Dienstag, 8. April 2014

Rezension zu Es wird keine Helden geben



Cover:                                         Infos:

    Titel:                            Es wird keine Helden geben
    Autor/in:                      Anna Seidl
    Verlag:                        Oetinger
    Erschienen:                 20.01.14
    Seitenzahl:                   256 Seiten, gebunden
    Preis:                           14,95 Euro
    Teil einer Reihe:          nein
    Auch als Taschenbuch: bisher nicht


Inhalt:

Miriam ist glücklich, verliebt und ein typischer Teenager - bis heute. Als sie in der Schule einen Schuss hört wird ihr klar, dass sie keine Heldin ist, denn sie rettet nur sich selbst. Bei dem Amoklauf kommt ihr Freund um und sie hat nur dabei zugesehen. Miriam fällt tief und ihr Weg zurück nach oben ist lang und schwer.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch gewonnen und wusste nicht was mich erwartet. Das Cover fand ich schon einzigartig, das Wort "Helden" hob sich schwarz hervor und der Titel an sich versprach etwas ganz Individuelles. Genau das war es auch.
Gleich zu Beginn wird man mit voller Wucht in die Geschichte geworfen, man hat keine Zeit für Vorgeschichten oder überhaupt die Hauptperson kennenzulernen, man befindet sich nämlich sofort in einem Amoklauf. Es geht alles wahnsinnig schnell und ich hatte kaum Zeit zum atmen, so schockiert war ich. Alles war so detailreich und einzigartig beschrieben, dass ich das Gefühl hatte mitten drin zu sein. Dieses Gefühl verstärkte sich immer mehr, im Laufe des Buches verband mich immer mehr etwas mit Miriam, ich hatte das Gefühl ich wäre sie. Ihre Gedanken, ihre Gefühle waren so haargenau beschrieben, dass ich mich oft darin wiederfinden konnte. Jeder von uns war schon mal traurig, weswegen auch immer. Jeder von uns hat schon mal jemanden verloren, sei es durch Tod, durch Trennung oder sonstige Verlustgründe. Noch nie hatte ich das Gefühl, das ein Buch Empfindungen so genau wiederspiegeln kann, erklären kann wie sich Trauer, Wut und Leere anfühlen können. Dieses Buch geht total unter die Haut - es ist realistischer als alles was ich bisher gelesen habe, es ist hart und dunkel und dennoch beschreibt es den mühseligen Weg zurück zum Licht und ins eigene Leben. Die Beziehungen zwischen Miriam und ihrem Umfeld sind so treffend ausgedrückt, wie sie immer wieder Menschen wegstößt und dennoch braucht und wie sie selbst sogar ihr eigenes Verhalten reflektiert, aber nicht in der Lage ist es zu ändern. Ein ganz großes Lob an die Autorin, wenn man dieses Buch liest möchte man meinen die Autorin selbst hat etwas so schreckliches erlebt, denn selten ist man in der Lage Situationen, die man nie selbst erlebt hat so genau darstellen zu können. Ich denke sie hat das sehr gut getroffen, auch wenn ich selbst so etwas nicht erlebt habe möchte ich behaupten, dass Menschen, die derartige schwierige Situationen und Verluste durchleben in dem Buch Verständnis und Hoffnung finden können.
Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, auch wenn das Spannende hier gleich zu Anfang geschieht, hat das Buch mich nicht losgelassen und ich wollte immer nur wissen wie es mit Miriam ausgeht und wie sie das meistert. Der Schreibstil ist locker und leicht, man fliegt durch die Seiten.

Ganz klar - volle Punktzahl, ein tolles, sehr gefühlvolles Buch.

~*~*Fazit*~*~     
        Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!

1 Kommentar:

  1. Huhu!
    Ich konnte mich auch kaum von dem Buch lösen. Es ist wirklich sehr, sehr gut geschrieben und Deine Rezi bringt es auf den Punkt!

    LG, Claudia

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