Freitag, 19. Januar 2018

Rezension zu "Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt"

Titel: Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt
Autor: Amy Tintera, Übersetzung: Milena Schilasky
Verlag: Harper Collins
Erschienen am: 09.10.17
Seitenzahl: 368 Seiten, gebunden
Preis: 16,00 Euro
E-Book: 12,99 Euro
Teil einer Reihe: Band 1 von ?
Hier zu kaufen:
Harper Collins, Amazon


Einst waren die vier Königreiche geeint. Nun herrschen Krieg und Zerstörung. Die Eltern von Emelina, der Prinzessin von Ruina, wurden vom König des Nachbarreiches Lera umgebracht und ihre Schwester verschleppt. Emelina will Vergeltung! Ihr Plan ist so grausam wie genial. Erst tötet sie die Verlobte von Casimir, dem Thronfolger von Lera, dann nimmt sie deren Platz ein. Am Hofe des Feindes will sie den König und alles, was ihm teuer ist, auslöschen – auch Casimir. Aber je mehr Zeit sie mit dem Prinzen verbringt, desto mehr will ihr Herz ihr Vorhaben vereiteln …
(Quelle: www.harpercollins.de)
Ich muss zugeben, das Cover ist doch sehr schlicht und wäre mir so vermutlich nicht in die Hände gefallen. Ich hatte jedoch bei einer anderen Bloggerin gelesen, wie gut es ihr gefallen hatte und da musste ich dann mal reinschauen.
Der Einstieg fiel mir irgendwie sehr schwer. Man wird regelrecht in die Geschichte geworfen und begleitet Em dabei, wie sie ihren grausamen Plan umsetzen möchte, um die Verlobte von dem Thronfolger Cas zu werden.
Die Idee der Geschichte gefiel mir gut, irgendwie sind Bücher über Königreiche und Prinzessinnen gerade sehr angesagt und fesseln mich auch immer wieder aufs Neue.
Dennoch hatte ich anfangs Probleme in die Geschichte hinein zu finden. Die Handlung und die Figuren an sich konnten mich nicht so richtig fesseln und ich legte das Buch immer wieder beiseite.
Gerade die Protaginistin Em war für mich irgendwie sehr unnahbar, ich konnte keine Beziehung zu ihr aufbauen, da sie doch wirklich sehr kaltherzig schien.
Im Laufe des Buches jedoch entwickelte sich dann die Liebesgeschichte, die mich irgendwie ganz wie im Stil von Selection oder Kuss der Lüge dann abholen konnte. Die Geschichte wird eigentlich an keiner Stelle langweilig und die Prise Magie dazu bringt auch genügend Abwechslung ein. Durch die zusätzlich wechselnden Perspektiven bekommen wir als Leser einen guten Blick auf das große Ganze.
Auch wenn ich zu Beginn Zweifel hatte, so konnte mich das Buch im Laufe der Geschichte doch nocht mitnehmen und am Ende mochte ich es sogar so gern, dass ich am liebsten direkt den zweiten Band gelesen hätte! Ich denke Fans von Kuss der Lüge werden auch diesen Reihenauftakt mögen und ich bin aufjedenfall schon gespannt, was uns noch erwarten wird.
Nach kurzen Startschwierigkeiten schaffte dieses Buch mich mit der Mischung aus Liebe, Magie und verfeindeten Königreichen doch noch gefangen zu nehmen!

Rockt mein Herz mit 4 von 5 Punkten!



Sonntag, 14. Januar 2018

Interview mit R.J. Palacio ("Wunder") & Gewinnspiel


Auf der Frankfurter Buchmesse durfte ich die Autorin von "Wunder" interviewen,

einem
fantastischem Buch, dass mich überhaupt erst zum bloggen brachte. Die Buchverfilmung kommt am 25. Januar 2018 ins Kino und ich freue mich schon drauf!

Ich danke dem dtv Verlag und dem Hanser Verlag an dieser Stelle nochmal für die Möglichkeit, R.J. Palacio treffen zu dürfen!


Ich hoffe euch gefällt das Interview und ganz am Ende habt ihr die Chance ein signiertes Taschenbuch von "Wunder" zu gewinnen!

Das Hardcoverbuch aus dem Hanser Verlag könnt ihr HIER kaufen!
Das Taschenbuch aus dem dtv Verlag könnt ihr HIER kaufen!
Die neue Taschenbuchausgabe aus dem dtv Verlag zum Kinofilm könnt ihr ebenfalls HIER kaufen!





Interview

Ich möchte Ihnen etwas erzählen. Ich blogge jetzt seit 4 Jahren. Vor 4 Jahren Ende September war Ihr Buch der Anlass, dass ich überhaupt mit dem bloggen begonnen habe.
Ich ging damals in eine Schule für Erzieher und wir sollten ein Buchreferat halten, ich durfte für meine Gruppe das Buch „Wunder“ auswählen. Wir habe ein tolles Referat gehalten, wir bekamen alle eine 1 und ich wurde von der Lehrerin besonders wegen meiner differenzierten Meinung zum Buch gelobt. Das ermutigte mich, einen Buchblog zu eröffnen und öfter meine Meinung zu Büchern zu sagen. Außerdem war „Wunder“ für mich so ein Buch, von dem ich mir wünschte, dass alle es lesen würden, damit es mehr Toleranz auf der Welt gibt. Das Buch bekam natürlich volle Punktzahl in meiner allerersten Rezension auf meinem Blog. Für die nachfolgenden Erzieherklassen wurde das Buch als Schullektüre eingeführt.



Also ist es sehr besonders für mich sie zu treffen, nachdem ein Blog nun 4 Jahre schon besteht.


Vielen, vielen Dank! Ich hoffe, ich enttäusche dich nicht!

Neeeein!

Danke, das ist wirklich eine außergewöhnliche Geschichte, das ist unglaublich. Also du bloggst… jede Woche, oder jeden Tag?

Jeden Tag.

Jeden Tag, wow. Also bloggst du jeden Tag über Bücher und schreibst du dann jeden Tag über ein neues Buch oder über ein Kapitel?

Ich schreibe meistens jeden Tag eine Rezension.

Wow, dann liest du ja eine Menge Bücher!

Ja, ich lese schon seitdem ich ein kleines Kind war sehr viel!
Ich würde Ihnen gerne ein paar Fragen stellen, wenn ich darf.

Natürlich!

Wie kamen Sie auf die Idee zum Buch „Wunder“?

Eigentlich war die Szene im Buch, wo Jack erzählt wie es war das erste Mal Auggie zu sehen, eine Szene die auf einer echten Lebenserfahrung beruhte.

Ich war mit meinen beiden Söhnen unterwegs, der jüngste war drei Jahre alt. Wir saßen neben einem kleinen Mädchen, die ein entstelltes Gesicht hatte. Mein kleinster fing dann an zu weinen und in meiner Hast wollte ich einfach nicht, dass sie sieht, dass er weint und so habe ich diese Szene sehr schnell und überstürzt verlassen. Danach fühlte ich mich dann so schlecht deswegen, weil ich dachte, wie eine Mutter die so reagiert aus ihrer Sicht wirken muss. Es musste wirken, als ob ich gegangen wäre, um meinen Sohn davor zu beschützen sie zu sehen. Und so kam ich dazu, drüber nachzudenken wie das sein muss. Wie es sein muss dieses kleine Mädchen zu sein, wie es sein muss ihre Mutter zu sein. Wie es sein muss der Welt jeden Tag gegenüberzutreten, die nicht weiß, wie sie wiederum ihnen gegenüber treten soll. Also habe ich in jener Nacht angefangen zu schreiben, ich habe einfach ein paar Notizzettel geschrieben und es dann frei fließen lassen. So hat das alles geklappt und ich hatte wirklich viel Glück!



Wie haben Sie es geschafft sich so gut in August hinein zu versetzen und auch in die Menschen um ihn herum?


Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund kam Auggie einfach ganz natürlich zu mir. Vielleicht bin ich tief in meinem Herzen ein elfjähriger Junge. Es ging einfach ganz leicht. Als ich Dreizehn war hatte ich Skoliose, eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Als ich jung war haben sie mich deswegen in so ein Korsett gesteckt, ein großes, klobiges Korsett, und ich musste es einige Jahre tragen. Also weiß ich vielleicht einfach, wie es ist angestarrt zu werden, ich wusste auf eine Art und Weise, wie es sich anfühlt. Dann konnte ich das Korsett ja irgendwann abnehmen, aber ein Kind wie Auggie kann sein Gesicht nicht abnehmen. Ich denke auch, zu schreiben hat viel damit zu tun, sich in andere hineinzuversetzen. Fast wie ein Schauspieler, der verschiedene Rollen ausprobiert. Wenn ich mich also in Auggie hinein versetzte, habe ich einfach überlegt, wie ich mich fühlen würde. Und so funktionierte es auch mit den anderen Charakteren. Wie musste es zum Beispiel sein in dem Schatten eines Bruders zu leben, der all die Aufmerksamkeit bekommt? 


Wurden Sie selbst als Kind oder Teenager mal so ausgegrenzt wie August?


Ich denke ein bisschen haben wir das alle erfahren müssen, ich meine natürlich nicht so sehr wie August. Aber wir alle haben die Erfahrung machen müssen, wie es ist ausgegrenzt zu werden oder nicht zu der beliebtesten Gruppe dazu zu gehören oder auch von einem Freund hintergangen zu werden. Natürlich habe ich all diese Dinge erlebt. Bedauerlicherweise war ich während des Erwachsenwerdens aber vermutlich auch mal am anderen Ende. Ich wünschte, wenn ich jetzt in meinem Leben zurückschaue, könnte ich sagen, ich war immer wie Summer. Aber wir sind alle ein bisschen wie Jack. Manchmal machen wir Fehler. Ich denke das ist der Grund, warum ich über Jack und Julian auch schreiben wollte, weil ich eben denke, dass Kinder nicht perfekt sind. Sie machen Fehler! Aber die ganze Idee dahinter ist, dass ein einziger Fehler dich nicht ausmacht, du bist dann nicht gleich Julian hoch fünf und bist nicht gleich nie nett. Vielleicht kannst du es wieder wenden und den Kurs ändern. Das ist was ich jedem mitteilen wollte. Nicht einmal Auggie verhält sich im Buch perfekt, er ist auch ein bisschen verwöhnt. Alle haben etwas Angst, alle haben diese Konflikte, manchmal auch moralische. Sie sind eben Kinder, sie experimentieren noch, wer sie sein wollen. Das ist es, worüber ich schreiben wollte.
Was würden Sie Menschen raten, die sich ausgegrenzt fühlen?


Es ist schwer, da einen guten Rat zu geben. Ich schlage Kindern immer vor, dass sie einen Erwachsenen finden, dem sie vertrauen und dem sie sich anvertrauen können. Das ist nicht immer einfach, ich denke sie haben manchmal leider Angst zu ihren Eltern zu gehen, weil sie denken, dass ihre Eltern es nur noch schlimmer machen, wenn diese zum Beispiel den Mobber damit konfrontieren oder es den Lehrern sagen. Ich denke manchmal sind die Erwachsenen, die es gut meinen die schlimmsten. Sie meinen es zwar gut, aber sie tun dann das falsche. Deswegen ist es schwer Kinder dazu zu bringen den Erwachsenen zu vertrauen, dass diese schon wissen werden, was sie tun. Aber was ich Kindern immer sage, die mich sowas fragen ist meistens: Wenn du dich umschaust, ist da immer mindestens ein Erwachsener, der weiß was los ist. Vielleicht ist es ein Lehrer, oder der Lehrer von jemand anderem, vielleicht ist es die Mutter oder der Vater von jedem anderem. Eltern schauen nicht immer nur nach ihrem eigenem Kind. Man sieht auch immer ein bisschen, was bei anderen Kindern los ist und das müsst ihr euch merken. Es ist schwierig einem Kind zu sagen, es solle sich einem Erwachsenen öffnen, aber ich sage ihnen immer, wenn sie gemobbt werden und wenn es wirklich ernst ist, dann müssen sie es jemandem erzählen! Sie stecken da nicht allein drin. Ich denke meistens fühlen sich Kinder damit ganz allein und auf sich selbst gestellt. Das ist also mein bester Rat, den ich geben kann. Vielleicht können sie sich auch einem Freund anvertrauen. Wenn sie keinem Erwachsenen trauen können, dann sollen sie einem Freund vertrauen und vielleicht weiß dieser Freund ja was zu tun ist.



Und andersrum, was würden Sie Menschen sagen wollen, die sich intolerant verhalten?


Alles rächt sich irgendwann! Eines der Dinge, die ich rausgefunden habe ist, dass Kinder - und dass habe ich immer und immer wieder gesehen - die schon früh in ihrem Leben Hindernisse überwinden müssen, die herausgefordert werden, ob sie nun gemobbt werden, ihnen Leid angetan wird, ob sie sonderbar oder streberhaft sind oder einfach Herausforderungen im Leben meistern mussten, diese Kinder enden immer als die coolsten und stärksten Erwachsenen. Wirklich! Und die Mobber, die haben ihren Höhepunkt dann mit 12 Jahren und dann war am Ende alles umsonst, bis sie den Kurs ändern. Ganz im Ernst würde ich Kindern sagen, die sich vielleicht wie Julian verhalten, ob sie verstehen, dass sich Dinge sehr schnell ändern können. Ich denke außerdem, dass Leute nur so tun, als ob sie Mobber sind, weil sie unsicher sind und das ist es, sie müssen einfach ehrlich mit sich selbst sein und einen anderen Weg versuchen. Wenn man erst mal feststeckt, ist es schwer zurückzugehen.


Haben Sie schon Pläne für ein weiteres Jugendbuch?


Ja! Ich habe eine Zeit lang an einem Buch gearbeitet, dass ich nun aber für eine Weile zur Seite legen musste, weil ich jetzt gerade an einer Graphic Novel arbeite. Sie basiert ein bisschen auf „Wunder“ aber auch ein bisschen nicht auf „Wunder“. Hast du das „Julian“ Kapitel gelesen? Julian hat eine Großmutter, die ihre Geschichte erzählt, wie es war, als sie ein kleines Mädchen war. Sie war eine Jüdin, die sich verstecken musste. Darüber schreibe ich eine Graphic Novel, weil ich denke dass wir jetzt in seltsamen Zeiten leben. Ich fühle es, dass Menschen an damals erinnert werden müssen, damit sie erkennen, dass das was kürzlich in der Geschichte passierte nicht dazu führen darf, dass es wieder passiert. Deswegen habe ich mein anderes Buch erst mal auf Eis gelegt und arbeite jetzt gerade ganz schnell an der Graphic Novel.



Gewinnspiel


R.J Palacio war außerdem so nett ein Taschenbuch für euch zu signieren, welches ihr jetzt gewinnen könnt! Ihr solltet das Buch unbedingt lesen, nicht nur weil am 25. Januar der Film dazu in den Kinos kommt, sondern weil das Buch eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist und es eure Sicht der Dinge verändern wird!


Um zu gewinnen kommentiert einfach hier, oder/und unter dem entsprechenden Post auf meiner Facebookseite HIER (somit zwei Lose für jeden möglich) und erzählt mir, ob und wann ihr euch schon mal ausgegrenzt gefühlt habt. Sollte euch das zu persönlich sein, schreibt einfach gern euren Rat an andere, die ausgegrenzt werden.

PS: Bitte behaltet meine Facebookseite im Auge, dort gibt es nächste Woche noch ein signiertes Taschebuch PLUS Kinokarten zu gewinnen!


Teilnahmebedingungen

-Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit Erlaubnis der Eltern, Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
- Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf meinem Blog und meiner Facebookseite genannt zu werden.
- Das Gewinnspiel startet am 14.01.18 und endet am 21.01.18 um 23:59 Uhr.
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
- Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
- Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
- Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.
- Dieses Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung zu Facebook.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Rezension zu "Love Drops" [Gast: Alex] [Comic & Manga]

Meine zweite Stamm-Gastrezensentin Alex hat heute das erste Mal eine Manga-Rezension für euch!

Titel: Love Drops
Autor: Kakine
Verlag: Egmont
Erschienen am: 07.12.17
Seitenzahl: 178 Seiten
Preis: 7,50 Euro
E-Book: 6,49 Euro
Teil einer Reihe: nein
Hier zu kaufen:


Love Drops von KAKINE beinhaltet die Geschichten Love Drops und Mr <3 I am.

Love Drops: 
Alles ändert sich, als Mikuriya vor Genmas Tür steht. Von Gemnas Schwester verlassen, bittet Mikuriya, der sich keine eigene Wohnung leisten kann um Obdach. Obwohl Gemna ihn nicht in seinen vier Wänden haben will, lässt er sich von seiner Schwester dazu überreden ihren Verflossenen aufzunehmen. Doch der hat es faustdick hinter den Ohren, denn er testet seine Love Drops an Gemna.


Mr <3 I am: 
Der junge Santaro zieht in die Wohnung seines kürzlich verstorbenen Großvaters. Am Abend besucht er eine Bar und lernt er Haruma kennen, der ihm einen Schal schenkt und ihn auf einen Drink einlädt. Da Santaro sonst aber nie Alkohol trinkt, steigt ihm der Cocktail sofort zu Kopf und Haruma muss ihn nachhause bringen. Dort entdeckt er, dass er den Enkel seines verstorbenen Freundens kennengelernt hat und möchte deswegen seinen Schal wieder. Doch das ist leichter gesagt als getan … 
Das war mein erster Manga und ich wusste am Anfang nicht so recht ob mir das Medium liegt oder nicht. Die Geschichten schreiten sehr schnell voran, was ich aber nicht schlimm, sondern sogar erfrischend fand. Allerdings fiel es mir vor allem bei der ersten Geschichte manchmal schwer der Handlung zu folgen, weil die Sprünge zwischen den handelnden Personen sehr hart und für mich unübersichtlich waren. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen was gerade aus welchem Grund passiert. Trotzdem fand ich Love Drops spannend und habe es gerne gelesen. Mr <3 I am fand ich insgesamt besser. Die Geschichte war für mich besser nachzuvollziehen und ich konnte der Handlung folgen. Die Charaktere beider Geschichten sind zuckersüß und werden immer durch ein gegensätzliches Paar geprägt. Ich mochte alle Figuren sofort. Allerdings fand ich es schade, dass beide Storys so kurz waren, ich hätte ruhig etwas länger in der Welt verweilen können. 
Die Zeichnungen finde ich total gelungen, wirklich schöner Stil. 

Insgesamt fand ich beide Geschichten toll, jedoch waren die Handlungssprünge für mich manchmal zu hart.

Rockt Alex' Herz mit 4 von 5 Punkten! 



Freitag, 5. Januar 2018

Rezension zu "Phönix" [Gast: Zeilenliebe]

Meine liebe Stamm-Gastrezensentin Jane von Zeilenliebe hat heute wieder eine Rezension für euch. Wie immer findet ihr diese auch auf ihrem Blog!
Titel: Phönix
Autor: Michael Peinkofer
Verlag: IVI
Erschienen am: 02.10.17
Seitenzahl: 352 Seiten, broschiert
Preis: 15,00 Euro
E-Book: 11,99 Euro
Teil einer Reihe: Band 1 von ?
Hier zu kaufen:


Allgemeines:
Phönix stammt aus der Feder des deutschen Autoren Michael Peinkofer und ist im Oktober 2017 als Klappenbroschur mit 352 Seiten bei Ivi, dem Label für junge Bücher bei Piper, erschienen. Phoenix ist der Auftakt zu einer fantastischen Reihe um die Protagonistin Callista. Einige von euch werden den Autoren mit Sicherheit bereits durch seine bekannten Werke um die „Orks“ kennen. Mich haben diese Bücher nicht angesprochen, deshalb habe ich mit Phönix den ersten Fantasyroman von Peinkofer gelesen.
„Die 15-jährige Callista und ihr 16-jähriger Freund, der Jäger Lukan, leben in einem kleinen Dorf, deren Bewohner ein einfaches, bäuerliches Leben führen. Tagsüber scheint alles friedlich, doch mit Anbruch einer jeden Nacht beginnt der Schrecken: Geheimnisvolle Wesen, die noch niemand je zu Gesicht bekommen hat, gehen im Dunkel des Waldes auf die Jagd nach Menschen. Als Callistas kleiner Bruder verschwindet und sie und Lukan sich aufmachen, ihn zu suchen, offenbart sich ihnen die erschütternde Wahrheit. Denn die Welt, die sie zu kennen glaubten, existiert nicht. Und ihre Feinde sind ebenso unberechenbar wie mächtig ..“
(Quelle: Piper Verlag)
Bereits das Cover von Phönix machte mich sowohl neugierig als auch stutzig: Suggeriert es dem aufmerksamen Leser doch sogleich, dass es sich um eine Dystopie handelt, die auf jeden Fall nicht nur in dem im Klappentext beschriebenen vom Wald umgebenen kleinen Dorf spielt, sondern in irgendeinem Ausmaß auch etwas mit einer zerstörten Stadt zu tun haben muss. Sogleich waren bei mir viele Assoziationen mit bereits gelesenen Büchern geweckt.
Zusätzlich war für mich bereits durch das Cover eindeutig, dass die Protagonisten des Buches schnell die Mauern des Dorfes überwinden werden und voller Neugier und Tatendrang das zu erkunden beginnen würden, was ihnen laut Klappentext eigentlich verboten sein sollte. Ob ich mit diesen Vermutungen richtigliege, das müsst ihr natürlich selbst durch das Lesen des Buches herausfinden… Ich kann euch aber verraten, dass die beiden Protagonisten Callista und Lukan im Laufe der Handlung so einiges erleben werden. Mir fiel es während der Lektüre jedoch relativ schwer, mich mit den beiden zu identifizieren. Ich glaube, über zu viel teeniemäßiges Geschmachte und stark stereotype Verhaltensweisen bin ich beim Lesen mittlerweile einfach hinaus.

Peinkofer entwickelt in einem einfachen und eher weniger detaillierten Schreibstil ein dystopisch anmutendes Szenario, das mich bedauerlicherweise stark an bisher Dagewesenes erinnert hat.
„Das Gesetz des Phönix
1 Der Phönix beobachtet dich. Er weiß alles.
2 Maschinen bringen Tod und Leid. Niemals darfst du sie bauen.
3 Dunkelheit ist dein Feind. Niemals darfst du dein Dorf bei Nacht verlassen.“ 
(S. 5)
Während der gesamten Lektüre habe ich auf etwas Innovatives, ja auf ein neues Element im Dystopiendschungel gewartet, aber leider ist mir nichts entgegengesprungen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich liebe Dystopien! Ich verschlinge sie geradezu. Und die Handlung von Phönix ist durchaus spannend – aber eben (meiner Meinung nach) für Leser, die bisher noch nicht so viel Leseerfahrung in diesem Bereich gesammelt haben. Für mich war sie leider an jeder Stelle des Buches vorhersehbar, was mein Lesevergnügen deutlich geschmälert hat. 
Ich habe von Phönix etwas ganz anderes erwartet und beim Lesen etwas bekommen, was zwar inhaltlich eine nette Geschichte ist, mich aber leider nicht im versprochenen Maße fesseln oder faszinieren konnte. Wenn ihr ein Buch für zwischendurch sucht, dann schnappt euch Phönix. Wenn ihr allerdings auf der Suche nach einem tollen Fantasyschmöker seid, der euch in eine dystopische Welt entführt, der ihr euch nicht mehr entziehen könnt, von der ihr immer mehr und mehr lesen wollt, dann stöbert lieber noch ein wenig weiter.
Ein kurzweiliges Jugendbuch für einen gemütlichen Lesenachmittag. Ich werde die Reihe jedoch nicht weiterverfolgen, weil sie mir zu wenig Neues geliefert hat, und mich nicht mitreißen konnte.

Rockt Zeilenliebes Herz mit 2 von 5 Punkten!

Mittwoch, 3. Januar 2018

Rezension zu "Iskari - Der Sturm naht" [Gast: Alex]

Meine zweite Stamm-Gastrezensentin Alex hat heute mal wieder eine Rezension für euch!


Titel: Iskari - Der Sturm naht

Autorin: Kristen Ciccarelli, Übersetzung:Astrid Finke
Verlag: Heyne fliegt
Erschienen am: 02.10.17
Seitenzahl: 416 Seiten, gebunden
Preis: 16,99 Euro
E-Book: 13,99 Euro
Teil einer Reihe: Band 1 von 3
Hier zu kaufen:

Asha ist die Iskari, die Todbringerin. Als Kind, rief sie den ersten aller Drachen, doch anstatt ihr eine Geschichte zu erzählen verbrannte er ihr ganzes Dorf und sie obendrein. Seit diesem Tag jagt sie die Drachen und bringt deren Köpfe ihrem Vater, um die Schuld, die sie vor vielen Jahren auf sich geladen hat zu sühnen. Keiner sieht ihr in die Augen, ihr eigenes Volk hat Angst vor ihr. Nur ist das nicht das schlimmste. In einigen Tagen soll sie Jarek heiraten, den Kommandanten der königlichen Truppen. Kein Mensch ist Asha verhasster als Jarek, der seine Sklaven schlecht behandelt und sich selbst kaum im Griff hat. Da gewährt ihr ihr Vater einen Ausweg. Tötet Asha den ersten Drachen, der damals fast die ganze Stadt vernichtet hatte, würde er die Verlobung zwischen Asha und Jarek lösen. Voller Hoffnung macht die Iskari sich auf, doch ihr Vorhaben birgt Gefahren, die sie nicht hat kommen sehen.

Iskari spielt in einer Welt, in der Drachen und Menschen Freunde gewesen waren, bis zu jenem schicksalhaften Tag. Danach wurden sie zu Feinden, mussten sich bekämpfen. 
Der Leser springt sofort in die Geschichte und begibt sich mit Asha auf Drachenjagd. Das hat mir den Einstieg unheimlich erleichtert. Ich habe sofort in die Geschichte gefunden und war fasziniert von der Welt, die die Autorin erschafft. Sie ist bunt, detailreich und magisch, aber auch gefährlich und tückisch. Trotzdem hätte ich am liebsten ewig in ihr verweilt.
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar zu lesen. Sehr angenehm, bildhaft und doch passt er zu der todbringenden Protagonistin. Ich hatte das Gefühl durch die Seiten zu fliegen und das Buch war leider viel zu schnell zu Ende.
Asha ist eine angenehme Protagonistin, die leider nicht viel von sich hält. Sie wurde in dem Bewusstsein großgezogen, verdorben und schlecht zu sein. Ihr Leben lang lebt sie mit der Schuld, ihr Dorf vor vielen Jahren in Gefahr gebracht zu haben. Eine Schuld, die sie wohl nie begleichen können wird, zumindest wenn es nach ihr geht. Auch wenn ich mich nicht mit ihr identifizieren konnte – immerhin hat mir noch nie jemand vorgeworfen den Tod zu bringen 😉 – fand ich die Gedankengänge und ihre Handlungen total nachvollziehbar und konnte mich daher gut in sie hineinversetzen. Auch die Nebencharaktere hat die Autorin total schön herausgearbeitet und sie mit Ecken und Kanten versehen, die sie ein Stück realer machten. Vor allem Torwin, den Sklaven, der sich nicht nur in mein Herz geschlichen hat, mochte ich sehr. Seine Geschichte, seine Handlungen und seine Art, rundeten alles für mich ab.
Die Geschichte ist voller Spannung und Wendungen, die ich im Leben nicht erwartet hatte. Ich wurde sehr oft überrascht und konnte kaum etwas vorhersehen. Die Spannung wurde das ganze Buch aufrechtgehalten und steigerte sich am Ende so sehr, dass ich nicht schnell genug lesen konnte.

Ein wunderbares Buch, das ich allen Drachenfans – und auch jedem anderen – nur ans Herz legen kann. Ich mochte nicht nur die Charaktere, sondern auch die Welt, die erschaffen wurde. Von der ersten bis zur letzten Seite hielt mich die Geschichte gefangen und lässt mich bis jetzt nicht wirklich los. Ich warte gespannt auf den nächsten Band.

Rockt Alex' Herz mit 5 von 5 Punkten!