Montag, 9. Februar 2015

Rezension zu "Wir wollten nichts, wir wollten alles"

Titel: Wir wollten nichts, wir wollten alles
Autoren: Sanne Munk Jensen & Glenn Ringtved
Verlag: Oetinger
Erschienen: 20.01.2015
Seitenzahl: 336 Seiten, gebunden
Preis: 16,99 Euro
E-Book: 12,99 Euro
Teil einer Reihe: nein

hier zu kaufen

Louise ist ein normales Mädchen, das nicht besonders auffällt - bis sie Liam trifft. Liam behandelt sie wie etwas besonderes und schnell wird daraus Liebe.
Doch Liam und sein Kumpel Jeppe haben Probleme. Echte Probleme.
Louise und Liam begehen zusammen Selbstmord - aber warum? Das versuchen auch ihre Eltern  rauszufinden, die mit diesem schweren Schlag irgendwie leben müssen...
Bevor ich dieses Buch in den Händen hielt, habe ich den Buchtrailer gesehen. Der Trailer ist der Wahnsinn, er hat mir absolute Gänsehaut verliehen - und danach MUSSTE ich das Buch lesen. An dieser Stelle verlinke ich euch ausnahmsweise mal den Trailer, schaut ihn euch einfach an!


Wahnsinn, oder?
Das Buch beginnt gleich ebenso spannend, Liam und Louise wurden tot aufgefunden, sie haben sich umgebracht und niemand weiß warum. Die Geschichte wird aus Louises Sicht erzählt, sie ist zwar bereits tot, aber erzählt uns als Geist quasi, wie es ihren Eltern ergeht und was eigentlich geschehen ist. Der Schreibstil ist ganz locker, jugendlich und umgangssprachlich. Man sollte jedoch Grundkenntnisse in Englisch beherrschen, denn immer wieder bringen die Protagonisten englische Wörter oder Sätze ein, die nicht weiter erklärt werden.
Es herrscht im Laufe des Buches gelungene Abwechslung, Louise erzählt von Anfang an wie es zu dem Selbstmord kam und zwischendurch werden aber immer wieder Szenen eingeblendet, wo sie beobachtet, wie es ihren Eltern nun nach ihrem Tod ergeht. Das hält ebenfalls die Spannung, man muss einfach weiterlesen um zu erfahren, was eigentlich passiert ist.
Ehrlich gesagt, habe ich mir schnell zusammen gereimt was passierte, ich bin da irgendwie (fast) immer so, dass ich schon vorher weiß, was am Ende dabei rauskommt.
Die Geschichte ist, wie ich finde, sehr real, und das schlimme ist: Sowas passiert wirklich. Es ist aus dem Leben gegriffen, ein Drama, dass sicher irgendwo so ähnlich grade statt findet.
Die Protagonistin Louise war mir zwischendurch immer mal wieder etwas zu naiv, aber andererseits ist sie auch jung und verliebt - wer hat da nicht schonmal dumme Sachen getan?
Die Geschichte ist sehr hart und nichts für sanfte Gemüter - real und erschreckend.
Das Ende war für mich vorhersehbar und nicht besonders spannend, aber die Geschichte an sich machte mir Gänsehaut und versetzt mich in eine düstere Stimmung. Teilweise ging es mir fast schon ZU weit und ich musste wirlich schlucken. Ich war fast ein bisschen froh, als ich mit dem Buch durch war, denn so konnte ich wieder etwas lesen, das mich nicht ganz so in die Dunkelheit herunterzog.
Eine düstere Geschichte über eine Liebe, die leider auf die schiefe Bahn gerät. Realistisch und erschreckend, aber mit einem für mich vorhersehbarem Ende.

Rockt mein Herz mit 4 von 5 Punkten!


Kommentare:

  1. Ich weiß einfach nicht ob ich das Buch lesen möchte.
    Ich möchte schon wissen was passiert aber denke das dieses Buch vill auch bisschen zu weit für mich geht.
    Eigentlich beschäftige ich mich nicht gerne mit dem Thema Tod. Vill sind auch deswegen die Bücher von John Green so absolut nicht meins.

    Vill kommt ja irgendwann die Zeit wo dieses Buch das richtig für mich ist.

    Lieben Gruß
    Tina
    (Meinbuchmeinewelt.blogspot.com)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich mochte das Schicksal ist ein mieser Verräter auch üüüüberhaupt nicht, fand das Buch so langweilig - den Film hingegen toll.
      Aber dieses Buch ist nicht langweilig. Der Tod ist am Anfang und dann wird rückblickend erzählt, wie die Eltern abrutschen, sich streiten und wie Louise dazu kam sich umzubringen. Wie sie Liam kennengelernt hat, was der für Probleme hat und sie gerät da eben rein - und das ist düster und krass.
      Ich hasse eigentlich Geschichten, in denen es nur um den Tod geht, da mich dass zu sehr runterzieht und melancholisch macht,. Aber ich denke in diesem Buch geht es viel mehr um das was geschehen ist.

      Liebe Grüße :)

      Löschen
    2. Vill wage ich mich doch mal dran denn genauso wie bei dir ist es eigentlich nicht meins :)
      Ich werde es mir mal aufschreiben
      Danke dir

      Löschen