Dienstag, 10. Februar 2015

Rezension zu "Herrscher der Gezeiten"

Titel: Herrscher der Gezeiten
Autorin: Nichola Reilly
Verlag: Darkiss / Mira
Erschienen: 10.01.2015
Seitenzahl: 352 Seiten, gebunden
Preis: 14,99 Euro
E-Book: 14,99 Euro
Teil einer Reihe: ja, Teil 1 von ??

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Coe lebt auf einer kleinen Insel, umgeben vom Meer. Es gibt keinen Ausweg, denn im Wasser lauern gefährliche Bestien. Wenn die Flut kommt, müssen sich die verbliebenden Menschen auf einer Plattform zusammen drängen. Coe ist schmutzig und unansehnlich, warum wird grade sie in das Schloss des Königs eingeladen? Was verbirgt sich hier für ein Geheimnis? Und was hat Tiam, ihr einziger Freund, für den sie heimlich schwärmt, damit zu tun?
Das Cover dieses Buches ist wirklich hübsch, ein Mädchen, dass in mitten von Wasser steht. Das gab dem Buch irgendwie etwas geheimnisvolles und der Klappentext unterstütze dies noch.
Der Einstieg gelang relativ leicht, ich gewöhnte mich schnell an diese seltsame Welt, in der Coe lebt. Eine Zukunft, in der die Erde von Wasser überschwemmt wurde - gar nicht so abwegig.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr bildhaft. Ich konnte mir alles gut vorstellen, es war als wäre ich selbst auf der Insel. Teilweise fand ich einiges merkwürdig, ich musste mich ein paar Mal schütteln, bei der Arbeit, die Coe verrichtet und manchmal hatte ich schon das Gefühl riechen zu können, wonach sie stank - Igitt!
Ich fand die Idee der Geschichte richtig gut, es war mal etwas ganz anderes, eine Dytsopie, die irgendwie etwas Märchenhaftes und Wildes hatte. Ein Schloss mit einem König in einer Zukunftswelt, wo die Menschen völlig verdreckt auf einer Insel leben, die immer wieder überflutet wird.
Im Laufe des Buches konnte ich manchmal die Handlungen der Protagonistin nicht nachvollziehen.
Sie ist zwar etwas unbedarft, das hat jedoch nur damit zu tun, dass einige Gefühle und Ausdrücke in dieser Welt verloren gegangen sind. Dennoch verlässt sie zum Beispiel in einer Situation das Schloss, in der ich mich frage mit welcher Absicht, etwas im Schloss war zu dem Zeitpunkt viel wichtiger.
Der Schauplatz wechselt nach einiger Zeit von der Oberfläche an die Unterfläche und hier wurde es mir irgendwie etwas zu absurd bzw. zu düster.
Die Autorin bringt aber im Laufe der Geschichte immer wieder neue Ideen ein. Während ich noch damit beschäftigt war, die Insel, die überflutet wird zu bewundern, kommt aufeinmal ein Schloss und während Coe sich dort aufhält, findet sie schon das nächste Geheimnis. Das brachte wirklich gelunge Abwechslung in die Geschichte.
Als es allerdings zum Ende kam, war ich regelrecht geschockt, da ich dachte dies wäre ein Einzelband. Ich schlug das Buch zu und war etwas entsetzt, ich hing mitten in der Luft und wollte mich damit nicht abfinden. Als ich dann recherchierte, fand ich zu meiner Erleichterung heraus, dass es eine Fortsetzung geben wird, die ich jetzt unbedingt lesen muss.
Meine Meinung über das Buch ging ständig auf und ab. Zu Beginn fand ich die Idee toll, aber es flaute dann nach einem aufregendem neuem Start wieder etwas ab. Manche Handlungen oder Dialoge verliefen für mich kurzzeitig ins Nichts. Zur Mitte hin wurde es dann irgendwie absurd, während ich das Ende dann wieder spannend fand und gerne weitergelesen hätte.
Da ich mich hier überhaupt nicht entscheiden kann, gebe ich genau die Mitte von den Punkten, ich glaube nämlich, dass der nächste Teil noch spannender werden kann!

Eine faszinierende neue Idee und viel Abwechslung schaffen eine Welt, von der ich mehr erfahren möchte. Kleinere Kritikpunkte tun der Geschichte nicht viel ab, aber ich denke, dass die Fortsetzung das noch toppen kann!

Rockt mein Herz mit 3 (fast 4) von 5 Punkten!


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