Dienstag, 9. Februar 2016

Rezension zu "Zug um Zug" [Filmreview]

Titel: Zug um Zug
Regisseur: Elodie Namer
Hauptdarsteller:  Lou de Laâge, Magne-Havard Brekke, Michelangelo Passaniti, Adam Corbier
Studio: capelight pictures
Erschienen am: 29.01.16
Spieldauer: 83 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Preis: DVD: 12,99 Euro, Bluray: 14,99 Euro
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Der Sieger des diesjährigen internationalen Schachturniers scheint bereits festzustehen: Cal Fournier, mit 22 Jahren französischer Meister und haushoher Favorit. Von der Welt entrückt und nur auf Sieg programmiert, bezwingt er seine Gegner auch im Halbschlaf oder mit verbundenen Augen. Doch als plötzlich ausgerechnet ein Kind Cal zu übertrumpfen droht, gerät seine arrogante Siegessicherheit ins Wanken. Der Beginn einer Obsession, Zug um Zug ...
(Quelle: www.capelight.de) 

Den Trailer findet ihr ganz unten.
Ich bin ein Fan von den Filmen von Capelight Pictures, da sie meistens einfach anders sind. Ich liebe Filme, die nicht so vorhersehbar und immer gleich vom Stil sind.
Bei diesem Film war ich mir erst unsicher, ich habe keine Ahnung von Schach und interessiere mich auch nicht dafür. Dennoch hat mich der Trailer gereizt, da es ja mehr um das geht, was hinter einem Wettkampf steht.
Der Einstieg in den Film gelang mir ganz gut. Man wurde quasi mitten ins Geschehen geworfen und lernt nach und nach die Hauptpersonen kennen.
Es hatte eine faszinierende Wirkung auf mich, mir vorzustellen, dass diese Jugendliche ein solches Leben führen. Immer im Wettkampf, ohne festen Halt und Zukunftsaussichten.
Die Charaktere waren alle sehr verschieden und meiner Meinung nach auch ein wenig überspitzt dargestellt, aber dennoch waren sie jeder auf seine Weise liebenswert. Mir hat es gefallen, dass es gewisser Zusammenhalt herrschte und es auch Einblicke in die Gefühlswelten und Privatleben gab.
Im Laufe des Films geht es darum, dass der ungeschlagene Champion auf jemanden trifft, der ihm das Wasser reichen kann. Das verunsichert ihn und treibt ihn an den Rande des Wahnsinns.
Es muss unfassbar sein, unter welchem Druck solche Leute stehen und ich frage mich, wie man da nicht durchdrehen kann.
Ich konnte die Hauptperson Cal irgendwie sehr gut verstehen und ich glaube das Drama wäre im realen Leben noch größer gewesen. Mir hat es gefallen wie er kämpft und trotz Niederlagen durchhält.
Das Ende war für meinen Geschmack dann etwas zu sehr auf Selbstfindung gepresst, ich hätte gern gewusst, was nun aus ihm geworden ist.
Alles in allem aber eine gute Unterhaltung, die aus den alltäglichen Filmen raussticht.
Ein Film über das Siegen und Verlieren und dem Druck mit Anderen vergleicht zu werden. Gute Unterhaltung, die mich jetzt zwar nicht total umgehauen hat, aber defintiv mal etwas anderes ist, auch für "Nicht-Schachfans".

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten! 


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