Montag, 2. November 2015

Rezension zu "E.J. und das Drachenmal" [Gastrezension von Zeilenliebe]

Zeilenliebe hat heute das Vergnügen, euch E.J. und das Drachenmal von Anika Oeschger vorzustellen.Ihre Rezension findet ihr auch auf ihrem Blog HIER.

 Titel: E.J. und das Drachenmal
Autorin: Anika Oeschger
Verlag: Riverfield Verlag
Erschienen am: 28.09.15
Seitenzahl: 304 Seiten, gebunden
Preis: 19,90 Euro
E-Book: 15,99 Euro
Teil einer Reihe: bisher nicht
Hier zu kaufen


Allgemeines: 
E. J. und das Drachenmal stammt von Autorin Anika Oeschger. Oeschger ist erst 17 Jahre alt, ein junges Alter für ein 303 Seiten starkes Romandebüt. E. J. und das Drachenmal ist der erste Band ihrer Fantasyreihe und im September 2015 als Hardcover im Riverfield Verlag erschienen.
Optisch ist das Buch auf jeden Fall ein Hingucker. Es ist schön gestaltet, der Blick der abgebildeten Protagonistin Emilia Jane zieht die Aufmerksamkeit der Leser auf sich. Für ein Jugendbuch hat es mit 19,90 € einen stolzen Preis.

„Mein Name ist Emilia Jan McCallum. Ich bin sechzehn Jahre alt und werde meine Schule niederbrennen.“ Emilia Jane kämpft gerade mit dem ersten Liebeskummer ihres jungen Lebens, als sich ihr Körper auf eine Weise verändert, die mit der Pubertät alleine nicht mehr zu erklären ist. Ein mysteriöses Mal breitet sich auf ihrem Arm aus und um sie herum beginnen sich merkwürdige Dinge zu ereignen. Als sie ihr Haus verwüstet vorfindet und die Eltern verschwunden sind, muss E.J. feststellen, dass das Mal auf ihrem Arm auch mit einem Etwas zu tun hat, das aus der Tiefe dunkelster Vergangenheit nach ihrem Leben trachtet. Sie muss ihren ganzen Mut zusammennehmen und sich im Kampf stellen, denn das, was aus der Finsternis auf sie zukommt, kennt keine Gnade …» (Riverfield)
Annika Oeschger lebt in der Schweiz und dort findet auch die Handlung ihres ersten Romans statt. Ich finde es bemerkenswert, dass die Autorin dieses Buches erst 17 Jahre alt ist. Aber aufgrund dieser Tatsache kann ich das Buch natürlich nicht besser bewerten als es eigentlich ist. Man merkt, dass Oeschger eine Affinität zu Sprache hat, dass sie kreativ ist und gerne schreibt. Aber man merkt auch, dass es ihrer Geschichte an Tiefe fehlt. Ihre Charaktere sind nicht so gut ausgearbeitet, wirken teilweise eher schemenhaft charakterisiert. Auch die Hauptfigur Emilia Jane erscheint in den 8 Kapiteln des Buches eher blass. Mir ist sie unsympathisch, weil sie für ihre 16 Jahre ziemlich naiv und unreif ist. Es gibt natürlich eine obligatorische Liebesgeschichte, welche für mich aber eher wie aus einem oberflächlichen Teenieroman oder einer Mädchenzeitschrift wirkt. Das klingt vielleicht hart, aber diese Liebesgeschichte ist für mich unrealistisch. Wenn ihr sie lest, werdet ihr merken, was ich meine. Verraten darf ich ja leider nichts ;-).
Manchmal verliert die Autorin sich in Details, rafft die Geschichte zu sehr oder schreibt Längen hinein. Teenagerprobleme stehen klar im Fokus, obwohl uns doch eher die fantastische Geschichte hinter dem Ganzen interessiert. Und die Handlung wird ab und an auch ein kleines bisschen unlogisch. Man verzeiht Oeschger diese Fehler ein wenig, da man ihr Alter kennt. Hätte ich nicht gewusst, dass es ihr noch an Lebens- und Schreiberfahrung fehlen könnte, wäre ich von E. J. und das Drachenmal irritiert gewesen und hätte es nach 50 Seiten weggelegt. Da das nicht passiert ist, bin ich gespannt, wie Anika Oeschger sich weiter entwickelt und ob es ihr im zweiten Band ihrer Reihe gelingen wird, die Fantasy mehr und die Teenieprobleme weniger in den Fokus zu stellen.
Nettes Jugendfantasybuch (für jüngere Leser) mit klarem Fokus auf Teenagerprobleme. Schöne Fantasyelemente, aber auch Logikfehler, Längen und blasse Charaktere. Alles in allem aber eindeutig ausbaufähig.

Rockt Zeilenliebes Herz mit 2 von 5 Punkten! 




 

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