Montag, 11. Mai 2015

Rezension zu "Zwischen uns die Flut"

Titel: Zwischen uns die Flut
Autorin: Eva Moraal
Verlag: Oetinger
Erschienen: 01.05.15
Seitenzahl: 511 Seiten, broschiert
Preis: 14,99 Euro
E-Book: 13,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Band 1 von ?

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Nina ist eine Trockene und muss die Schule wechseln - wo sie Max, den Nassen kennenlernt. Während es Nina als Tochter des Gouverneurs an nichts fehlt, lebt Max bescheiden und sein Bruder kämpft im Untergrund gegen eben jenen Gouverneur. Wie könnten Nina und Max also je eine Zukunft haben?

Das Cover und der Buchschnitt sehen wirklich schick aus. Man weiß zwar erstmal wirklich nicht, was einen erwartet, aber das ist ja nicht schlimm.
Es handelt sich hier um eine Dystopie, eine Welt in der die Erde schlimm überflutet ist und die Menschen als "Trockene" oder "Nasse" leben.
Der Einstieg in das Buch gelang ganz leicht, der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen. Die Kapitel wechseln sich zwischen Nina und Max ab, sodass man beide Sichtweisen erlebt und in der Geschichte genügend Abwechslung vorhanden ist.
Man wird allerdings quasi mitten rein geworfen, es wird nicht viel erklärt und ich war ziemlich oft verwirrt, was das eigentlich für eine Welt ist. Warum wir ein Zimmer von einer Isa gemieden? Was genau tut Max Bruder, warum ist alles unter Wasser, was genau sind Trockene, was Nasse?... usw. Ich glaube ich bin nicht der Fan von Geschichten die auf diese Art und Weise erzählt werden, mit Halbwissen, dass erst später aufgeklärt wird. Ich kann mich dann schwer auf das Buch einlassen, weil mein Kopf voller Fragen ist.
Im Laufe des Buches hatte das leider auch Auswirkungen für mich, ich legte es immer wieder weg, kam nicht in die Geschichte rein, es konnte mich nicht wirklich fesseln.
Später änderte sich das zwar, es kam mehr Spannung auf und ein paar kleineFragen wurden aufgeklärt, aber kennt ihr das? Wenn ihr erst einmal mit einem Buch auf Kriegsfuss steht, dass ihr es nicht mehr so richtig ins Herz schließen könnt? Außerdem fehlte für mich auch viel Hintergrundwissen und mehr Beschreibungen. Ich konnte mir diese Welt einfach nicht vorstellen, weil sie eben gar nicht richtig gezeigt wurde.
Die Protagonisten waren für mich auch irgendwie etwas oberflächlich. Ich konnte mir weder Nina noch Max gut im Kopf vorstellen und auch nicht sagen, was genaus sie ausmacht. Mir fehlte die Tiefe, der starke Charakter. Ich konnte einige Handlungen absolut nicht nachvollziehen und hatte dann noch mehr das Gefühl die Beiden nicht zu kennen.
Ich fand die Idee der Geschichte an sich gut, doch der Anlauf, um in die Geschichte zu kommen, war mir zu trocken und verwirrend. Da es später aber noch ein wenig mit Spannung bergauf ging, vergebe ich trotzdem noch 3 Punkte.

Mit etwas Anlauf zu einem spannendem Buch. Eine tolle Idee, die aber für mich ein wenig verwirrend war, da einiges an Infos und Beschreibungen fehlten.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!





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