Montag, 18. Januar 2016

Rezension zu "Verity heißt Wahrheit"

Titel: Verity heißt Wahrheit
Autorin: Jeannie Waudby, Übersetzerin: Eva Riekert
Verlag: Chicken House
Erschienen am: 27.11.15
Seitenzahl: 400 Seiten, gebunden
Preis: 18,99 Euro
E-Book: 12,99 Euro
Teil einer Reihe: nein

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K kommt bei einem Anschlag der Brotherhoods fast ums Leben - doch Oskar rettet sie und schleust sie bei den Feinden der Residents ein - den Brotherhoods. Hier muss K sich als eine von ihnen ausgeben. Doch als sie Greg trifft beginnt sie an allem zu zweifeln. Sind die Brotherhoods wirklich die Feinde? Wer lügt und wer sagt die Wahrheit?
Das Cover ist mir sofort ins Auge gestochen. Die Flammen und Blutspuren am Rande und das Mädchen das sich spiegelt wirken sehr mysteriös und geheimnisvoll auf mich. Der Farbton dazu ist sehr auffällig und passt super dazu.
Der Einstieg in das Buch ist unglaublich spannend. Wir finden uns mitten in einem Anschlag wieder, eher wir überhaupt begreifen, um was es geht. Das gefiel mir sehr gut, so ein rasanter Beginn fesselt mich als Leser direkt. Allerdings schraubt es auch die Erwartungen an das Buch sehr hoch.
Nach diesem spannungsgeladenem Anfang flaute das Ganze nämlich wieder sehr stark ab.
Jetzt nahm ich auch den Schreibstil der Autorin wahr, der irgendwie nicht ganz meinen Geschmack traf. Sie beschreibt zwar flüssig und bildhaft, aber ich schaffte es einfach nicht in die Geschichte abzutauchen. Das Setting war mir viel zu grau und zu düster. Ich konnte schon von Anfang an überhaupt keine Bindung zu der Protagonistin K aufbauen, da sie irgendwie sehr kühl und reserviert rüberkam. Auch ihre Handlungen und Entscheidungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar.
Trotz des sehr ausführlichen Schreibstils lässt die Autorin jedoch wichtige Informationen einfach weg. Ich hätte gern mehr erfahren, warum es zwischen den Residents und den Brotherhoods so ist wie es ist und wie es zu dieser Welt gekommen ist.
Im Laufe des Buches kamen immer mal wieder Längen auf und ich hatte durchgehend das Gefühl, nicht in die Geschichte abtauchen zu können.
Zum Ende hin wird es zwar wieder spannender aber irgendwie war alles auch sehr vorhersehbar. Ich bin eh schon sehr schwer zu überraschen bei der Masse an Büchern, die ich lese, aber durch die ganzen Andeutungen, die gemacht werden, konnte man gar nichts anders als wissen, was auf einen zukommt.
Die Geschichte an sich war aber auch einfach nicht so mein Thema. Regime, Terroristen, Radikale, Spionage, Anschläge, Gesellschaft und Hass - das sind alles Begriffe die ich in den Nachrichten oft genug höre und die ich persönlich nicht in einem Buch lesen möchte. Auch wenn eine Liebesgeschichte dabei war konnte mich das nicht in Stimmung bringen.
Eine Dystopie über eine gesplittete Gesellschaft und deren Lügen - verwoben mit einer Liebesgeschichte. Gefesselt hat es mich nicht, aber schlecht war es jetzt auch nicht.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!



 

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