Donnerstag, 7. Mai 2015

Rezension zu "Ein Lied so süß und dunkel"

Titel: Ein Lied, so süß und dunkel
Autorin: Sarah McCarry
Verlag: cbt
Erschienen: 27.04.15
Seitenzahl: 320 Seiten, gebunden
Preis: 16,99 Euro
E-Book: 13,99 Euro
Teil einer Reihe: nein

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Aurora und ich sind beste Freunde. Schon immer gewesen. Alles haben wir geteilt und unser Leben ist berauschend zwischen Partys, Drogen und Rockstars. Aurora ist hell, zart und beliebt, ich bin nur ihre andere Hälfte, dunkel, stark und nebensächlich. Doch das war okay - bis Jack kam und ich mich verliebte. Wie könnte ich mit Aurora mithalten? Und wie kann ich es verkraften, dass der zwielichtige Minos mir meine beste Freundin nehmen will?
Ich wusste hier so gar nicht, was mich erwartete und das war eigentlich auch ganz gut so. Das Cover verspricht irgendwas düsteres und genau so ist die Geschichte auch.
Der Einstieg gelang mir ganz leicht, es wurde ein wenig beschreiben, wie das Leben von Aurora und der Protagonistin so ist. Übrigens ist mir bis eben grade nicht aufgefallen, dass der Name der Protagonistin nie genannt wird! Ich finde das ist ein kluger Schachzug, denn immer wird nur "Aurora" genannt, alles dreht sich um Aurora. Das der Name der Protagonistin nie auftaucht verstärkt eben jenes Gefühl. Sofort fiel mir auf, dass dieses Buch mal ganz anders ist. Dies hier ist kein rosiges Kleinstadtleben, wo die schlimmsten Probleme Jungs oder Schule sind.
Genau das zog mich sofort in den Bann. Es geht hier um Drogen, um Selbstzweifel, um eine tiefe Freundschaft, um Mädchen die gegensätzlicher nicht sein könnten und sich dennoch lieben.
Die Worte sind direkt, ungeschönt und manchmal hart.
Ich weiß nicht genau, was es war, doch diese Geschichte zog mich absolut in ihren Bann und ich musste das Buch an einem Tag verschlingen. Es war herrlich anders, dunkel und auch verwirrend.
Die Protagonistin versucht immer ganz stark und eiskalt zu sein, geprägt von der Vergangenheit - und blüht dann doch etwas auf und wird von ihren Gefühlen und Sorgen übermannt. Aurora hingegen ist so.. leicht und verschwommen, entzieht sich allem, sorglos und frei. Schnell wurde für mich klar, dass die Protagonistin im Leben bessere Chancen hat.
Wenn man genau hinsieht lehrt das Buch einiges, aber dennoch gab es für mich zwei Punkte an denen ich vollends verwirrt war. Ist es nun ein Fantasybuch? Nimmt die Protagonistin Drogen? Zuerst dachte ich an Letzteres, aber das Ende des Buches hat mich dann vollends mit einem Fragezeichen stehen lassen und ich vermute hier vielleicht doch Fantasy. Sicher bin ich mir aber nicht und irgendwie ist das Ende auch so geschrieben, widersprüchlich, abgehackt und seltsam, als ob die Autorin vielleicht selbst etwas... sagen wir im verwirrten Zustand gewesen ist.
Auch wenn ich es verschlungen habe, hat das Ende mir leider den Spaß geraubt, da ich irgendwie den Sinn nicht richtig erkennen konnte. Deswegen musste ich, trotz sonst guter Geschichte zwei Punkte abziehen.
Eine düstere Geschichte die gelungen anders und ungeschönt ist - mit jedoch einem sehr seltsamen Ende, was mir den Spaß dann etwas dämpfte.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!


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