Dienstag, 2. Juni 2015

Rezension zu "Mara und der Feuerbringer"

Titel: Mara und der Feuerbringer
Autor: Tommy Krappweis
Verlag: Egmont Schneiderbuch
Erschienen: 14,09.2009
Seitenzahl: 332 Seiten, gebunden
Preis: 12,95 Euro
Broschiert (Buch zum Film): 12,99 Euro
E-Book: 11,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von 3
Band 2: Das Todesmal
Band 3: Götterdämmerung
hier zu kaufen

Mara ist ein gewöhnliches Mädchen, das aufgrund von ihren Tagträumerein manchmal etwas geärgert wird. Doch eines Tages spricht plötzlich ein Zweig zu ihr und erzählt ihr sie wäre eine Spákona: eine Seherin. Sie soll den Dämon Loki daran hindern wieder auszubrechen und die kluge Mara sucht sich Hilfe bei einem Professor der germanischen Mythologie.
Das Cover ist wirklich wunderschön und hat mich im Buchladen schon des Öfteren angelächelt. Ich finde es auch einfach klasse, dass die Hardcoverausgabe mit 12,95 Euro so vergleichsweise günstig ist. Über den Inhalt war ich hin- und hergerissen, denn eigentlich bin ich nicht so der Fan von Mythen und Göttern. Als es dann aber hiess, dass das Buch verfilmt wird, wollte ich doch wissen, was dahinter steckt.
Der Einstieg gelang mir ganz leicht. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig zu lesen und locker geschrieben. Die meiste Zeit erinnerte es mich vom Ausdruck und der Sprache her wirklich eher an ein Kinderbuch, als an ein Jugendbuch.
Grade zu Beginn fand ich das Buch wirklich witzig. Mehrmals musste ich grinsen oder kichern, man merkt eben, dass der Autor auch im Bereich Comedy angesiedelt ist. Ich hoffte zu dem Zeitpunkt, dass das Buch genau so weitergehen würde, aber leider schlug es im Laufe des Buches einen anderen Weg ein, der einfach nicht zu meinem Geschmack passte.
Wenn ich von etwas nicht so ein großer Fan bin, dann ist es neben der Mythologie, das typisch Deutsche. Ich weiß auch gar nicht so recht wie ich das erklären soll. Ich denke an: Heimatfilme, Tatort, die Ausdrucksweise, mittelmäßige Schauspieler, Herr Müller und Frau Meier,... Man merkt einfach sofort, dass dieses Buch in Deutschland spielt und auch die Protagonistin Mara war mir etwas zu weit hergeholt. Eine 14-jährige benimmt sich heute doch ziemlich anders, Mara kam mir noch sehr unreif und jung vor. Ihre Mutter hat mich mit ihrem absolut grässlichem naiven Verhalten einfach nur genervt und ich kam mir vor wie in so einem ARD oder ZDF Film.
Was mir leider auch nicht gefallen hat, war die plötzlichen Szenen in die ich geworfen wurde. Mara sieht irgendwas, erlebt irgendwas, ich hatte keine Ahnung was das soll, wo man ist, in welchem Zusammenhang das steht und war einfach nur total verwirrt und empfand diese Momente als skurril und unrealistisch.
Ihr merkt schon, das war einfach nicht mein Buch.
ABER: Es handelt sich grade hier wieder um meinen persönlichen Geschmack. Wenn man nicht so auf Mytholgie steht und typisch deutsche Sachen nicht mag, sollte man vielleicht kein Buch von deinem deutschen Autor über Mythologie lesen. Aber ich bin ja immer offen und probiere eben gern Dinge aus, die mich auf den ersten Blick vielleicht auch mal nicht ganz ansprechen.
Dennoch muss man dem Autor lassen, dass er einen tollen Schreibstil hat und auf andere und außergewöhnliche Weise witzig ist. Man sollte auch nicht vergessen, dass dies ein Kinderbuch ist und ich denke den meisten Lesern von 8-14 würde das Buch wahrscheinlich noch viel besser gefallen. Ich werde mir den Film dennoch anschauen, da ich neugierig bin, wie das Buch umgesetzt wurde.
Übrigens: Mir gefiel am besten der Zweig ;-)
Ich hab mich hier für mich persönlich beim Thema vergriffen, aber ein wirklich witziges und tolles Buch für Kinder und Jugendliche, die sich für Mythologie interessieren!

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!





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