Dienstag, 29. September 2015

Rezension zu "Der Babadook" [Filmreview]

Titel: Der Babadook
Regisseurin: Jennifer Kent
Hauptdarsteller: Essie Davis, Noah Wiseman
Studio: capelight pictures
Erschienen am: 18.09.15
Spieldauer: 94 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Preis: Bluray: 15,79 Euro, DVD: 12,89 Euro

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Nach dem Tod von Mann und Vater haben es Amelia und ihr Sohn Samuel nicht leicht. Samuel macht Probleme in der Schule und Amelia weiß nicht mehr wo ihr der Kopf steht. Als sie ihrem Sohn eines Abends aus einem mysteriösen Buch vorliest, das der Babadook heißt, wird alles noch schlimmer. Samuel behauptet felsenfest, es gäbe Monster im Haus. Langsam aber sicher dreht Amelia durch und ist sich bald nicht mehr sicher, ob Samuel nicht doch Recht hat...

(Den Trailer findet ihr am Ende des Postings) 
 
Ab und zu schauen wir auch mal einen Horrorfilm, obwohl ich zugeben muss, dass ich das nicht mehr so gut abkann wie früher.
Dieser Film klang besonders spannend. Ich bin nicht so der Typ der Splatter-Filme schaut, sondern eher Übernatürliches, Mystisches, Geister, Dämonen etc.
Das ein Dämon aus einem Buch quasi lebendig wird ist ziemlich unheimlich, finde ich, grade weil ich ja nunmal auch viel lese.
Der Einstieg in den Film gelang mir ganz gut, obwohl ich wirklich sehr schnell feststellen musste, dass ich weder Samuel noch Amelia mochte. Beide waren etwas seltsam und anstrengend. Samuel hatte diesen Psychoblick drauf, der dafür sorgt, dass man Kinder in Filmen besonders unheimlich und abstoßend findet. Amelia war immer mehr davor durchzudrehen, weil ihr alles über den Kopf wächst, das macht sie hysterisch und hat einen ebenso gruseligen Effekt, weil sie leicht durchgeknallt wirkt. Dies zeugt aber davon, dass die Hauptdarsteller wirklich sehr gut schauspielern können, man nimmt ihnen ab, dass sie durchdrehen.
Irgendwie war diese ganze Mutter-Sohn-Beziehung sehr verstörend, beide haben es nicht verarbeitet, dass der Vater gestorben ist und die Mutter gibt vielleicht unbewusst auch dem Sohn die Schuld dafür.
Das führt zu jeder Menge Spannungen und die beiden kapseln sich immer mehr von ihrem Leben vor der Tür ab, weil sie mit diesem und anderen Menschen schwer klarkommen.
Durch diese verstörende Situation von Hass-Liebe fand ich den Film schon gruselig genug, z.B. wie der Sohn sich immer mal an die Mutter klammerte und sie ihn dann anschrie.
Im Laufe des Filmes kam dann aber auch noch dieses Wesen dazu, das irgendwie nicht greifbar ist und die Situation zwischen Mutter und Sohn nur noch mehr verstärkt. Die Mutter war regelrecht besessen und man ist sich wirklich nicht sicher, ob das ein gutes Ende nehmen kann.
Das Ganze wird irgendwie zum Schluss sehr skurril und es gab Szenen, da musste ich wirklich wegschauen, nicht weil man Angst hatte sich zu erschrecken, sondern weil es einfach eklig oder sehr hart war.
Das Ende gefiel mir ehrlich gesagt nicht ganz so gut. Ich konnte nicht ganz begreifen warum es nun aufeinmal so ablief, und was die Beweggründe bzw. Ursachen waren.
Ein sehr verstörender, seltsamer und schauriger Film, der von der Tochter-Sohn Beziehung und einer gruseligen Buchfigur lebt. Man gruselt sich hier mehr auf der Psychoebene, als auf der Schreckebene, aber die Decke musste ich doch einige Male vors Gesicht ziehen.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!




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