Donnerstag, 22. Oktober 2015

Rezension zu "Changers - Oryon" (Band 2)

Titel: Changers - Oryon (Band 2)
Autoren: T. Cooper & Allison Glock, Übersetzerin: Manuela Knetsch
Verlag: Kosmos
Erschienen am: 08.09.15
Seitenzahl: 368 Seiten, gebunden
Preis: 16,99 Euro
E-Book: 14,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von 4
Band 1: Changers - Drew
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Nachdem Ethan erfahren hatte, dass er ein Changer ist, musste er ein Jahr lang als das Mädchen Drew leben. Jetzt, bei seinem zweiten Jahr, ist er Oryon, ein afro-amerikanischer Junge.
Oryon versucht sich, trotz des Verbotes des Changer-Rates wieder mit Audrey anzufreunden, die er als Drew zurücklassen musste.
Er hat außerdem weiterhin mit ihrem Bruder Jason zu kämpfen und muss schnell feststellen, dass sehr wohl noch Unterschiede zwischen Schwarzen und Weißen gemacht werden...
Und Chase versucht noch immer Oryon als Rebellen zu gewinnen...
Schon der erste Band "Changers - Drew" hat mir sehr gut gefallen. Ich finde die Idee, dass jemand 4 Jahre lange in 4 verschiedenen Körpern leben muss sehr spannend. Die Umwandlung von Ethan zu Drew in Band 1 war besonders lustig, da ein Junge nun ein Mädchen sein musste.
Im zweiten Band beginnt der Einstieg auch gleich damit, dass Drew nun wieder in einen anderen Körper muss, diesmal der afro-amerikanische Oryon.
Die Autoren schreiben wieder gewohnt flüssig. Wie schon im ersten Band, finde ich phänomenal, wie schnell man hier beim lesen vorran kommt. Obwohl nichts spannendes oder großartiges passiert, liest sich das Buch so schnell weg.
Während ich bei Band 1 schnell mit der Hauptfigur klarkam und mit ihr mitfühlte, was die Umwandlung von Junge zu Mädchen betraf, hatte ich nun andersherum doch so meine Probleme. Drew war plötzlich ein afro-amerikanischer Junge und kam erschreckend schnell damit klar. Ich hätte gedacht, dass da doch mehr Umstellungsschwierigkeiten sein müssten.
Es fiel mir schwer, mich an Oryon zu gewöhnen, da ich Drew sehr gemocht habe.
Der Protagonist der über den ganzen Körpern steht, hat zwar eine gewisse Tiefe, da er sozusagen seine Tagebucheinträge aufzeichnet und mir als Leser so einen Einblick in seine Gefühlswelt erlaubt, aber ich hatte dennoch das Gefühl, er gehe zu gelassen mit der Situation um. Ich konnte auch nicht nachvollziehen, dass er einerseits die Changers Regeln doch sehr ablehnt, aber andererseits so rumzickt, sich der Rebellion anzuschliessen.
Im Laufe der Geschichte war genau das der Punkt auf den ich wartete. 90% des Buches passiert einfach nichts. Wir gehen mit Oryon durch seinen Alltag, erleben all die Hindernisse, die neuen Situationen, denen er als Afro-Amerikaner ausgesetzt ist und versuchen Audrey wieder zu gewinnen.
Es wird zwar nicht langweilig, da der Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen ist, aber ich wünschte mir des öfteren, es würde mal etwas aufregendes passieren.
Die Nebenfigur Chase wird meiner Meinung nach viel zu sehr abgefertigt, ich hätte gerne noch mehr über ihn erfahren und frage mich warum Oryon so ein ablehendes Verhalten zeigt.
Am Ende bricht plötzlich das Chaos aus, der Alltag bricht zusammen, alles was Oryon erreicht hat entgleitet ihm und dann wird es Haare raufend spannend - nur ist das Buch GENAU DA zuende. Ich habe mich so geärgert, grade als es wirklich gut wurde, ist es vorbei. Ich hätte mir mehr von dieser Spannung schon im letzten Drittel der Geschichte gewünscht.
Ich kann den dritten Band jetzt schon kaum noch erwarten und bin gespannt, wer Oryon als nächstes sein wird.
Auch wenn ich manchmal vergeblich wartete, dass die Geschichte zum Punkt kam, liess das Buch sich angenehm lesen und das Ende war so rasant, dass ich richtig böse bin, auf den nächsten Band warten zu müssen! Ich glaube, der dritte Band könnte um einiges mehr bieten.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!


1 Kommentar:

  1. Hey =)
    Schade, dass es dir nicht ganz soo gut gefallen hat, ich fand's echt super. Echt sch***e, dass es noch so lange dauert, bei dem Ende^^
    Deine Kritik kann ich schon irgendwie nachvollziehen :)

    LG ♥
    Anna

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