Mittwoch, 23. September 2015

Rezension zu "Solitaire"

Titel: Solitaire
Autorin: Alice Oseman
Verlag: dtv
Erschienen am: 21.08.15
Seitenzahl: 368 Seiten, gebunden
Preis: 16,99 Euro
E-Book: 14,99 Euro
Teil einer Reihe: nein

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Tori hat irgendwie auf nichts Lust. Sie unterhält sich nicht gern mit den Anderen und manchmal findet sie einfach alles unsinnig und trostlos. Als plötzlich mysteriöse Klebezettel auftauchen, die sie zu der geheimen Organisation "Solitaire" führen, läuft alles aus dem Ruder. Tori lernt Michael kennen, mit dem sie irgendwie nicht befreundet sein will. Oder vielleicht doch? Und was hat Solitaire vor, außer der Schule Streiche zu spielen? Und vorallem: was hat das alles mit Tori zu tun?
Das Cover dieses Buches ist sehr außergewöhnlich und ein wenig seltsam. Genau das zog meine Aufmerksamkeit auf das Buch. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war mir bewusst, dass es in dem Buch um ein depressives Mädchen geht und eigentlich hatte ich mich auch darauf eingestellt. Dennoch merkte ich schnell, dass die Geschichte teilweise wirklich sehr düster ist.
Der Einstieg war ganz leicht, ich fand schnell in Toris Gefühlsleben und ihre Umgebung hinein. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig zu lesen, sodass die Seiten nur so dahin flogen.
Ich kam wirklich sehr schnell voran beim lesen und das, obwohl eigentlich so gut wie nichts passierte. Wir begleiten die Protagonistin Tori eigentlich quasi jeden Tag zur Schule und wieder nach Hause. Tori ist ein sehr schwieriger Mensch, ihre düsteren und lustlosen Gedanken nervten mich einerseits sehr schnell, da sie wirklich einfach gegen alles permanent Ablehnung verkörpert. Sie ist ständig genervt und gegen alles, was ich so mag. Andererseits konnte ich mich dennoch in einigen Punkten wiederfinden, ich glaube ich war ihr als Jugendliche sehr ähnlich und irgendwie beruhigt mich das. Es scheint heutzutage eine Teenagerkrankheit zu sein: depressiv und lustlos.
Im Laufe des Buches erging es mir immer wieder so. Mal fühlte ich mich Tori nahe, konnte ihre Gedanken und ihre depressive Stimmung gut nachvollziehen, dann aber wieder fand ich alles total übertrieben, teilweise sogar richtig seltsam und irgendwie verwirrend.
Die Nebenfiguren waren auch allesamt auf ihre Art und Weise irgendwie überspitzt dargestellt und ich konnte Handlungsweisen manchmal überhaupt nicht nachvollziehen.
Toris Gedanken sind manchmal unpassend und chaotisch, genauso springen wir auch plötzlich in Situationen Stückchenweise vor, dass man das Gefühl hat man selbst hätte schon gedankliche Aussetzer.
Ein wenig Spannung brachte allerdings die Organisation Solitaire rein, ich wollte die ganze Zeit wissen, was sie planen und wer eigentlich dahinter steckt.
Das Ende ist irgendwie etwas sehr dramatisch und übertrieben. Was mir aber gut gefallen hat, ist dass sich nicht alles einfach zum Guten wendet und das wars. Es klingt für mich ganz zum Schluß eher nach dem wahren Leben.
Dieses Buch hat mich sehr hin und hergerissen, manchmal hatte es großes Potenzial das echte Leben einzufangen und dann war es plötzlich wieder so seltsam und abgehoben, dass ich mich ernsthaft gefragt hab, was in der Autorin vor sich geht.

Dieses Buch ist aufjedenfall anders, düster und manchmal etwas seltsam. Dennoch konnte es mich gut unterhalten und bis zur letzten Seite wollte ich immer weiterlesen.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!





Kommentare:

  1. Huhu Liebes,

    irgendwie hat das Buch mein Interesse einfach nicht geweckt, aber ich wollte unbedingt deine Meinung dazu lesen. Naja, ich muss es nicht lesen. Nach deiner Rezi bin ich mir sicher, dass ich nichts verpasse ;)

    Liebste Grüsse
    Sonja ❤ ❤ ❤

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    1. Huhu meine Liebe <3

      Mich hat das Thema interessiert, da Depressionen doch sehr weit verbreitet sind und irgendwie niemand drüber spricht. Aber das Buch ist tatsächlich sehr seltsam und unbedingt lesen muss man es wirklich nicht ;-)

      Liebe Grüße :) :-*

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    2. Na dann hab ich ja alles richtig gemacht :) :-***

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