Montag, 26. Oktober 2015

Rezension zu "Buenos Dias, Prinzessin" [Filmreview]

Titel: Buenos Dias, Prinzessin
Regisseur: Carlos Sedes
Hauptdarsteller: Ivana Baquero, Charlotte Vega, Àlex Maruny uvm.
Studio: capelight pictures
Erschienen am: 16.10.15
Spieldauer: 101 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Preis: DVD: 10,99 Euro  Bluray: 17,99 Euro

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Valeria ist außer sich, ihre Mutter und ihr Vater lassen sich scheiden und sie muss mit ihrer Mutter nach Madrid ziehen. An der neuen Schule gerät sie gleich in Schwierigkeiten und muss Nachsitzen mit einer Gruppe von Jugendlichen, die alle sehr verschieden sind. Zu Beginn können sie sich alle nicht leiden, doch mit der Zeit wird klar, dass sie viel gemeinsam haben und sie nennen sich den "Club der Unverstandenen". Auch Raul ist einer von Ihnen und Valeria kann ihn gut leiden, allerdings ihre neue Freundin auch...
Ich muss gestehen, dass das Cover mittlerweile ein bisschen ausgelutscht ist. Immer das Liebespaar, das sich küsst im Sonnenschein, finde ich langsam etwas langweilig.
Ich erwartete hier also eine leichte Liebesgeschichte, die den Titel und das Cover wiederspiegelt.
Aber ich bekam soviel mehr als das!
An dieser Stelle möchte ich auch sagen, dass ich es schade finde, dass der deutsche Titel so abgeändert wurde, original heißt der Film nämlich "Der Club der Unverstandenen" und das passt so viel besser zum Film!
Der Einstieg ist sehr klassisch: Mädchen zieht um und muss neue Freunde finden.
Die Hauptfigur Valeria ist finde ich etwas distanziert und es fiel mir sehr schwer mit ihr so richtig warm zu werden.
Doch das Gute an dem Film ist, dass es gar nicht nur um Valeria und ihre Liebesgeschichte geht, sondern um die Freunde, die einander beim Nachsitzen finden. Es sind hier neben Valeria so unterschiedliche und tolle Charaktere dargestellt, die mir alle sehr an Herz wuchsen. Die ruhige Streberin, der Nerd, die Sportliche, die durchgeknallte Zicke und der Schönling.
Und genau das ist meiner Meinung nach auch viel eher der Knackpunkt im Film, die Freundschaft, das Auseinanderleben und wieder Zusammenfinden. Das Zusammenhalten und füreinander da sein. Sich zu öffnen, andere in sein Leben zu lassen und man selbst sein zu können. Vorurteile beiseite legen und anderen den Rücken stärken.
Genau diese Punkte machten den Film im Laufe der Geschichte schnell zu meinem Liebling. Die Liebesgeschichte von Valeria rückte für mich da eher in den Hintergrund, da sie doch sehr klischeehaft war. Ich habe zwar bis zum letzten Drittel nicht gewusst, wer am Ende ihr Traumtyp wird, aber irgendwie war es dann doch so ein "War ja klar" Moment.
Es gibt an Ton und Bild nichts zu bemeckern, der Film hat mir viel Spaß gemacht und ich fand die Nebengeschichten sogar noch viel schöner als das, was die Hauptperson erlebt.
Ein toller Film, der zwar manchmal klischeehaft ist, aber dennoch mit authentischen Nebencharakteren überzeugt und einer tiefgehenden Geschichte über Freundschaft und Liebe.

Rockt mein Herz mit 4 von 5 Punkten!




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