Dienstag, 10. März 2015

Rezension zu "Love Letters to the dead"

Titel: Love Letters to the Dead
Autorin: Ava Dellaira
Verlag: cbt
Erschienen: 23.02.15
Seitenzahl: 416 Seiten, gebunden
Preis: 16,90 Euro
E-Book: 13,99 Euro
Teil einer Reihe: nein

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Laurel soll an ihrer neuen Schule einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben, und das wo doch ihre geliebte Schwester May grade erst gestorben ist. Aus nur einem Brief werden ganz viele, die sie an unterschiedliche, verstorbene Berühmtheiten adressiert. Sie erzählt von ihrem Alltag, von ihrer Vergangenheit und nähert sich immer mehr dem Tag an, an dem May starb.
Dieses Buch wurde mir schon lange vor Erscheinen von einer netten Praktikantin beim Verlag empfohlen. Neugierig wie ich war, schaute ich es mir also gleich mal genauer an.
So ein schönes, verträumtes Cover. Ich liebe diese Farben, die den Sonnenuntergang bis in die Nacht zeigen. Toll finde ich auch, wenn man das Buch aufschlägt, die ersten Seiten, die ebenfalls ganz dunkel wie die Nacht sind, aber mit Sternen versehen. Irgendwie ein kleines zauberhaftes Kunstwerk.
Ich freute mich dann schon die ganze Zeit auf das Erscheinen des Buches und war gespannt, ob ich es ebenso gut finden würde.
Der Einstieg in die Geschichte gelang erstmal ganz leicht, der Schreibstil ist flüssig zu lesen,  die Autorin schreibt jugendlich, aber mit schönem Ausdruck. Teilweise war es wirklich poetisch und es gab wunderschöne Sätze im Buch, die ich mir am liebsten alle als Zitate rausgeschrieben hätte.
Es machte mich gleich von Anfang an neugierig, diese Sache mit den Briefen. Wo sollte das hinführen und an wen würde Laurel noch alles schreiben?
Im Laufe des Buches stellte ich aber auch fest, dass es schon einige Längen gab. Manchmal schweifte das alles ein bisschen vom Geschehen ab. Es wurden manchmal eben der Erinnerung wegen Szenen aus der Kindheit erzählt, die jetzt grade nicht so wichtig waren. Oder zu Beginn eines Briefes hielt die Autorin sich damit auf, an was und warum die berühmte Persönlichkeit gestorben war, was diese berühmt machte und was Laurel an ihr zu schätzen wusste. Das war nicht unbedingt negativ und dadurch entstanden auch oft schöne Zitate. Ich fühlte mich auch mit Laurel sehr verbunden, umso mehr ich über ihr Leben wusste, aber dennoch gab es eben diese Längen, die mir manchmal ein klitze kleines bisschen zu oft vorkamen. Die Protagonistin Laurel ist sehr einzigartig, sie versucht sich selbst zu finden, und mit dem was passiert ist umzugehen. Das macht sie auf ganz eigene Weise und steht dabei manchmal hart auf der Kippe - nur um dann doch wieder das Gleichgewicht zu finden. Das finde ich sehr schön, denn genauso ist das Leben ja auch.
Zum Ende des Buches hin wurde es, wie ich finde, wirklich immer besser. Es kam sogar irgendwie Spannung auf, ich wollte unbedingt weiterlesen und erfahren, was denn nun eigentlich geschehen war und was aus Laurel wird.
Es brauchte also zwar einen kleinen Anlauf und holperte zwischendurch einmal, aber zum Schluss fand ich das Buch richtig klasse.
Eine einzigartiges Jugendbuch über den Umgang mit Verlust und dem Finden von sich selbst, dass einem am Ende richtig ans Herz geht.

Rockt mein Herz mit 4 von 5 Punkten!


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