Sonntag, 7. September 2014

Rezension zu "Niemand liebt November"



Cover:                        Infos:

         Titel:                           Niemand liebt November
        Autor/in:                      Antonia Michaelis
        Verlag:                        Oetinger
        Erschienen:                 20.08.2014
        Seitenzahl:                  432 Seiten, gebunden
        Preis:                           17,99 Euro
       Teil einer Reihe:          nein
                                  
                                  


Inhalt:

Amber muss sich als sechsjähriges Kind ihren Geburtstagskuchen allein backen - und eine Woche davon leben, denn ihre Eltern sind verschwunden. Nachdem sie dann in Heimen und Pflegefamilien untergebracht war, nimmt sie mit 17 Jahren Reißaus. Die einzige die sie begleitet, ist ihre geliebte Katze, mit der sie sich unterhalten kann. Amber nennt sich selbst November und ist auf der Suche nach ihren Eltern. Während sie der Spur folgt, gerät sie in einige Situationen, in denen sie sich lieber Lucy nennt, um selbstsicher ans Ziel zu kommen. Katja, der Barbesitzer, kennt das wenn jemand verschwindet und weiß nicht so recht wie er November helfen soll. Und dann ist da auch noch das merkwürdige Zelt mit dem lesenden Jungen drin...

Meine Meinung:
Das Buch hat ein ganz tolles Cover, welches mich sofort neugierig stimmte. Die Farben sind wunderschön aufeinander abgestimmt und die Blätter und das Zelt leuchten richtig. Ich muss zugeben nur deswegen wurde ich auf das Buch aufmerksam, die anderen Bücher der Autorin kannte ich bisher noch gar nicht - was sich nun aber vermutlich ändern wird.
Dieses Buch ist unglaublich schwer in Worte zu fassen. Es geht um ein Mädchen, welches von ihren Eltern allein gelassen wurde und die sich auf eine Reise macht, um sie zu finden. Dabei wird schnell klar, dass Amber durch vergangene Erfahrungen und Gefühle ein etwas seltsames Verhalten an den Tag legt. Sie spricht mit der Katze, die ihr auch antwortet, sie sieht immer wieder ein Zelt und einen Jungen, von dem unklar ist, ob er wirklich existiert und sie versteckt sich hinter dem Namen und dem viel offeneren, selbstbewussteren Charakter Lucy. Sie geht grausame Situationen ein, nur um ihre Eltern zu finden.
Auf den ersten Seiten des Buches brauchte ich ein wenig Zeit, um mich an diesen etwas anderen Schreibstil zu gewöhnen, einfach weil es anders war. Aber das ging schnell und genau diesen Stil der Autorin begann ich zu lieben und ich werde aufjedenfall nun auch ihre anderen Bücher lesen.
Das Buch ist echt, real und hart. Düster, grausam und doch voller Hoffnung und mit so viel Gefühl und Tiefgang. Dieses Buch ist mir so nah gegangen wie lange keines. Es macht die Dinge nicht schöner, als sie sind, sondern erzählt die Geschichten derer, die es im Leben nicht leicht haben. Mir standen mehr als einmal die Tränen in den Augen und ich habe so mit Amber mit gefiebert. Ich konnte ihr Gefühlsleben, so skurril es auch manchmal war, super nachvollziehen und habe mich ihr irgendwie sehr nah gefühlt.
Ein so, so tolles Buch, welches ich nicht weglegen konnte. Es war spannend und einzigartig, trotz fehlender Fantasy war das Buch so magisch geschrieben, dass es einfach volle Punktzahl verdient. Abolutes MUST READ!


~*~*Fazit*~*~     
        Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!

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