobbing, Verurteilen und Co. und wieviele Menschen da einfach mitziehen ohne mehr zu wissen - und wie wenig da einschreiten und das Opfer schützen. Aber auch die Selbstjustiz ist derzeit ganz stark und ich halte mich da immer sehr bewusst raus. Sicher finde ich auch vieles sehr unerhört was da passiert, aber ich sehe mich nicht dazu berechtigt andere deswegen öffentlich auf meinem Blog bloßzustellen. Ich empfand das Buch als sehr realistisch und toll geschrieben. Ich hoffe, die Autorin kann mit diesem Buch viele Menschen erreichen und deren Horizont damit erweitern.
Ein Buch, das ich regelrecht inhaliert habe. Es hat mir nicht viel Neues erzählt, aber mich dennoch gefesselt und berührt. Ich hoffe, dass viele Menschen es lesen und ihren Blick dadurch vielleicht etwas anders ausrichten können.

Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!



1 Kommentar:

  1. Hi Janine,
    da hast du mich direkt mal noch restlos überzeugt, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. Danke dir für die schöne Rezension :-)
    Liebe Grüße,
    Anna

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