Mittwoch, 8. April 2015

Rezension zu "Schlusstakt"

Titel: Schlusstakt
Autor: Arno Strobel
Verlag: Loewe
Erschienen: 09.03.15
Seitenzahl: 224 Seiten
Preis: 9,95 Euro
E-Book: 8,99 Euro
Teil einer Reihe: nein

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Vicky kann es noch gar nicht fassen, sie hat die ersten beiden Phasen des Castings zu Germany's Mega Star überstanden und darf somit nun auf die Malediven, auf eine kleine abgeschottete Insel, wo die Teilnehmer in die dritte und härtere Phase gehen. Vicky merkt jedoch schnell, dass sie nicht mit allem einverstanden ist, was zum Showbuisness gehören soll. Als dann auch noch ihre Mitbewohnerin Caroline plötzlich tot aufgefunden wird, ist klar, dass es hier zu weit geht...

Ich finde, dass das Cover schon irgendwie neugierig macht (und auch sehnsüchtig), eine schöne Insel in mitten von türkisblauem Wasser. Herrlich, oder?
Der Inhalt klang vielversprechend, eine Castingshow, bei der scheinbar etwas schief laufen soll und die Teilnehmer auf einer Insel abgeschottet sind.
Eigentlich mag ich keine Castingshows, diese gestellten Szenen, die die Menschheit auch noch glaubt, sind nicht meins. Aber genau deswegen interessierte mich dieses Buch so, denn diese Castingshow soll ja schief laufen.
Der Einstieg war super leicht, ich war sofort voll drin in der Geschichte, der Schreibstil des Autors war flüssig und leicht zu lesen. Ich kam wirklich schnell vorran beim lesen und vergaß glatt die Zeit, die Seiten flogen nur so dahin.
Mit der Protagonistin Vicky konnte ich mich gut anfreunden, obwohl alles sehr oberflächlich gehalten wird und ich nicht allzu viel über die Charaktere erfuhr, fand ich sie auf Anhieb sympathisch. Sie ist die Art typische Heldin die beginnt alles zu hinterfragen und sich dagegen stellt. Rebellisch, mutig und mitfühlend.
Im Laufe des Buches fühlte ich micht richtig heimelig zwischen den Charakteren und konnte mir die Insel gut vorstellen. Dieser Schauplatz macht die Geschichte irgendwie interessant und anders. Es wird schnell klar, dass die Castingshow ziemlich ungerecht und abgekartet ist, eben so wie es auch im wirklichen Leben läuft. Ich durfte selbst einmal kurz vor einer Kamera stehen und weiß, dass die von einem verlangen Dinge zu sagen, die man selbst nie gesagt hätte. Deswegen empfand ich schnell Sympathien mit dem Buch, der Autor scheint jemand zu sein, der das Showbuisness durchblickt hat.
Was mir jedoch auch grade zum Ende hin sehr fehlte, war Spannung. Es sollte sich hier ja um einen Thriller handeln und da ich selten bis gar nicht Thriller lese, bin ich da eigentlich recht leicht zu gruseln. Diese Geschichte jedoch war eher seicht mit einem Mord am Rande. Sicher wirft der Einstieg auch Fragen auf, die man geklärt haben möchte und jeder will wissen, wer der Mörder ist. Aber niemand gerät hier wirklich in Gefahr und es gibt keine großen Überraschungen oder Schockmomente. Deswegen musste ich leider 2 Punkte abziehen, weil soetwas nunmal das Wichtigste bei einem Thriller für mich ist. Dennoch hat mich das Buch ingesamt gut unterhalten und bot die gelungene Abwechslung für mich.
Eine interessante Geschichte über eine misslungene Castingshow auf einer Insel, die man schnell und locker weglesen kann. Besonders viel Spannung sollte man hier aber nicht erwarten.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!




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